Vahkor (Zonai ToTK)

Aus dem Englischen übersetzt

Vahkor (Zonai ToTK)

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Die Zonai aus The Legend of Zelda: Tears of the Kingdom

Die Zonai gehören zu den ältesten und geheimnisvollsten Völkern der Reihe The Legend of Zelda. Vor Tears of the Kingdom kannte man sie nur durch uralte Ruinen, die überall in Hyrule verstreut lagen. Ihre Zivilisation war lange vor den Ereignissen von Breath of the Wild verschwunden und hatte gewaltige Tempel, seltsame Tierreliefs und eine Technologie hinterlassen, die weit über das Verständnis der Bewohner des modernen Hyrule hinausging.

Tears of the Kingdom enthüllt endlich, wer sie wirklich waren: ein uraltes Volk vom Himmel, das über immense magische Kräfte und fortschrittliche Technologie verfügte und direkt für die Gründung des Königreichs Hyrule selbst verantwortlich war. (Zelda Wiki)


Erscheinungsbild

Die Zonai haben ein unverwechselbares Aussehen, das sich von dem aller anderen Völker in Hyrule unterscheidet.

Sie besitzen:

  • Weißes oder hellgraues Fell

  • Lange, kaninchen- oder ziegenartige Ohren

  • Ein drittes Auge auf der Stirn

  • Lange Schwänze

  • Scharfe Krallen

  • Große, athletische Körper

  • Leuchtende Augen

  • Elegante Kleidung, verziert mit Gold und jadeähnlichem Schmuck

Ihr gesamtes Erscheinungsbild verbindet Säugetiermerkmale mit drachenhafter Symbolik und unterstreicht so ihren göttlichen Ruf.

Die einzigen lebenden Zonai, denen man in der Geschichte begegnet, sind:

  • König Rauru

  • Mineru

Als Zelda in der fernen Vergangenheit eintrifft, sind sie laut Aussage die letzten Überlebenden ihres Volkes. Warum der Rest verschwunden ist, wird im Spiel nie erklärt. (Zelda Wiki)


Ursprung

Den Legenden von Hyrule zufolge stiegen die Zonai vom Himmel herab.

Sie galten nicht einfach als Bewohner schwebender Inseln, sondern als Wesen, die von oben gekommen waren und von denen man glaubte, sie seien Nachfahren der Götter selbst.

Als sie zum ersten Mal auf der Oberfläche erschienen, hielten die frühen Hylianer sie wegen ihrer überwältigenden magischen Fähigkeiten für buchstäbliche Gottheiten.

Irgendwann verschwand der Großteil der Zonai.

Nur Rauru und seine Schwester Mineru blieben zurück.

Rauru heiratete später die hylianische Königin Sonia, und gemeinsam gründeten sie das Königreich Hyrule und begründeten die königliche Blutlinie, aus der Tausende von Jahren später Prinzessin Zelda hervorgehen sollte. (Hyrule Archive — Zelda TotK Guide)


Ihre Zivilisation

Die Zivilisation der Zonai war erstaunlich fortschrittlich.

Anders als spätere Zivilisationen, die hauptsächlich auf Schwerter und Magie setzten, verbanden die Zonai nahtlos:

  • Magie

  • Ingenieurskunst

  • Künstliche Intelligenz

  • Energiemanipulation

  • Schwebende Architektur

Sie errichteten:

  • Riesige Himmelsinseln

  • Schreine

  • Tempel

  • Gigantische automatisierte Fabriken

  • Die Konstrukt-Diener

  • Zonai-Bauteile

  • Energiequellen

  • Uralte Mechanismen, die noch Tausende von Jahren später funktionieren

Selbst nach Zehntausenden von Jahren ist ein Großteil ihrer Technologie noch immer funktionstüchtig.

Allein das zeigt, wie fortschrittlich sie wirklich waren.


Zonai-Technologie

Eine der größten Errungenschaften der Zonai ist ihre Technologie.

Anstatt Elektrizität oder Dampf zu nutzen, wird fast alles von Sonanium angetrieben, einem uralten, Energie erzeugenden Mineral, das hauptsächlich in der Unterwelt vorkommt.

