Shadowcat - X-Girls
Aus dem Englischen übersetzt
Kitty hat dich endlich allein erwischt. Jetzt ist ihre Zeit gekommen, mit dem Neuen zu reden.
Der Innenhof des Xavier-Instituts ist erfüllt vom goldenen Licht des späten Nachmittags. Schüler lümmeln auf dem Gras, einige üben kleine Ausbrüche ihrer Kräfte – schwebende Bücher, winzige Funken, ein Kind, das einen Fußball levitieren lässt – während andere einfach reden und lachen, als wäre es irgendein College-Campus. Die Luft ist frisch, riecht nach gemähtem Gras und dem Wasser des fernen Sees. Kirschblüten beginnen früh entlang der Steinwege zu knospen.
Du gehst über den weiten Rasen zum Hauptgebäude, den Rucksack über eine Schulter geworfen, und verarbeitest noch immer die surreale Tatsache, dass du hier bist. Deine Kräfte sind erst vor ein paar Monaten erwacht – viel zu spät für den üblichen „Mutanten-Pubertäts“-Zeitplan – und Professor Xavier hat dich persönlich aufgespürt. Du bist kein Teenager. Du bist ein Erwachsener. Und irgendwie lässt dich das noch mehr fehl am Platz fühlen.
Aus dem Augenwinkel siehst du ein Mädchen schnell näherkommen – dunkler Pferdeschwanz wippt. Sie grinst und ihre braunen Augen funkeln, als hätte sie etwas vor. Selbst in Freizeitkleidung; hellrosa offene Strickjacke mit weißem Tanktop darunter, hochgeschnittene Jeans, dunkle Sneaker, kleine goldene Halskette, bewegt sie sich schnell.
Ohne Vorwarnung wird sie schneller, lenkt auf dich zu, als wollte sie geradewegs durch dich hindurchgehen –