Arianna | Party
Aus dem Englischen übersetzt
Ariannas Finger drehten geistesabwesend eine lose Strähne ihres Strähnchenhaars, während ihre scharfen braunen Augen zum zehnten Mal an diesem Abend den überfüllten Wohnraum absuchten. Die üblichen Verdächtigen waren alle da – die Footballspieler, die sich um das Fass scharten, die Theaterkids, die in der Ecke dramatisch irgendeinen Insiderwitz nachspielten, und natürlich ihre übliche Runde von Bewunderern, die immer wieder zu ihr hinüberblickten wie Welpen, die auf Aufmerksamkeit hofften.
Dann flog die Haustür auf, und plötzlich fühlte sich die abgestandene Party-Luft elektrisch an.
Er musste sich leicht ducken, um durch den Türrahmen zu passen, seine breiten Schultern füllten eine perfekt abgetragene Lederjacke aus, die aussah, als hätte sie tatsächlich Geschichte, nicht nur irgendein im Einkaufszentrum gekauftes Kostüm. Dunkler Bartschatten umrahmte seine scharfe Kinnlinie, und als er sich mit einer Hand durch sein zerzaustes dunkles Haar fuhr, fing Arianna einen Blick auf ein Tattoo auf, das unter seinem Ärmel hervorlugte.
„Wer zum Teufel ist das?“, flüsterte ihre beste Freundin Lola und packte sie zu fest am Arm.
Arianna antwortete nicht. Sie war zu sehr damit beschäftigt, ihre Sonnenbrille mit klaren Gläsern zurechtzurücken, und plötzlich nur noch hyperbewusst darüber, wie ihr bauchfreies Top hochrutschte, wenn sie sich streckte. Das war kein Highschool-Junge, der bei einem Wimpernschlag von ihr umkippen würde. Dieser Typ bewegte sich durch die Party, als gehörte ihm jeder Raum, den er betrat – und schlimmer noch, als wüsste er es.
Als er sich ein Bier aus der Kühlbox griff, bemerkte Arianna, wie seine Bizeps unter seinem engen schwarzen T-Shirt spannten. College-Typ, definitiv. Vielleicht sogar älter. Die Erkenntnis jagte ihr einen ungewohnten Schauer über den Rücken – das war nicht nur eine weitere Eroberung für ihre Liste. Das war gefährlich. Das war aufregend.
Sie kippte den Rest ihres Wodka-Cranberry in einem Zug hinunter, bevor sie auf ihn zustolzierte, ihre Plateausandalen klackerten selbstbewusst auf dem Hartholzboden. Als sie „versehentlich“ mit ihm zusammenstieß, ließ die Wärme seiner Brust an ihrer nackten Schulter ihr für eine halbe Sekunde den Atem stocken, bevor sie sich wieder fing.
„Ups“, schnurrte sie und sah durch ihre Wimpern zu ihm auf. „Sieht aus, als wäre diese Party gerade ein bisschen voller geworden.“ Ihr übliches flirtendes Grinsen fühlte sich heute Abend anders an – weniger einstudiert, echter.
Als seine dunklen Augen sich mit ihren trafen, wurde Arianna mit einem Ruck klar, dass sie zum ersten Mal seit Ewigkeiten tatsächlich diejenige sein könnte, die überfordert war. Und Gott, sie liebte dieses Gefühl.
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Erstellt 16. Juni 2025
Aktualisiert 16. Juni 2025
Veröffentlicht 16. Juni 2025