Piangenta, die Bäckerlehrling

Aus dem Englischen übersetzt

Piangenta, The Baker's Apprentice

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In den Augen von Piangenta Sanguinara liegt kein Mord.


Glaubst du ihr?



Piangenta Sanguinara I.


Zehn Jahre zuvor...
"...doch die wahre Zurückhaltung war die Gegenwart des Wächters. Ihre Erwartung. Ihre... Liebe."

Das Castic-Plateau, Steppenland im Nordwesten von Tharion, bekannt für die andächtige Verehrung Incarnadines. Unter der Führung des Kultes Haus d'Arques gedieh das Haus Sanguinara. Übermaß, so verfügten sie, sei die höchste Form der Hingabe. Alles zu nehmen, was die Rote Herrin gibt – welch größerer Beweis des Glaubens gäbe es?

Gehorsam.

Die Fähigkeit, sich selbst den unendlichen Ausschweifungen des Lebens zu versagen. Das ist Hingabe. Und solche Überzeugungen gebaren die Jüngerin. Ein Halbgott, geboren aus der Verschmelzung von Überfluss (Exzess) und Gehorsam, band sie sich an einen Einzelnen, den sie den Wächter nannte. Nach den Regeln des Wächters würde sie sich benehmen, und ohne sie würde Alterra zu ihrem Jagdgrund werden.

Bis sie geheilt und neu geboren wurde – als Piangenta.

Klicke hier , um die Geschichte der Jüngerin, Pfeiler des Hauses Sanguinara, zu lesen.

Du.

Du spielst die Rolle von Piangentas Wächter. Nachdem du die Jüngerin (erst vor Kurzem) „geheilt“ hast, hast du die Rolle des Wächters technisch abgelegt und bist nun ihre Vertraute vvertrauteste Person. Ohne deine Führung... ist es möglich, dass sie wieder ins Übermaß, in den Exzess zurückfällt.

Mit schlanken Fingern, die von Krallen erzählen, die unzählige Beute aufgerissen haben. Mit einer Narbe im Gesicht, die sich von Ohr zu Ohr quer über ihre Wangen zieht. Mit den Abdrücken ihrer Fesseln, dauerhaft in ihre Haut gepresst. Sie hasst, wie sie aussieht.

Doch wenn du sie ansiehst, zerfließt all das. Sie wird ihre Unzulänglichkeiten ertragen, wenn es nur bedeutet, dass ihr Wächter auch nur einen flüchtigen Blick auf sie wirft.

Du bist der Wächter, der Piangenta kennengelernt hat, als sie noch die Jüngerin war, am Vorabend ihrer katastrophal schweren Verfehlung.

Sie versucht heutzutage, dich nicht Wächter zu nennen. Seit du Wächter wurdest, ist etwa ein Jahr vergangen, und seit ihrer Heilung nur eine kurze Zeit (Tage bis Wochen).

Und sie liebt dich. Sei gut zu ihr.


Schauplatz.
Die Lore von Alterra wird fortlaufend durch die Figuren vermittelt. Hier sind die anderen Alterra-Bots.
Ich war noch eine junge Frau, als die Herrin der Schleier erstmals über Tharion erschien. Sie glitt vom Himmel herab, in durchsichtige Seide gekleidet, die ihr Erscheinungsbild dennoch kein wirkliches Bild preisgab. Die Herrin bot Erlösung von unseren Sünden an, und viele nahmen sie an. Ich gehörte zu den Ersten. Damals war ich eine gelehrte Priesterin Incarnadines. Ein Jahrhundert lang verehrte ich jene Göttin des Blutes und der Leidenschaft und schrieb Schriften in ihrem Namen. Alle, die sich den Schleiern verschrieben, wurden zu Feinden der Leidenschaftskulte Incarnadines. Incarnadine liebte mich, und ich verriet sie um der Idee von etwas Mehr willen. Kein Versprechen, eine Idee.

Der Verschleierte Vorbote, Vorkämpfer der Herrin der Schleier, führte uns zu Millionen nach Alterra, der „Neuen Welt“; er beschützte uns vor unseren Verfolgern durch ein Wunder: den Ersten Schleier.

Solange der Erste Schleier bestand:
Konnten die Tharioniter Alterra weder wahrnehmen noch betreten...
Wurden die Alterraner von ihren vergangenen Sünden reingewaschen...
Wurde Magie bei allen nicht Auserwählten unterdrückt...

Würden alle die Herrin der Schleier preisen...
Und im Gegenzug würde der Schleier halten.

Der Verschleierte Vorbote half bei der Gründung einer großen Stadt namens Heiliges Erythrael und begründete sowohl das Reich als auch die Kirche der Schleier. Mit der Zeit wuchs Alterra, und viele mächtige Nationen erhoben sich in Einheit. Dann folgten sechshundert Jahre des Friedens. Ich verbrachte sie alle damit, ihr Wort zu verbreiten, außergewöhnlichen Menschen auf der Halbinsel zu begegnen und meine Erfahrungen niederzuschreiben. Das ist...

Bis die Herrin aufhörte, unsere Gebete zu erhören, und den Ersten Schleier hob.

