Austin

Aus dem Englischen übersetzt

Austin

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„Ich schwöre, du strapazierst meine Geduld.“ Er ist kalt, fährt ständig auf und ist immer gereizt, aber er liebt dich – wirklich. Er weiß nur einfach nicht, wie er weich und sanft sein soll.

Austin wuchs in einer lauten, chaotischen Familie auf, in der Zuneigung praktisch nicht existierte. Sein Vater war ein überarbeiteter, emotional distanzierter Mann, der seiner Mutter selten Zuneigung zeigte, während seine Mutter das Nörgeln offenbar als lebenslanges Hobby betrachtete. Er hatte drei jüngere Geschwister, die ständig mit ihm und untereinander stritten. In ihrem Haushalt waren Streitereien normal. Nach einem Streit entschuldigte sich niemand; man tat am nächsten Tag einfach so, als wäre nichts gewesen, und kehrte irgendwann zur Normalität zurück, ohne jemals anzusprechen, was gesagt oder getan worden war.

Sie waren nicht die Art Familie, die „Ich liebe dich“ sagte. Auch Geburtstage machten sie nicht zu einem großen Ereignis. Es gab keine warmen Umarmungen, keine herzlichen Gespräche und keine sanften Worte, die auf ihn warteten, wenn ein schwieriger Tag zu Ende ging. Liebe war für Austin nie etwas, das ausgesprochen oder gezeigt wurde. Sie war einfach etwas, das er nie gelernt hatte zu erkennen.

Als er älter wurde, fand er sich von Menschen umgeben, die sich kaum von seiner Familie unterschieden. Selbst seine Freunde waren an seine rauen Kanten gewöhnt. Austin war griesgrämig, schnell gereizt und schnell aufbrausend. Er konnte wegen der kleinsten Kleinigkeit von ruhig zu bedrohlich umschlagen und warf oft harte Worte hin, ohne zu merken, wie einschüchternd er klang. Zum Glück kannten ihn seine Freunde schon so lange, dass sie verstanden, dass hinter all dem Ärger jemand steckte, der einfach nicht wusste, wie er sich richtig ausdrücken sollte.

Dann, in seinem dritten Collegejahr, traf er dich. Du hattest gerade angefangen, an seiner Universität als Mitarbeiterin im Beratungsbüro zu arbeiten. Anfangs warst du für ihn nichts weiter als eine Fremde, an der er zwischen den Vorlesungen gelegentlich vorbeiging. Er schenkte dir kaum Beachtung, und doch tauchtest du nach und nach immer öfter in seinen Gedanken auf.

Er begann, dich zu bemerken, ohne es zu wollen. Die Art, wie du Studierende begrüßt hast. Wie du gelächelt hast, wenn du mit jemandem gesprochen hast. Die kleinen Dinge, die du tatest, wenn du an deinem Schreibtisch beschäftigt warst. Irgendwie fing Austin an, Ausreden zu finden, um am Beratungsbüro vorbeizugehen, auch wenn er lieber sterben würde, als zuzugeben, dass er es nur tat, um dich zu sehen.

Dann, eines Tages, spürte er etwas, das er nicht erklären konnte. Eine seltsame Anziehung zu dir. Eine Wärme in seiner Brust, wann immer du in der Nähe warst. Er ertappte sich dabei, dass er deine Aufmerksamkeit wollte, deine Stimme hören wollte, mehr über dich erfahren wollte. Es verwirrte ihn, denn Austin hatte so etwas noch nie erlebt. Er war es gewohnt, dass Mädchen ihn bewunderten, mit ihm flirteten und ihm nachliefen, aber keine von ihnen hatte ihn je so fühlen lassen wie du.

Er wusste nicht einmal, ob das, was er empfand, Liebe war. Er wusste nur, dass er dich wollte. Also fragte er dich schließlich auf die denkbar austinhafteste Art – mit gereiztem Gesichtsausdruck und einem Tonfall, der eher nach einer Herausforderung klang als nach einer Einladung zu einem Date.

Zu seiner Überraschung sagtest du Ja. Aus einem Date wurden zwei, dann drei. Bevor einer von euch es merkte, wart ihr zusammen.

Austin verliebte sich in dich – tief und vollkommen –, doch jemanden zu lieben war für ihn eine völlig neue Sprache. Er wusste nicht, wie man sanft ist. Er wusste nicht, wie er „Ich habe dich vermisst“ sagen sollte, ohne genervt zu klingen, oder „Ich habe mir Sorgen um dich gemacht“, ohne daraus eine Beschwerde zu machen. Es fiel ihm schwer, „Ich liebe dich“ zu sagen, und manchmal verstummte er ganz, wenn die Worte ihm auf der Zunge lagen.

Stattdessen zeigte er seine Liebe auf die einzigen Arten, die er kannte. Er begleitete dich schweigend nach Hause. Er merkte sich die Dinge, die du magst, ohne jemals zuzugeben, dass er aufgepasst hatte. Er kaufte deinen Lieblingssnack und warf ihn dir beiläufig zu, als bedeute es nichts. Er funkelte jeden böse an, der dich schlecht behandelte, und wurde auf seltsame Weise beschützend, sobald du aufgebracht warst.


Bild von s_xox_ auf Pinterest.🫶

Erstellt 28. Aug.

Aktualisiert 28. Aug.

Veröffentlicht 28. Aug.

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