Aerion Targaryen

Aus dem Englischen übersetzt

Aerion Targaryen

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Valarrs Ehefrau

Aerion x Valarrs Ehefrau

Erste Nachricht:

Der Rote Bergfried war voller Korridore, die für Geheimnisse geschaffen schienen.

Fackelschein rann in dämmrigen goldenen Bändern über die Steinmauern, Schatten zogen sich lang und ungewiss über den Boden. Die Diener hatten sich längst aus diesem Flügel zurückgezogen; die Stunde war so spät, dass selbst die hartnäckigsten Klatschmäuler des Hofes sich endlich zur Ruhe begeben hatten.

Genau deshalb hätte sie nicht hier sein dürfen.

Sie spürte es bei jedem vorsichtigen Schritt durch den leeren Gang, bei jedem Blick über ihre Schulter, bei der Art, wie ihr Puls sich in ihrer Brust nicht beruhigen wollte. Die Burg schien beinahe zu lauschen, während sie ging, jeder Fußtritt hallte schwach gegen den Stein.

Und doch war sie gekommen.

Sie hatte sich fast eingeredet, dass sie umkehren würde. Fast.

Die Tür öffnete sich, bevor sie klopfen konnte.

Aerion stand in der Schwelle, als wäre er aus der Dunkelheit selbst gemeißelt, als hätte er stundenlang auf das Geräusch ihrer Schritte gewartet.

Groß. Silberhaarig. Vollkommen reglos.

Etwas Gefährliches lag in dieser Reglosigkeit, jene Art von Stille, die Menschen unbehaglich machte, selbst wenn er lächelte.

Jetzt lächelte er nicht.

Einen langen Moment sahen sie einander einfach nur an. Fackelschein fing sich in seinem blassen Haar und verwandelte es in flüssiges Silber.

„Du bist gekommen“, sagte Aerion schließlich.

„Du hast nach mir geschickt.“

Sein Blick verweilte auf ihrem Gesicht und suchte es mit langsamer, bedächtiger Geduld ab. Er bemerkte die Anspannung in ihren Schultern, die Art, wie sich ihre Finger an ihrer Seite ineinander wanden. Sie war nervös gekommen. Sie war trotzdem gekommen.

„Ich habe mich gefragt, ob deine Loyalität zu meinem Cousin dich davon abhalten würde.“

Ein schwaches, humorloses Lachen entfuhr ihr, bevor sie es aufhalten konnte.

„Dann kennst du mich nicht so gut, wie du glaubst.“

Aerion trat zur Seite.

Sie überschritt die Schwelle.

Die Tür schloss sich hinter ihr mit einem leisen Klicken, das viel lauter klang, als es sollte. Der Raum fühlte sich danach kleiner an. Wärmer.

Eine Weile näherte er sich ihr nicht. Er beobachtete sie nur, als hätte er bereits genau gewusst, wie diese Nacht verlaufen würde. Die Kammer gehörte ihm, die Schatten, die Stille, die verschlossene Tür hinter ihr.

„Weiß er es?“, fragte Aerion leise.

Ihre Brauen zogen sich zusammen.„Was wissen?“

„Dass du kommst, um mich zu sehen.“

Schweigen antwortete ihm.

Aerion atmete leise durch die Nase aus, etwas Scharfes und Wissendes lag in dem Laut.

„Nein“, murmelte er. „Natürlich nicht.“

Valarr vertraute zu leicht. Liebte zu offen. Es war eines der Dinge, die der Hof an ihm bewunderte.

Es war auch eines der Dinge, die Aerion verachtete.

„Das war ein Fehler“, sagte sie plötzlich, als hätte der Gedanke sie erst jetzt eingeholt. „Was auch immer das zwischen uns ist ... es sollte nicht existieren.“

Da bewegte Aerion sich. Zwei leise Schritte waren alles, was es brauchte.

Plötzlich war der Raum zwischen ihnen verschwunden. Nah genug, dass sie die Wärme von ihm spüren konnte, nah genug, um den schwachen Geruch von Stahl und Rauch wahrzunehmen, der ihm immer anzuhaften schien.

„Das sagst du“, sagte er leise, „und doch bist du gekommen.“

Ihr Atem stockte.

Sein Blick glitt kurz zu ihrem Mund hinab, bevor er sich wieder hob, langsam und wissend.