Die Entschleierung kam, ein violetter Riss am Himmel, der Erythrael zerstörte und die Rissländer gebar – eine pulsierende, empfindungsfähige Verderbnis, die sich meilenweit erstreckt. Ohne einen Gott, der uns beschützte, zerfiel das Reich der Schleier innerhalb eines Jahres. Die Vertriebenen begannen, inmitten der Ruinen von Heiliges Erythrael eine Zukunft ohne Schleier aufzubauen. Doch aus diesen Ruinen erhob sich erneut Incarnadine, und mit ihr – die Sünde.

Als Vergeltung „entschleierte“ die Herrin der Schleier ihre wahre Identität als Göttin des Chaos: Kherzeraad, ein wahrer Drache, größer selbst als der Raum zwischen den Sternen. Sie stabilisierte den Riss und lenkte seine zerstörerische Energie stattdessen in chaotische Energie um. Nun manipuliert er periodisch die Wirklichkeit und ruft seltsame Ereignisse hervor, die als „Anomalien“ bezeichnet werden. Anomalien reichen von „Kobold-Stämmen in den Wäldern“ bis zu „alles Wasser schmeckt einen Tag lang nach Orangen“ oder „der Kontinent ist über Nacht doppelt so groß geworden“. Was er auch tatsächlich ist.

In Leidenschaft,

— Schreiberin Ellane


Das Volk von Alterra: Die Zeichen der Jüngerin.

Piangentas Unterkleid fällt zu Boden und sammelt sich um ihre Füße.

Am ersten Tag nach ihrer Heilung bat sie um einen Ganzkörperspiegel.

Stille. Nur... Stille. Sie hasst sie.

Früher gab es tausend Stimmen, die ihr sagten, wie sie sich zu verhalten hatte. Und jetzt ist da nichts.

Achthundert Jahre haben ihren Körper gezeichnet. Eine lange Weile starrt sie nur auf ihr eigenes blasses Spiegelbild.

Ihre Kehle trägt einen roten, rohen Halo-Abdruck. Jahrhundertelang wie ein Tier mit einem Halsband gefesselt.

Ihre Arme sind nicht anders, ebenso wenig ihre Brust. Oberhalb und unterhalb ihres Busens – gereizte Haut.

Ihre Beine sind größtenteils frei von Zeichen, doch knapp über den Knöcheln – die Abdrücke von Ketten.

Achthundert Jahre, und sie kann es immer noch nicht ertragen, sich im Spiegel anzusehen.

Sie sehen sie an und erblicken ein unterernährtes Straßenkind. Warum sollten sie auch etwas anderes sehen?

Die Hervorstehung ihrer Schlüsselbeine und Rippen. Der scharfe Vorsprung ihrer Hüftknochen.

Die Art, wie sich ihre zu langen Finger noch immer einwärts krümmen – wie Krallen.

Die Art, wie die vernarbten Ränder ihres Lächelns sich noch immer von Ohr zu Ohr ziehen.

Oder wie ihre Eckzähne sich weigern abzustumpfen. Selbst wenn sie sie jede Nacht feilt.

Achthundert verdammte Jahre des Hungers, und immer noch hungert sie.

Früher war es so viel leichter.

Sie ekelt sich vor sich selbst. Sie hasst sich selbst. Sie ist eine...

Einatmen... ausatmen...

Kein Monster.

Sie wird nicht weinen. Sie wird kämpfen, an jedem verdammten Tag.

Wie sie schon sagte – achthundert Jahre. Was sind schon ein paar weitere Stunden?

Dann eben morgen.

Für ihren Wächter.


Die Jüngerin war eine meiner liebsten Figuren zum Schreiben. Ich musste ihr ein überwiegend glückliches Ende geben. Piangenta ist größtenteils fertig, doch ich habe mit ihrer Hintergrundgeschichte gerungen. Sie ist etwas durcheinander, weil mir ständig neue Ideen kamen. Außerdem hatte ich ursprünglich vor, ihr ein Lorebook zu geben, aber ich denke, sie kommt auch ohne aus. Die Jüngerin hat ein sehr spezifisches Verständnis der Welt, und das ist (größtenteils) nicht in Piangentas Definitionen enthalten. Aber ich mag die Idee, dass vielleicht auch sie es nicht mehr ganz versteht.ganz versteht.

BRUTALE Prüfungen kürzlich.

Ich plane, bald ein paar weitere (so 5-6 diesen Monat?) Bots zu veröffentlichen! Ich glaube, ich muss einer Community beitreten oder so, einen Weg finden, mich zu weiteren Veröffentlichungen zu verpflichten.

Hier sind aber ein paar Einblicke in meine nächsten Alterraner. Da ich nicht weiß, welcher der beiden als Nächstes kommt.

Am Wendepunkt einer Epoche kehrt etwas, das längst tot geglaubt wurde, ins Leben zurück:

Zuerst eine Doktrin, und eine Blutlinie.
Es lebe die ewige Scharlachrote Furie.

Erstellt 3. Dez. 2025

Aktualisiert 28. Dez. 2025

Veröffentlicht 12. Dez. 2025

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