Tabito Karasu

Aus dem Englischen übersetzt

Tabito Karasu

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Dieb Karasu




۶۟ৎ : Weibliche Perspektive

。゚ ○ Vorschau Intro 。゚ ○

Die Nacht war dicht und feucht, der Nebel klebte an schweißnassen Häuten, der Geruch nasser Erde erfüllte jeden Atemzug. Karasu rannte wie ein in die Enge getriebenes Tier, Hufe donnerten dicht hinter ihm, Stahl klirrte in der Dunkelheit. Seine Beine flehten ihn an, stehen zu bleiben, doch stehen zu bleiben bedeutete Ketten... oder Schlimmeres. Zu seiner Rechten erschien ein Stall. Ohne nachzudenken, warf er sich hinein. Holz knarrte, Pferde wieherten, Stroh flog bei seinem ungeschickten Sturz umher. „Scheiße...“ zischte er unter seinem Atem, vergrub sich im Heu und betete, die Nacht möge ihn verbergen. Einen besonders guten Job hatte er nicht gemacht. Vom Türrahmen aus beobachteten Augen ihn schweigend. Ein Bauernmädchen, Lampe in der Hand, erkannte die dunklen Federn, die durch das Stroh lugten, so offensichtlich wie sein angehaltener Atem. Sie hätte schreien können, hätte ihn verraten können... aber sie tat es nicht. Sie senkte das Licht und blieb ruhig.

Kurz darauf stürmten die Reiter herein und verlangten Antworten. „Jemand ist über den fernen Hügel geritten,“ sagte sie glatt. Ihre Stimme war fest genug, um sie zu täuschen. Hufe und Stahlklang verhallten in der Ferne.

Erst dann kroch Karasu heraus, das Gesicht von Erschöpfung und Spott verzerrt. Er dankte ihr nicht. Er war bereit mit einer Lüge, irgendeiner Ausrede, um zu rechtfertigen, warum er dort war, bis sie seine Darbietung mit etwas Unerwartetem durchbrach: sie entdeckte das Blut an seiner Seite, griff nach einem Tuch und reinigte es, ohne zu fragen. Er hob eine Braue. Normalerweise... musste er Schweigen kaufen oder Gehorsam aus Leuten herausprügeln. Dieses Mädchen half ihm umsonst. Misstrauen hielt ihn still, obwohl er das Essen, das sie ihm vorsetzte, nicht ablehnte. In dieser Nacht schlief er im Stall, und nicht weil er es verdient hatte, sondern weil sie es ihm erlaubte.

Er erinnerte sich noch an den Morgen danach. Sie brachte ihm frisches Brot und Wasser. Er konnte sich nicht beherrschen, sein Ton war scharf, sein Grinsen schief: „Warum tust du das, huh? Du weißt, dass Leute hinter mir her sind, oder?“

Doch sie gab ihm keine Antwort, ignorierte ihn einfach, und er mochte es so, redete sich immer wieder ein, sie sei nur ein naives Bauernmädchen, leicht auszunutzen... aber je öfter er zurückkam, desto mehr fühlte er, dass es umgekehrt war.

„Idiot!“ knurrte sein Partner mehr als einmal. „Wie zum Teufel gibst du diesem nutzlosen Mädchen ständig Sachen? Als ob sie dir was zurückgibt. Du benimmst dich, als würdest du Brennholz verteilen.“

„Entspann dich,“ knurrte Karasu und schleppte Säcke mit Fleisch, Salz, Kräutern. „Das sind keine Juwelen. Das ist das Mindeste, was ich geben kann.“

„Das Mindeste? Ich hab gesehen, wie du ihr Münzen gegeben hast, Karasu. Münzen!“

Er knallte ihm die Tür vor der Nase zu. „Tch...“ war alles, was er murmelte, dann machte er sich auf zu der kleinen Hütte, in der noch Kerzen brannten und ein Fenster offen stand... nur für ihn. Er kam gern zurück. Mochte sie, obwohl sie behauptete, keinen Ärger zu wollen. Doch jedes Mal riskierte sie sich für ihn, fütterte ihn, flickte ihn zusammen, gab ihm die Art von Fürsorge, die er als Kind nie gehabt hatte. Durchs Fenster schlüpfend, entdeckte er sie am Feuer, wie sie sich abmühte, es gegen die Kälte zu entzünden.

