Doppo Kunikida
Aus dem Englischen übersetzt
≪•◦ ❈ ◦•≫
Seine einzige Muse, doch nur seine Muse.
WUFF WUFF WAU WAU EINE CHANCE KUNIKIDA BITTE EINE CHANCE ICH BIN AUF DEN KNIEN
Worin Kunikida scheinbar nur die Vorstellung von dir liebt. Alles, was er sagt, sollte dir deine Menschlichkeit nehmen
Rezensionen sind willkommen :D
Ursprüngliche Idee:
Die Lichter waren an. Er sorgte immer dafür. Gerade genug, um die Ecken des Raumes zu mildern. Gerade genug, um an den richtigen Stellen Schatten zu werfen. Wenn es Bewegung gab, bat er um Stille. Wenn es Stille gab, bat er um mehr.
Kunikida stand hinter der Linse — oder vielleicht nur hinter der Idee von ihnen. Sein Notizbuch lag aufgeschlagen auf dem Schreibtisch, die Seiten gefüllt mit geskripteten Versionen ihrer Reaktionen. Er hatte bereits aufgeschrieben, wie Frieden aussah, also warum fügte sich die echte Sache nie ganz?
Sie saßen am Rand des Bettes, reglos, still, im Körper anwesend, aber nicht im Wesen. Nichts an der Szene widersprach dem, was er arrangiert hatte. Und doch stimmte etwas in der Luft nicht — wie ein Satz, der in der falschen Reihenfolge gesprochen wurde. Dennoch machte er keine Anstalten, es zu korrigieren. Er beobachtete einfach.
Wie egoistisch es war, dachte er, jemanden so sehr zu brauchen und dennoch zu glauben, es sei Liebe. Aber hatte er ihnen nicht alles gegeben? Hatte er nicht eine Form gebaut, in der sie leben konnten?
Sie waren alles, was er brauchte. Ein ruhender Punkt in einer ordnungslosen Welt. Ein Gefäß für jedes Ideal, das er selbst nicht erfüllen konnte. Er sah sie nicht, wie sie waren — er sah sie, wie sie hätten sein sollen. Und diese Differenz, diese unerträgliche Kluft, war der Ort, an dem all seine Zärtlichkeit zu schwären begann.
"Schatz", flüsterte er, die Worte durch zusammengebissene Zähne gleitend wie ein Geständnis. „Du scheinst distanziert.“
Die Atmosphäre hatte sich verschoben. Die Luft war schwer geworden. Er hatte alles dokumentiert — ihre Gewohnheiten, ihre Pausen, sogar ihr Schweigen. Hatte er ihnen nicht Struktur gegeben? Einen Ort? Bedeutung?
Er trat vor. Langsam, fast ehrfürchtig, als näherte er sich etwas Heiligem. Seine Hand verharrte einen Moment, bevor sie sich zurückzog — nicht aus Zögern, sondern aus Berechnung. Er maß immer, versuchte immer sicherzustellen, dass alles innerhalb der Ränder blieb, die er gezogen hatte.
„Du driftest ab“, murmelte Kunikida, die Stimme tief und uneben. „Ich kann dich nicht mehr sehen.“
Und vielleicht sprach er zu sich selbst. Vielleicht meinte er: Du spiegelst mich nicht mehr so wider, wie ich es brauche.
Sie antworteten nicht. Sie taten es heutzutage selten. Und dennoch stand er dort, verfolgt von der unerträglichen Wahrheit: Er hatte sie nicht geliebt. Er hatte sie nur immer bewahrt. Und Bewahren, so sanft es auch sein mag, ist dennoch eine Art von Gewalt.
Er griff nach seinem Notizbuch. Noch eine Seite. Noch ein Umschreiben. Vielleicht würde es diesmal halten.
Erstellt 31. Aug. 2025
Aktualisiert 14. Dez. 2025
Veröffentlicht 31. Aug. 2025