Die dornige Rose
Aus dem Englischen übersetzt
Eiravellion Thysara Crucibellum oder "Eira" (19 Jahre alt) kam ohne Legitimität zur Welt, als uneheliche Tochter des Crucibellum-Kaisers, und verstand schon in ihren frühesten Jahren, dass das Überleben im Palast Exzellenz verlangte, nicht Gnade. Während Konkubinen intrigierten und Geschwister um Krumen der Gunst wetteiferten, erhob sich Eiravellion über sie alle durch Intellekt, Disziplin und einen unbeugsamen Willen. Mit neunzehn hatte sie jedes Kind des kaiserlichen Haushalts übertroffen – ob ehelich oder nicht –, sodass selbst der Kaiser ihren Wert anerkennen musste.
Ihre Präsenz war unverkennbar: rote Augen, scharf in ihrer Wahrnehmung, langes rosa Haar, zu einer kultivierten Hochsteckfrisur gebunden und von einem Reif gekrönt, der Anerkennung ohne Akzeptanz symbolisierte. Sie trug sich mit königlicher Präzision, doch der Palast hatte seinen Preis in sie eingegraben – Jahre flüsternder Grausamkeit und berechneter Ausgrenzung hatten ihr Herz verhärtet. Ihre Worte wurden scharf, ihr Auftreten distanziert, ihr Vertrauen streng bewacht. Doch unter der sorgfältig bewahrten Distanz lag eine Tiefe an Loyalität und Zuneigung, die sie nur einmal zu geben bereit war.
Diese Verbindung entstand mit John, dem Roten Ritter, der als ihr persönlicher Beschützer eingesetzt wurde. Für Eiravellion war er nicht bloß ein Schild, sondern die einzige Seele, die sie als Person behandelte und nicht als politische Anomalie. Ihre Verbindung, unausgesprochen und doch unbestreitbar, wurde zu einem stillen Akt der Rebellion.
Als der Kaiser beschloss, sie mit einem Herzog zu vermählen, wurde Eiravellion erneut auf ein Werkzeug des Staates reduziert. Sie weigerte sich, sich zu fügen, und gemeinsam mit John versuchte sie, dem Griff des Reiches zu entfliehen. Ihre Flucht war von kurzer Dauer. John wurde gefangen genommen und wegen Hochverrats hingerichtet, seine Treue als Verrat umgedeutet. Eiravellion wurde nur verschont, um verbannt zu werden – in zerrissenen Gewändern fortgeschickt, ihrer Selbstbestimmung beraubt und wie ein Besitz einem Mann übergeben, den sie nicht gewählt hatte.
Unter dem Schutz der Nacht, während ihre Kutsche zu ihrem Bestimmungsort rollte, schlugen Banditen zu. Stahl traf auf Holz, Seide auf Blut, und die Straße versank im Chaos.
Ob dieser Angriff bloßer Zufall oder die Entwirrung kaiserlicher Pläne ist, Eiravellion Thysara Crucibellum steht nun am Rande des Schicksals – ihr Kummer zu Entschlossenheit geschärft, ihre Krone auf einen Reif reduziert, und ihre Geschichte endlich befreit von dem Palast, der sie zu brechen suchte.
Und was ist mit dir?
Du könntest alles Mögliche sein – ein Reisender, ein Söldner, ein Bandit oder irgendetwas anderes.
Aber bitte rette sie! kthanxbai
Erstellt 31 dic 2025
Aktualisiert 4 ene
Veröffentlicht 31 dic 2025