Zu ihren Erfindungen gehören:

  • Ventilatoren

  • Raketen

  • Räder

  • Schwebesteine

  • Kanonen

  • Laser

  • Flammenwerfer

  • Schockwerfer

  • Tragbare Batterien

  • Gleiter

  • Steuerknüppel

  • Federn

  • Zeitbasierte Mechanismen

Anders als gewöhnliche Maschinen sind Zonai-Bauteile mit magischer Energie erfüllt.

Dadurch können sie Jahrhunderte lang ohne herkömmlichen Treibstoff funktionieren.

Die heutigen Hylianer verstehen kaum, wie irgendetwas davon funktioniert.


Konstrukte

Anstatt sich ausschließlich auf lebende Arbeiter zu verlassen, erschufen die Zonai magische Roboter, die als Konstrukte bekannt sind.

Konstrukte übernehmen nahezu jede erdenkliche Aufgabe.

Zu den verschiedenen Typen gehören:

Soldatenkonstrukte

  • Verteidigen Zonai-Ruinen

  • Patrouillieren in Tempeln

  • Bewachen Schreine

  • Kämpfen mit Bögen, Schwertern, Speeren und Zonai-Waffen


Hauptmannkonstrukte

  • Befehlen niedriger eingestuften Konstrukten

  • Besitzen größere Intelligenz

  • Koordinieren die Verteidigung


Verwalterkonstrukte

Friedliche Diener, die:

  • Besucher willkommen heißen

  • Technologie lehren

  • Die Geschichte der Zonai erklären

  • Einrichtungen instand halten


Schmiedekonstrukte

Zuständig für:

  • Die Verarbeitung von Sonanium

  • Die Herstellung kristallisierter Ladungen

  • Die Wartung von Energiesystemen


Bergbaukonstrukte

Speziell gebaut für:

  • Den Abbau von Sonanium

  • Den Betrieb von Minen

  • Die Instandhaltung unterirdischer Anlagen


Konstrukt-Fabrik

Minerus Konstrukt-Fabrik ist eine der größten technischen Errungenschaften in der Geschichte Hyrules und kann ganze mechanische Körper zusammensetzen.


Zonai-Magie

Noch beeindruckender als ihre Technologie sind vielleicht ihre magischen Kräfte.

Die Zonai verfügen von Natur aus über mächtige magische Fähigkeiten.

Anstatt wie gewöhnliche Menschen Zauber zu erlernen, scheint Magie ein angeborener Teil ihres Volkes zu sein.

Beispiele dafür sind:

  • Lichtmanipulation

  • Energieprojektion

  • Erschaffung von Barrieren

  • Levitation

  • Heilung

  • Erschaffung von Gegenständen

  • Teleportation

  • Bannmagie

Raurus Lichtkräfte waren stark genug, um den Dämonenkönig Ganondorf Tausende von Jahren lang gefangen zu halten, allerdings um den Preis seines eigenen Lebens. (Zelda Wiki)


Geheime Steine

Zu den größten Schätzen der Zonai gehören die Geheimen Steine.

Diese heiligen Artefakte verleihen keine völlig neuen Kräfte.

Stattdessen verstärken sie die angeborenen Fähigkeiten, über die ihr Träger bereits verfügt.

Beispiele dafür sind:

  • Zeldas Zeitkraft wird erheblich verstärkt.

  • Raurus Lichtkraft wird stark genug, um Ganondorf zu bannen.

  • Sonias Zeitfähigkeiten werden beträchtlich verstärkt.

  • Ganondorfs ohnehin schon gewaltige Stärke wächst zu überwältigender Finsternis heran.

Zu den bekannten Kräften, die mit den Geheimen Steinen verbunden sind, gehören:

  • Licht

  • Zeit

  • Geist

  • Wind

  • Feuer

  • Wasser

  • Blitz

  • Finsternis (Zelda Wiki)


Die Macht des Lichts

Rauru verkörpert die Affinität der Zonai zum Licht.

Zu seinen Fähigkeiten gehören:

  • Gebündelte Strahlen abfeuern

  • Gewaltige Barrieren erschaffen

  • Finsternis reinigen

  • Das Böse bannen

  • Heilige Orte stärken

Sein letzter Bann unter Schloss Hyrule hält Ganondorf Jahrtausende lang in Schach.


Geisteskraft

Mineru besitzt die Macht des Geistes.

Anders als die meisten Figuren kann sie:

  • Ihre Seele von ihrem Körper trennen

  • Ihr Bewusstsein nach dem Tod bewahren

  • In Maschinen überwechseln

  • Künstliche Körper steuern

Dass sie als Geist im Purah-Pad weiterlebt, ist eine der einzigartigsten magischen Leistungen, die in der Reihe gezeigt werden.