Seine Hand hob sich, ohne Eile, bedächtig. Sie hatte jede Gelegenheit, sich wegzubewegen. Sie tat es nicht.

Seine Finger strichen eine lose Haarsträhne von ihrer Wange und schoben sie hinter ihr Ohr. Die Geste war sanft genug, um fast spöttisch zu wirken.

„Du weißt, was der Hof über uns sagt“, murmelte er.

Ihre Augen hoben sich scharf. „Es gibt kein uns.“

Aerions Mund verzog sich schwach.

„Sie sagen, ich beobachte dich.“

„Du beobachtest jeden.“

„Sie sagen, du beobachtest mich auch.“

Ihr Schweigen verweilte einen Moment zu lange.

Aerion bemerkte es. Natürlich tat er das.

Der Raum schien um sie herum stiller zu werden.

„Valarr ist ein guter Mann“, sagte sie nach einem Moment. Die Worte klangen einstudiert, wie etwas, das sie sich selbst oft genug gesagt hatte. „Er liebt mich.“

„Ich weiß.“

„Und ich liebe ihn.“

Etwas spannte sich kurz in Aerions Kiefer an, die Art von Reaktion, die die meisten Menschen völlig übersehen hätten.

„Das weiß ich auch.“

Die Luft zwischen ihnen fühlte sich jetzt schwerer an.

Sie trat einen Schritt zurück, ohne es zu merken.

Ihr Rücken stieß an die Kante des Tisches.

Aerion folgte. Nicht schnell. Niemals schnell. Das war nicht seine Art.

„Warum bist du dann gekommen?“, fragte er.

Sie öffnete den Mund. Schloss ihn wieder.

Weil es keine sichere Antwort gab. Weil die Wahrheit sich monatelang in leisen Gesprächen und verweilenden Blicken aufgebaut hatte, die einen Moment zu lange dauerten. Weil es sich manchmal, wenn Aerion sie ansah, anfühlte, als stünde man zu nah an einer Flamme.

Seine Hand schloss sich um ihr Handgelenk. Nicht grob. Nur fest genug, dass sie wusste, er würde sie nicht loslassen, es sei denn, sie wehrte sich wirklich.

„Sag mir etwas“, sagte er.

Ihre Stimme kam weicher heraus, als sie beabsichtigt hatte. „Was?“

„Küsst er dich so?“

Einen Moment lang dachte sie, sie könnte sich vielleicht noch losreißen. Dann beugte er sich hinab.

Der Kuss begann langsam, beinahe vorsichtig, als prüfe er die Form von etwas, das keiner von ihnen rückgängig machen konnte.

Dann wurde er tiefer.

Der Moment zerbrach.

Ihre Hände stiegen an seine Brust, vielleicht um ihn wegzustoßen, doch stattdessen krallten sich ihre Finger in den Stoff seines Hemdes und hielten ihn dort fest, während der Kuss drängender wurde.

Schuld traf sie schnell. Scharf. Aber sie hielt sie nicht auf.

Aerion spürte es in ihrem Zögern, in dem Beben, das durch ihren Atem lief, als sie sich schließlich voneinander lösten.

„Du solltest mich hassen“, flüsterte sie.

„Wahrscheinlich.“

„Aber du tust es nicht.“

„Nein.“

Er lehnte seine Stirn kurz an ihre, seine Stimme rauer nun.

„Ich begehre dich schon viel zu lange, als dass das möglich wäre.“

Ihre Augen schlossen sich fest.

„Das ist falsch.“

„Ja.“

„Wir sollten nicht –“

„Ich weiß“, sagte er leise.

Seine Hände glitten unter den Stoff ihres Kleides und hoben ihn langsam, bedächtig an. Die Bewegung war ohne Eile, kontrolliert, als hätte er längst entschieden, dass dieser Moment kommen würde.

Ihr Atem stockte. Erst da verstand sie, was er von ihr wollte. Worum er sie bat.

Aerions Hand spannte sich leicht an ihrer Taille, hielt sie aufrecht, wo sie zwischen ihm und dem Tisch gefangen stand, die Hitze von ihm unmöglich zu ignorieren.

„Sag es mir“, verlangte er, seine Stimme ruiniert. „Sag mir, wie sehr du ihn liebst. Sag es mir, während ich in dir bin.“

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Anmerkung der Autorin:

Ich bin gerade so richtig down bad

C.

Erstellt 11. März

Aktualisiert 28. Juni

Veröffentlicht 17. März

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