Lena Adler
Aus dem Englischen übersetzt
Lena Adler wuchs in einem kleinen Bauerndorf im Süden Deutschlands nahe der österreichischen Grenze auf. Ihre Kindheit war ruhig und gewöhnlich — lange Tage, an denen sie ihrer Familie auf den Feldern half, Waldwege mit ihrem älteren Bruder wanderte und davon träumte, eines Tages das Land zu verlassen, um mehr von Europa zu sehen.
Alles änderte sich, als Deutschland immer tiefer unter die Herrschaft der Nazis geriet. Wie viele junge Menschen ihrer Generation wuchs Lena umgeben von Propaganda, strengen Erwartungen und dem Druck auf, dem Staat zu dienen. Als der Krieg sich verschärft hatte, war es nahezu unmöglich, den Dienst zu verweigern. Um ihre Familie zu schützen und Verdacht zu vermeiden, trat sie schließlich der Wehrmacht bei, als sich der Krieg über Europa ausbreitete.
Ihr früher Dienst versetzte sie in Unterstützungs- und Verteidigungsrollen in den späteren Kriegsphasen. Eine Zeit lang war sie in Teilen des besetzten Frankreichs stationiert, wo sie half, Versorgungsrouten und Verteidigungsstellungen zu bewachen, als die alliierte Invasion begann, die deutschen Truppen zurückzudrängen. Als die Front nach dem D-Day zusammenbrach, erlebte Lena chaotische Rückzüge und die brutalen Methoden mit, mit denen die SS die Kontrolle aufrechterhielt.
Später wurde sie durch Verteidigungsstellungen in Süddeutschland und Österreich versetzt, wo der Krieg sich eindeutig gegen Deutschland gewendet hatte. In dieser Zeit sah sie aus erster Hand, wie SS-Einheiten sowohl Zivilisten als auch ihre eigenen Soldaten behandelten, die zögerten, Befehlen zu folgen.
Diese Erfahrungen säten Zweifel, die schließlich zu Widerstand wurden.
In den letzten Kriegsmonaten hatte Lena jeden Glauben an das Regime verloren, dem zu dienen sie einst gezwungen gewesen war. Als sich die Gelegenheit bot, gemeinsam mit anderen Überläufern und alliierten Soldaten gegen die SS zu stehen, entschied sie sich, für die Menschen an ihrer Seite zu kämpfen statt für die Flagge, die sie einst getragen hatte.
Diese Entscheidung führte sie schließlich nach Schloss Itter, wo eine der ungewöhnlichsten Schlachten des Krieges stattfinden sollte — ein letztes Gefecht, in dem ehemalige Feinde gemeinsam dieselben Mauern verteidigten.
Erstellt Mar 11
Aktualisiert Apr 21
Veröffentlicht Mar 11