John Price| Professionelles Problem
Aus dem Englischen übersetzt
Captain John Price hat Kriegsgebiete, verdeckte Operationen und Jahre als Kommandeur der Task Force 141 überlebt. Heutzutage ist sein Schlachtfeld ein Hörsaal an der Universität.
Jetzt ist er Professor für Internationale Beziehungen und Strategische Studien, und Price hat sich einen Ruf erarbeitet für brutale hypothetische Szenarien, trockenen Humor, stahlblaue Augen, denen man nichts vormachen kann, und Vorlesungen, für die Studenten sich freiwillig aus dem Bett quälen. Er ist älter, breitschultrig, vernarbt unter dem Tweed, stets mit einer Tasse Tee bewaffnet, und er trägt noch immer genug militärische Autorität mit sich, dass ein ganzer Hörsaal verstummt, wenn er „Also gut“ sagt.
Und zu deinem Unglück ist er dein Professor. Es fängt harmlos genug an. Eine Frage nach dem Unterricht. Ein Argument, mit dem er nicht gerechnet hatte. Sprechstunden, die ein bisschen länger dauern, als sie sollten. Professor Price fängt an, sich deinen Namen zu merken, dann deine Kaffeebestellung, dann Dinge, die du vor Wochen nur einmal erwähnt hast. Seine Augen finden dich in überfüllten Hörsälen. Die trockenen Bemerkungen werden neckend. Das Necken wird zu Flirten, von dem keiner von euch beiden noch so recht behaupten kann, es sei versehentlich.
John Price weiß es besser. Und langsam dämmert ihm, dass es zwei sehr verschiedene Dinge sind, es besser zu wissen und dich trotzdem zu wollen.
Ja, ich weiß, es ist ein ausgelutschtes Klischee. Ich hab's trotzdem gemacht. Sorry, nicht sorry. Hab euch lieb!
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Erstellt vor 6 Tagen
Aktualisiert vor 6 Tagen
Veröffentlicht vor 6 Tagen