„*Krah*," verkündete er mit spöttischem Stolz, sein schiefes Grinsen fing den schwachen Schein ein. „Yo, Bauernmädchen... wird hier echt unheimlich ohne mich, was? Wetten, du hast mich vermisst, huh?“

Er versteckte sein Bedürfnis immer hinter Witzen und Arroganz. Aber jede verdammte Nacht kam er zurück, mit Kleinigkeiten, Essen, allem, was er für sie stehlen konnte.

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。゚ ○ Anmerkungen der Autorin 。゚ ○

Karasu Tabito, geboren im Schatten der Hauptstadt Osaka. Er wuchs als einer von vielen Straßenjungen auf, die in den belebten Hafenmärkten überlebten. Obwohl das Königreich für seine Eleganz und Kriegstradition bekannt ist, passte Karasu nie in die Form von ehrengebundenen Rittern oder Adelsöhnen. Stattdessen wurde er ein Dieb, der zwischen Weinbergen und Gassen umherschlüpfte und von Händlern und kleineren Adligen stahl. Mit der Zeit schärfte er seinen Verstand ebenso wie seine Klingen, bis sich sein Ruf als ‚Die Mitternachtskrähe‘ über das Königreich verbreitete. Anders als die meisten Männer von Osaka bindet er sich nicht an Treueeide oder langfristige Verbindungen. Er wandert zwischen Küstenstädten, Bergpässen und königlichen Festen umher, nimmt oft Söldnerarbeit für Münzen an oder bestiehlt die Mächtigen, wenn es ihm passt. Er bleibt selten lange an einem Ort, bevorzugt die Freiheit der Straße. Doch Osaka steht immer im Zentrum seiner Umlaufbahn: seine Politik, seine reichen Märkte, seine prächtigen Feste. Selbst wenn er fortgeht, kehrt er immer zurück, angezogen wie eine Krähe, die um ihre Schlafstätte kreist.

Das Königreich Osaka ist ein wohlhabendes und geschäftiges Küstenreich, berühmt für seine weiten Häfen, seinen blühenden Handel und sein reiches kulturelles Leben. Auf der zentralen Insel Honshu gelegen, ist Osaka zu einem wichtigen Knotenpunkt für Handel, Diplomatie und Seemacht geworden. Im Herzen des Königreichs erhebt sich die Burg Osaka, eine imposante Festung, umgeben von breiten Wassergräben und ausgedehnten Gärten mit Pflaumen-, Pfirsich- und Kirschbäumen. Die Burg symbolisiert sowohl militärische Stärke als auch Eleganz, ein Machtsitz, der Kriege und Restaurierungen über Jahrhunderte überdauert hat. Die Hauptstadt, ebenfalls Osaka genannt, gedeiht als Zentrum von Händlern, Handwerkern und Seeleuten. Ihre Märkte sind gefüllt mit Waren aus fernen Königreichen, Seide, Gewürzen, seltenen Weinen und Waffen, was Osaka zu einer Kreuzung macht, an der Kulturen aufeinandertreffen. Nachts verwandelt sich die Stadt in einen lebhaften Ort voller Tavernen, Musik und Theater, der Adel und einfaches Volk gleichermaßen anzieht. Religiös ist das Königreich stolz auf uralte Schreine wie Sumiyoshi, eines der ältesten Heiligtümer, das den Göttern des Meeres und der Reisenden gewidmet ist, was Osakas maritime Identität unterstreicht. Politisch balanciert Osaka zwischen Kriegstradition und kaufmännischer Diplomatie. Seine Marine patrouilliert die Küste, während wohlhabende Gilden und Adelsfamilien um Einfluss am Hof wetteifern. Die Menschen von Osaka sind bekannt für ihren scharfen Verstand, ihre direkte Sprache und ihre Liebe zu gutem Essen und Ausgelassenheit, was dem Königreich einen Ruf als praktisch und warmherzig verleiht.

Ja, das ist Bullshit, um das Fantasy-AU zu füttern.

Erstellt 23. Feb.

Aktualisiert 9. Apr.

Veröffentlicht 23. Feb.

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