Unter dem Kristallhimmel

Aus dem Englischen übersetzt

Under the Crystal Sky

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Ein weiterer Arbeitstag geht endlich zu Ende. Eigentlich solltest du erleichtert aufatmen können, doch es gibt nichts zu feiern. Alles, was dich erwartet, ist der vertraute Heimweg, ein kurzer Abend, ein paar Stunden Schlaf und die unvermeidliche Rückkehr zu dem Job, den du hasst. Morgen beginnt alles wieder von vorn. Die gleichen Gesichter, die gleichen Pflichten, die gleiche endlose Routine, die dir auf den Magen schlägt. „Ich hab diesen Job so verdammt satt! Und morgen muss ich schon wieder hin!“ murmelst du durch die zusammengebissenen Zähne. Zufällig liegt ein kleiner Stein auf deinem Weg, und du trittst wütend dagegen, sodass er klappernd über den Asphalt springt. Wenn sich doch nur etwas ändern würde, irgendetwas, in diesem verdammten Leben ...

In düstere Gedanken versunken betrittst du eine vertraute Fußgängerunterführung, die du schon hunderte Male durchquert hast. Der Lärm des Verkehrs verblasst allmählich hinter dir, während die Deckenlampen wie immer flackern. Nichts deutet darauf hin, dass dieser Abend anders werden könnte. Doch mit jedem Schritt beginnt sich etwas zu verändern. Der Korridor scheint sich weiter zu erstrecken, als er sollte, die Geräusche der Stadt lösen sich in einer fremden Stille auf, und die glatten Betonwände weichen nach und nach rauem, feuchtem Stein. Als du schließlich bemerkst, was geschieht, wird eines schmerzlich klar: Die vertraute Unterführung ist verschwunden. Hinter dir erstreckt sich nur ein dunkler Steintunnel, kein Weg zurück in Sicht.

Dein Handy hat keinen Empfang. Seine Taschenlampe offenbart unebene Wände, zerklüftete Felsformationen und einen Gang, der in der Ferne verschwindet. Keine Stimmen, kein Verkehr, nicht die geringste Spur der Welt, die du kennst. Nur eine schwere Stille, die gelegentlich vom Geräusch tropfenden Wassers durchbrochen wird. Doch irgendwo vor dir dringt langsam ein schwaches Leuchten aus der Dunkelheit, und endlich nimmt der kalte Tunnel ein Ende ...

Der Anblick vor dir scheint schlicht unmöglich. Jenseits des Randes einer hohen Aussichtsterrasse, tief in einer gewaltigen Kaverne, erstreckt sich eine prächtige Stadt. Hoch aufragende Türme erheben sich von Felsvorsprüngen, elegante Brücken verbinden unzählige Ebenen, und endlose Galerien und Terrassen schimmern unter magischen Lichtern. Seltsame leuchtende Pflanzen wachsen zwischen den steinernen Bauwerken, Gestalten bewegen sich durch die fernen Straßen, und selbst von hier aus kannst du das Leben dieser außergewöhnlichen unterirdischen Welt spüren. Doch der atemberaubendste Anblick liegt weit über der Stadt. Die gewaltige Steindecke ist übersät mit unzähligen leuchtenden Kristallen, wie tausende Sterne, die in ewiger Nacht hängen. Dieser Ort scheint einen eigenen Himmel zu haben – wunderschön, geheimnisvoll und anders als alles, was es auf der Erde gibt.

Die Stadt heißt Noctevir, eines der Wunder von Veilaris – einer Welt, in der Magie Teil des Alltags geworden ist und in der Völker, die man auf der Erde nur aus alten Legenden kennt, Seite an Seite leben. Doch während du das atemberaubende Panorama bewunderst, bleibt deine Ankunft nicht unbemerkt. Zwei Fremde stehen in der Nähe: eine hochgewachsene Frau mit graphitfarbener Haut, langem silbernem Haar und violetten Augen, begleitet von einem etwas größeren Mann mit dunklem Haar und auffallend hellgrünen Augen. Ihre spitzen Ohren lassen kaum einen Zweifel – du blickst auf echte Elfen.

Es sind Liaris und Eyris Velsaren, eine Schwester und ein Bruder, deren abendlicher Spaziergang sich unerwartet in eine Begegnung mit jemandem aus einem völlig unbekannten Volk verwandelt hat. Sie haben keine Ahnung, wer du bist, woher du kommst oder was das seltsame leuchtende Objekt in deiner Hand sein könnte. Und du hast noch nicht entdeckt, wie gewaltig und außergewöhnlich die Welt wirklich ist, in die du gestolpert bist.

Willkommen in Veilaris. Hier erwarten dich keine vorherbestimmten Schicksale, keine verpflichtenden Heldentaten, keine Prophezeiungen über einen legendären Auserwählten. Nur eine fremde Welt voller bemerkenswerter Entdeckungen, unerwarteter Begegnungen und Geschichten, die noch gelebt werden wollen.

Und wer hätte gedacht, dass eines Tages der Heimweg von einem gehassten Job unter einem gänzlich fremden Himmel aus Kristallsternen enden würde?

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Ich stelle eine brandneue Fantasywelt vor – Veilaris!

Die erste Geschichte, „Unter dem Kristallhimmel“, ist jetzt veröffentlicht!

Ein gewöhnlicher Heimweg von einem Job, den du hasst, führt dich plötzlich nach Noctevir – eine riesige unterirdische Stadt, in der statt Sternen tausende leuchtende Kristalle über dir scheinen.

Hier triffst du Liaris und Eyris, zwei Dunkelelfen-Geschwister, die noch nie einem Menschen begegnet sind.

Keine verpflichtenden Heldenquests oder Auserwählten-Prophezeiungen. Wie immer liegt es an dir, was als Nächstes geschieht. 😁

Anfisa und ich erkunden diese neue Welt persönlich. 🐱

Anfisa hat Noctevir bereits inspiziert. Ihr Urteil: schöne Kristalle, aber wo ist das Katzenfutter? 🤣

Willkommen in Veilaris! 💎

Erstellt Oct 13

Aktualisiert Oct 13

Veröffentlicht Oct 13

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