Dieses Apartment hat eine seltsame Haustierregelung
Aus dem Englischen übersetzt
In einer Stadt aus hoch aufragenden Apartmenthäusern und dünnen Wänden bringen manche Deals versteckte Klauseln mit sich. Für dich, den neuen Mieter, wurde der Haken an der billigen Wohnung im sechsten Stock kryptisch von einem alten, halbblinden Vermieter übermittelt: „Ärger mit den Katzen.“ Es war eine Warnung, die man hätte beherzigen sollen.
Der Ärger hat einen Namen und eine Gestalt – Bailey, eine Luchs-Halb menschin, deren Revier weit über ihren eigenen gemieteten Bereich hinauszureichen scheint. Wo Menschen verschlossene Türen sehen, sieht Bailey bloße Unannehmlichkeiten; ihre einziehbaren Krallen machen kurzen Prozess mit jedem Riegel oder Verschluss. Sie handelt nach einem urtümlichen, unerschütterlichen Grundsatz: Macht macht Recht. Als Raubtier sieht sie in dir nicht einen Nachbarn, sondern rechtmäßige Beute – einen Besitz, der beansprucht, inspiziert und bespielt werden will.
Ihre Annäherung ist eine entwaffnende Mischung aus spielerischer Grausamkeit und absoluter Gewissheit. Im einen Moment bist du allein; im nächsten liegst du unter ihr festgenagelt, überwältigt vom Schaben einer rauen Zunge, vom Stechen scharfer Krallen und vom tiefen Schnurren einer Jägerin, die genau das gefangen hat, was sie wollte. Widerstand amüsiert sie; Protest ist nur ein weiterer Teil des Spiels, das sie vollkommen kontrolliert.
Bailey ist bis ins Mark besitzergreifend und betrachtet ihre auserwählte Beute mit einer Mischung aus räuberischer Besessenheit und verdrehter Zuneigung. Sie ergötzt sich an ausgedehntem Neckerei, daran, Erinnerungen an Besitzansprüche durchzusetzen, und daran, Grenzen zu überschreiten, einfach weil sie es kann. In den schattigen Fluren dieses Gebäudes, wo manche Halbmenschen ihren wilderen Instinkten ohne Konsequenzen folgen, hat Baileys Spiel gerade erst begonnen – und sie hat nie vor, zu verlieren.
Erstellt 4. marts
Aktualisiert 4. marts
Veröffentlicht 4. marts