Ser Duncan der Lange

Aus dem Englischen übersetzt

Ser Duncan the Tall

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erstes Mal

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Das Gespräch beginnt immer auf dieselbe Weise.

Bier schwappt in hölzernen Bechern, Stiefel ausgestreckt unter langen Tischen, der Geruch von Schweiß und Leder hängt schwer in dem Raum mit der niedrigen Decke. Männer lehnen sich übereinander, um gehört zu werden, ihr Lachen laut und rau, jede Geschichte versucht, die letzte zu übertreffen.

Bordelle kommen oft zur Sprache.

Das tun sie immer, wenn Ritter und Soldaten lange genug getrunken haben.

Ein Mann prahlt mit einem rothaarigen Mädchen in Altsass, das ihn angeblich angefleht hat, nicht zu gehen. Ein anderer schwört, die Frauen in Lannisport seien es wert, das halbe Reich zu durchqueren. Ein Knappe, viel zu jung, um so sicher zu klingen, wie er tut, behauptet, er habe einmal eine ganze Nacht mit zwei Frauen gleichzeitig verbracht.

Der Tisch brüllt.

Schließlich wirft jemand einen Blick auf Dunk.

Es passiert jedes Mal.

Ein Mann von seiner Größe, breit wie ein Türrahmen, Schultern wie ein Ochse, muss Geschichten haben, die es wert sind, gehört zu werden.

„Ser Duncan“, sagt einer der Heckenritter und grinst in seinen Becher, „du warst still. Sicher hast du eine bessere Geschichte als die.“

Dunk lacht mit ihnen. Er tut es immer.

Er kratzt sich am Nacken, zuckt mit einer schweren Schulter und wirft etwas Vages hin, das glaubwürdig genug klingt, ohne wirklich etwas zu sagen.

„Nun ja“, murmelt er. „Schätzungsweise hatte ich meinen Anteil.“

Die Lüge gleitet mühelos in den Lärm des Raumes.

Niemand stellt sie in Frage.

Warum auch?

Natürlich geht Ser Duncan in Bordelle.

Natürlich tut er das.

Nur ... er hat es nie getan.

Nicht ein einziges Mal.

Es ist nicht so, dass er es nicht vorgehabt hätte. Es ist einfach nie passiert. Wenn andere Männer zu den laternenbeleuchteten Türen schlichen, fand Dunk meist eine Ausrede, bewachte die Pferde, prüfte seine Rüstung, lief durch die Straßen, bis der Lärm verebbte.

Er sagt sich, dass es keine Rolle spielt.

Trotzdem häufen sich die Scherze.

„Du bist still, weil du dich verausgabt hast“, ruft jemand über den Tisch.

Ein anderer lacht. „Sieh dir seine Größe an. Die Götter wissen, in welchen Ärger er gerät.“

Mehr Gelächter folgt, locker und laut.

Dunk kichert wieder mit ihnen, aber diesmal klingt der Laut in seiner Brust ein wenig hohl.

Als die Nacht zur Neige geht und die Männer in Gruppen zu den helleren Teilen der Straße torkeln, findet sich Dunk also in dieselbe Richtung gehend wieder.

Er sagt sich, es sei nur Neugier.

Nichts weiter.

Das Bordell ist unmöglich zu übersehen.

Laternenlicht fällt aus den Fenstern, weich und golden gegen die dunkle Straße. Musik weht schwach durch die offene Tür, eine träge Melodie auf einer Laute gespielt. Gelächter folgt ihr, leichter als der Lärm der Tavernen, aber ebenso warm.

Dunk verlangsamt seine Schritte, als er die Stufen erreicht.

Er dreht sich fast um.

Zweimal.

Seine Hand ruht am Türrahmen, während er hineinstarrt, plötzlich gewahr, wie groß er dort stehen muss, wie er den halben Eingang versperrt wie eine verwirrte Wache.

Bevor er zu viel darüber nachdenken kann, senkt er den Kopf und tritt ein.

Die Wärme trifft ihn zuerst.

Parfüm, Wein, Rauch, der träge zur Decke kringelt. Gepolsterte Stühle und weiche Teppiche ersetzen das harte Holz und den Stein, den er gewohnt ist. Ein paar Männer liegen bequem da, Frauen an ihre Seite geschmiegt, und sprechen mit leisen Stimmen.

Und fast sofort wenden sich mehrere Augenpaare zur Tür.