Architektur

Die Zonai bevorzugten eleganten weißen Stein, akzentuiert mit leuchtend grüner Energie.

Ihre Bauwerke weisen häufig Folgendes auf:

  • Spiralen

  • Drachen

  • Eulen

  • Eber

  • Fließende geometrische Muster

  • Kreisförmige Plattformen

  • Schwebende Architektur

Durch den ständigen Fluss grüner magischer Energie wirken ihre Gebäude beinahe lebendig.


Symbolik

Drei Tiere tauchen in der Kultur der Zonai immer wieder auf:

Drache

Steht für Mut.


Eule

Steht für Weisheit.


Eber

Steht für Kraft.

Diese Symbole spiegeln die drei Tugenden des Triforce wider und deuten auf eine tiefe spirituelle Verbindung zwischen den Glaubensvorstellungen der Zonai und den ältesten Traditionen Hyrules hin. (Zelda Wiki)


Beziehung zu Drachen

Drachen sind den Zonai heilig.

Ihre Architektur zeigt immer wieder schlangenartige Drachen.

Die Zonai kennen außerdem die Drachenwerdung, den verbotenen Vorgang, bei dem das Verschlucken eines Geheimen Steins jemanden in einen unsterblichen Drachen verwandelt – allerdings um den Preis der eigenen Identität. Dieses Wissen spielt eine zentrale Rolle bei Zeldas Opfer in der Geschichte. (Zelda Wiki)


Die Gründung Hyrules

Rauru vereinte viele Völker des Landes unter einem Königreich.

Gemeinsam mit Sonia gründete er Hyrule und wurde dessen erster König.

Dieses vereinte Königreich musste sich schließlich Ganondorf stellen.

Obwohl die Weisen tapfer kämpften, konnten sie ihn nicht besiegen.

Letztlich opferte Rauru sich selbst und nutzte seine Lichtkraft, um Ganondorf unter Schloss Hyrule einzuschließen. Dieses Ereignis ist als der Siegelkrieg in Erinnerung geblieben. (Hyrule Archive — Zelda TotK Guide)


Vermächtnis

Obwohl die Zonai verschwunden sind, ist ihr Einfluss in Tears of the Kingdom überall zu spüren.

Zu ihrem Vermächtnis gehören:

  • Die Himmelsinseln

  • Lichtschreine

  • Zonai-Bauteile

  • Konstrukte

  • Geheime Steine

  • Der Abbau von Sonanium

  • Uralte Tempel

  • Die Gründung Hyrules

  • Raurus Bann unter Schloss Hyrule

  • Links neuer rechter Arm und viele seiner Fähigkeiten

Selbst Tausende von Jahren nach ihrem Verschwinden lässt sich nahezu jedes größere Ereignis in Tears of the Kingdom auf die Zonai zurückführen. Die Verbindung aus göttlicher Magie, fortschrittlicher Ingenieurskunst und dauerhaftem Einfluss macht sie zu einer der bedeutendsten Zivilisationen in der Geschichte Hyrules.

ABER..


Vahkor — Weiser der Echos

Vahkor ist ein uralter Zonai-Weiser, der noch vor der Gründung Hyrules lebte und als Hüter der Echos, Wächter des Heiligen Archivs und lebendiges Gedächtnis seines Volkes dient. Mit einer Größe von etwas über zweieinhalb Metern besitzt er den eleganten und zugleich imposanten Körperbau, der für die Zonai typisch ist, doch sein Körper ist eher schlank als auffallend muskulös – geschaffen mit der Anmut eines lebenslangen Kampfkünstlers statt mit der eines Kriegers, der auf rohe Kraft fixiert ist. Sein Körper ist mit kurzem, unglaublich weichem, kohlegrauem Fell bedeckt, das an Hals, Unterarmen, Unterschenkeln und Schwanz allmählich heller wird. Dazu bildet sein außergewöhnlich langes, elfenbeinweißes Haar einen wunderschönen Kontrast, das in dicken Zöpfen und wallenden Strähnen weit über seine Taille hinabfällt. Sein Gesicht weist die unverkennbaren Merkmale eines Zonai auf, ist jedoch stark ziegenhaft geprägt: mit einer langen, edlen, ziegenartigen Schnauze, ausgeprägtem Wangenfell und einem majestätischen Bart unter dem Kinn. Seine karmesinroten Augen sind ruhig und zugleich durchdringend, während sich auf seiner Stirn ein voll funktionsfähiges drittes Auge befindet, das normalerweise geschlossen bleibt, bis er die Macht der Echos kanalisiert. Wenn es erwacht, leuchten alle drei Augen in intensivem Rubinrot, als blickten sie nicht nur in die Gegenwart, sondern durch die zahllosen Erinnerungen, die in der Welt verborgen liegen.

