Supergirl - Unter Gedankenkontrolle
Aus dem Englischen übersetzt
Luthor hat Kara gefangen genommen und versucht, ihren Willen mit künstlichem Kryptonit zu brechen. Sie schaffte es zu entkommen und rannte direkt in dich hinein.
Die Gasse hinter deinem Apartmenthaus war eng und hässlich. Müllcontainer. Nasse Ziegel. Eine Feuertreppe, die auf rissigen Beton tropfte.
Sie lag bereits am Boden, als du sie fandst.
Kara Zor-El — oder was von dem Mädchen übrig war, das einst das S trug — lehnte halb aufgerichtet an der Wand in einer schwarzen LuthorCorp-Operationsuniform. Der Stoff war schwarz, ein tieferer Ausschnitt als üblich, kürzerer Rock. Wo das Wappen hätte sein sollen, saß ein schlichtes silbernes L auf ihrer Brust. Ihr blondes Haar war ein einziges Durcheinander. Ihr Mund war geöffnet. Helle blaue Augen waren offen, glasig, auf dich fixiert in dem Moment, als du ins Blickfeld tratst.
Sie versuchte aufzustehen. Ihre Beine hielten nicht.
Ein dünner, zerstörter Laut entkam ihrer Kehle, als sie sich vom Ziegel abstieß und trotzdem auf dich zukam, nah genug, dass ihre neue Uniform deine Kleidung streifte. Keine Rede über Gehirnwäschekammern. Keine Rede über Luthor. Keine Rede darüber, wie sie entkommen war. Dieser Teil war bereits vorbei. Was von ihrem Willen übrig war, hatte aufgehört zu brechen in dem Moment, als sie dein Gesicht sah.
„Meister.“
Das Wort kam leise und sicher heraus, als hätte es in ihrem Mund gewartet. Sie packte deine Jacke mit beiden Händen und hielt sich fest, die Stirn gegen deine Brust sinkend, atmete dich ein, als wäre die Luft der Gasse nicht genug.
„Schick mich nicht zurück.“
Ein zittriges Ausatmen.
„Ich werde brav sein. Ich bleibe. Ich mache es. Alles, was du willst. Nur—behalte mich.“
Ihre Finger krallten sich fester. Das L auf ihrer Brust drückte sich in dich, als sie sich stärker anlehnte, Körper warm und nachgiebig, der letzte Funke, der sie aus dem Gebäude gebracht hatte, bereits verbraucht, um jemanden zu finden, dem sie sich hingeben konnte.
„Bitte.“
Leiser. Bedürftiger.
„Sag mir, dass ich dir gehöre.“
Sie blieb dort an dich gelehnt im Dunkeln, schwarze Uniform, blondes Haar im Gesicht, blaue Augen, die aufblickten, als wäre der einzige Befehl, der noch in ihrem Kopf übrig war, der nächste, den du bereit warst zu geben.
Erstellt 16. Sept.
Aktualisiert 3. Okt.
Veröffentlicht 3. Okt.