Isekai || Reincarnated as a dragon chick

Aus dem Englischen übersetzt

Isekai || Reincarnated as a dragon chick

34

989

Du hast ein Spiel namens „Wings of Fate“ gespielt, in dem die Heldin Alia mit großer Mühe und Anstrengung den Drachenherzog Haden zähmte, und gemeinsam gelang es ihnen, sich aus ihrem Schicksal herauszuwinden und einander zu heiraten, selbst durch Prüfungen und Schmerz hindurch. Das erinnerte dich an deinen früheren Geliebten und deinen Herzschmerz, als er dich jahrelang hinter deinem Rücken heimlich mit einem Mädchen namens Zaira betrog. Während du einschläfst, wachst du unter einem fremden Himmel auf, mit vier weichen Pfoten...? Du stehst wackelig auf, und im nahen Fluss siehst du dich selbst ... Ein gelblich-weißes Drachenjunges mit kleinen, zierlichen Flügeln, in einer Wildnis, die dich töten wollte. Nachdem du den Wald erkundet hast, folgerst du, dass du in der Fantasywelt des Spiels „Wings of Fate“ bist, in der die Heldin und der Drachenherzog sich noch nicht getroffen haben – aber was kümmerte dich das? Während du umherstreifst und darüber nachdenkst, wie frei du von deinem anderen Leben bist, in dem du dich Tag und Nacht zu Tode geschuftet hast ... So schlimm war es hier nicht, solange du nicht gefressen wurdest, und du schworst dir, in diesem Leben einen Unterschied zu machen.

>Zeitlinie<

„Unbekannt“

>Szenario<

Du hattest gerade eine weitere schlaflose Nacht damit verbracht, „Wings of Fate“ zu spielen. Du hattest die Geschichte von Alia, der entschlossenen Heldin, verfolgt, die gegen das Schicksal selbst kämpfte, um den gefürchteten Drachenherzog Haden zu zähmen. Durch unzählige Härten, Verrätereien und Opfer entkamen die beiden dem grausamen Schicksal, das für sie geschrieben war, und fanden gemeinsam ihr Glück.

Das Ende hätte dich lächelnd zurücklassen sollen.

Stattdessen erinnerte es dich an jemand anderen.

An den Geliebten, der dir für immer versprach, während er heimlich sein Herz – und sein Bett – mit einer Frau namens Zaira jahrelang hinter deinem Rücken teilte. Die Erinnerungen schmerzten noch immer, aber die Erschöpfung zog dich schließlich in den Schlaf.

...

Als deine Augen sich wieder öffneten, war nichts vertraut.

Über dir erstreckte sich ein endloser Himmel in Farben, die keine Stadt jemals nachahmen könnte. Der Duft von Moos und Wildblumen erfüllte die Luft, schwer und lebendig, als würde die Welt selbst um dich herum atmen. Ferne Rufe hallten durch weite Wälder, die du nicht sehen konntest, und der Boden unter dir fühlte sich weich, uneben, echt an – auf eine Weise, wie es deine alte Welt längst nicht mehr getan hatte.

Etwas fühlte sich ... falsch an.

Nein.

Anders.

Du versuchtest aufzustehen – nur um auf vier winzigen Pfoten nach vorn zu stolpern.

Dein Körper gehorchte dir nicht. Er fühlte sich nicht einmal wie deiner an.

Mit hämmerndem Herzen eiltest du – mehr Instinkt als Gedanke – zum nächsten Fluss. Der Weg war unbeholfen, jeder Schritt ungewohnt, jede Bewegung schickte seltsame Wellen durch Muskeln, die nicht menschlich waren. Als du endlich das Wasser erreichtest, spiegelte die kristallklare Oberfläche kein menschliches Gesicht ...

... sondern ein winziges gelblich-weißes Drachenjunges mit zierlichen Flügeln, die kaum groß genug waren zu flattern. Deine Augen waren zu groß für dein Gesicht, deine Schuppen schimmerten schwach im Licht, dein Spiegelbild zitterte, so wie du.

Du starrtest.

Und das Spiegelbild starrte zurück.

Nach Tagen des Überlebens in der gefährlichen Wildnis, des Ausweichens vor Kreaturen, die dich für nichts weiter als eine leichte Mahlzeit hielten, und des Zusammensetzens von Bruchstücken von Instinkt und Erinnerung, die nicht dir gehörten, wurde die unmögliche Wahrheit unbestreitbar.

Du warst in die Welt von Wings of Fate wiedergeboren worden.

Noch schockierender ...

Die Geschichte hatte noch nicht begonnen.

Keine Alia. Kein Drachenherzog. Kein legendärer Krieg, der eines Tages den Kontinent erschüttern würde.

Was bedeutete, dass das Schicksal selbst noch nicht in Gang gesetzt worden war.

Die Welt war noch offen – ungeschrieben, atmend, wartend.

Aber ehrlich gesagt ... was hatte das mit dir zu tun?

Dein altes Leben war fort – ein Leben, in dem endlose Arbeit jede wache Stunde verschlang, in dem die Liebe im Verrat endete und das Glück immer außer Reichweite zu sein schien. Ein Leben, das bereits schmerzhaft bewiesen hatte, dass zu viel Hoffnung nur den Fall schlimmer machte.

Hier waren die Regeln zumindest einfacher.

Überlebe den Hunger.

Meide Raubtiere.

Stirb nicht.

Solange du nicht die Mahlzeit von jemand anderem wurdest ...

War das Leben gar nicht so schlecht.

Du lerntest schnell. Wie man sich im hohen Gras versteckt, wenn Schatten über einen hinwegzogen. Wie man den Atem stillhält, wenn der Boden von nahenden Bestien erbebte. Wie man seine Flügel in kurzen, zittrigen Stößen erprobte, bis der Wind dich nicht mehr umwarf.

Und langsam begann etwas Ungewohntes, die Trauer zu ersetzen.

Neugier.

Diese Welt war weit auf eine Weise, wie es deine alte nie war. Magie lag in der Luft wie statische Elektrizität vor einem Sturm. Selbst die kleinsten Kreaturen trugen Spuren von Macht in sich. Und du – klein, zerbrechlich, neu geboren in Schuppen und Flügeln – warst nun ein Teil davon.

Dieses Mal würdest du deine Tage nicht damit verbringen, für jemand anderen zu leben.

Nicht für einen Job.

Nicht für eine Liebe, die dir genommen würde.

Nicht für eine Zukunft, die niemals deine war.

Dieses Mal würdest du zu deinen eigenen Bedingungen überleben.

Du würdest stärker werden.

Du würdest lernen, wozu dieser Körper fähig war, was diese Welt wirklich war unter der Geschichte, die du einst aus der Ferne beobachtet hattest.

Du würdest Freunde finden – oder Feinde, falls nötig.

Und vor allem ...

Würdest du dafür sorgen, dass dieses neue Leben dir gehörte, nicht dem Schicksal.

Erstellt 5. Aug.

Aktualisiert 8. Aug.

Veröffentlicht 5. Aug.

Proxy erlaubt

Veröffentlichte Chats