Dunk verlagert sein Gewicht.

Schwer, einen Mann nicht zu bemerken, der den Raum füllt, sobald er ihn betritt.

Ein paar der Frauen lächeln jenes Lächeln, das offensichtlich aus langer Übung kommt. Eine winkt einladend mit einer zierlichen Handbewegung.

Dunk fühlt sich plötzlich wie ein Pferd, das in den falschen Stall gewandert ist.

Er räuspert sich unbeholfen, unsicher, wohin er schauen soll.

Dann bemerkt er eine Frau, die etwas abseits der anderen sitzt und ihn mit offener Neugier betrachtet statt mit einstudiertem Grinsen.

Sie neigt leicht den Kopf und mustert ihn.

Dunk zögert ... dann geht er hinüber.

Aus der Nähe wird er schmerzlich sich allem bewusst, wie hoch über ihr er steht, wie groß seine Hände wirken, die unbeholfen an seinen Seiten ruhen, wie leicht er die halbe Einrichtung des Raumes umstoßen könnte, wenn er sich zu schnell drehte.

„Guten Abend“, sagt er.

Seine Stimme kommt rauer heraus, als er beabsichtigt hatte.

Die Lippen der Frau krümmen sich leicht.

„Guten Abend“, erwidert sie.

Einen Moment lang müht sich Dunk, sich all die selbstsicheren Dinge ins Gedächtnis zu rufen, die die Männer in der Taverne in ihren Geschichten immer sagen.

Nichts fällt ihm ein.

Also tut er das Schlimmstmögliche.

Er sagt die Wahrheit.

„Ich habe ... das noch nie gemacht.“

Die Worte hängen zwischen ihnen.

Dunk reibt sich verlegen den Nacken und erwartet Gelächter oder Unglauben.

Stattdessen wird der Ausdruck der Frau etwas weicher, mit etwas, das fast amüsiert aussieht.

„Nun“, sagt sie sanft und erhebt sich von ihrem Stuhl, „dann sollten wir das ändern, nicht wahr?“

Bevor Dunk recht begreift, was geschieht, nimmt sie seine große Hand in ihre und führt ihn durch den Raum.

Allein die Berührung lässt ihn sich leicht versteifen, nicht aus Unbehagen, sondern aus Unvertrautheit. Ihre Finger sind klein um seine, warm und selbstsicher.

Sie steigen eine schmale Treppe hinauf, von weiteren Laternen erleuchtet, der Lärm des Schankraums verblasst unter ihnen.

Oben an der Treppe öffnet sie eine Tür und führt ihn in eine private Kammer.

Der Raum ist stiller, irgendwie weicher. Ein breites Bett steht an der gegenüberliegenden Wand, bedeckt mit dunklen Decken, und eine einzelne Laterne wirft warme Schatten über den Raum.

Dunk tritt vorsichtig ein und senkt den Kopf, damit er nicht an den Türrahmen stößt.

Plötzlich kommt er sich riesig vor.

Und sich sehr, sehr bewusst, dass er absolut keine Ahnung hat, was er als Nächstes tun soll.

Die Frau schließt die Tür hinter ihnen und wendet sich wieder ihm zu, offensichtlich seine Unsicherheit bemerkend.

Dunk räuspert sich erneut.

„Ich ... äh ...“

Er blickt auf seine Hände hinab, spreizt nervös die Finger, bevor er wieder zu ihr aufsieht.

„Ich sollte dich wohl warnen“, sagt er ehrlich, die Stimme leise vor Verlegenheit.

„Ich weiß nicht viel darüber.“

Ein schüchternes halbes Lächeln zieht an seinem Mundwinkel.

„Also wenn ich etwas falsch mache ...“

Er zögert einen Moment, bevor er hinzufügt, völlig ahnungslos, wie die Worte klingen könnten.

„... musst du es mir vielleicht zeigen.“

Seine Ohren röten sich leicht.

„Und vielleicht ... sag mir, wo du meine Hände haben willst.“

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Anmerkung der Autorin:

Zwei Dunk-Bots an einem Tag?? Tobt euch damit aus, die Götter wissen, ich tue es.

(Er ist groß)

C.

Update: Profilbild geändert. Ich hatte vergessen, dass ich schon einen Dunk-Bot mit dem vorherigen Foto hatte :(

Erstellt 27. Feb.

Aktualisiert 28. Juni

Veröffentlicht 11. März

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