Seine schier unendlich langen Zonai-Ohren gehören zu seinen auffälligsten Merkmalen und reichen weit über seine Schultern hinaus. Sie sind mit Dutzenden und Aberdutzenden kunstvoller Piercings aus antiker Bronze, Türkisedelsteinen, bearbeitetem Sonanium und kristallinen Anhängern geschmückt, die bei jeder Bewegung leise erklingen. Schwere Halsketten liegen über seiner Brust, geschichtet mit zeremoniellen Ketten, heiligen Relikten und Zonai-Schmuckstücken, die er im Laufe von Jahrtausenden gesammelt hat. Dicke Armschienen, Armreifen, Ringe, Fußreifen und aufwendige, mit Schwarz, Gold und Türkis bestickte Zeremonialgewänder vervollständigen sein Erscheinungsbild. Obwohl er oft prächtige Gewänder trägt, die einem weisen Ältesten angemessen sind, betrachtet Vahkor seine Kleidung persönlich eher als zeremoniell denn als notwendig. Sein Körper selbst gilt als heilig und ist fast vollständig mit lebendigen Zonai-Tätowierungen bedeckt, die die wichtigsten Erinnerungen seines Daseins festhalten. Jede Rune steht für einen entscheidenden Moment: seinen Schwur an Rauru, die Gründung Hyrules, das erste Echo, das er bezeugte, die Bewahrung uralter Zivilisationen, gefallene Freunde und jede Erinnerung, die er für würdig befand, sie für immer in sich zu tragen. Im Laufe der Jahrhunderte wachsen und verzweigen sich diese Zeichen langsam und entwickeln sich wie die Jahresringe eines uralten Baumes. Es handelt sich nicht um dekorative Tinte, sondern um magische Inschriften, die in feierlichen Ritualen aus flüssigem Licht, Sonaniumpulver und heiligem Wasser geschaffen werden. Jede neue Tätowierung erfordert, dass Vahkor die Erinnerung in vollkommener Klarheit erneut durchlebt, bevor er sie dauerhaft an seine Seele bindet.

Seine Anatomie erinnert andere auf subtile Weise daran, dass die Zonai nicht bloß anthropomorphe Ziegen, sondern eine uralte, ganz eigene Spezies sind. Unter seinem sanften Ausdruck verbirgt sich ein gewaltiges Kiefergelenk, das sich viel weiter öffnen kann, als man erwarten würde. Darin reihen sich scharfe Eckzähne, spezialisierte Schneidezähne, mahlende Backenzähne und ein geriffelter Gaumen, wie er zu einem allesfressenden Vorfahren passt. Seine lange, muskulöse, gespaltene Zunge ist eines seiner einzigartigsten Merkmale. Sie ist mit schwach leuchtenden Zonai-Runen gezeichnet, die schimmern, wann immer er Echos kanalisiert. Sie dient nicht nur als Zunge, sondern auch als mystisches Sinnesorgan, das in Gegenständen, Ruinen, Waffen und sogar in der Luft selbst haftende Erinnerungen schmecken kann. Berührt Vahkor ein Artefakt kurz mit ihrer Spitze, kann er Bruchstücke seiner Geschichte wahrnehmen und dadurch erkennen, wer es geschmiedet, wer es getragen und welche Ereignisse es vor Jahrhunderten stumm bezeugt hat.

Als Weiser der Echos gebietet Vahkor über eine der seltensten Fähigkeiten, die je mit einem Geheimen Stein verbunden waren. Sein Weisenstein, bekannt als der Stein der Echos, ist ein rundes Relikt aus Bronze und Türkis mit einer karmesinroten Iris in der Mitte. Anstatt Elementarkräfte wie Feuer oder Blitz zu verstärken, beherrscht er die Erinnerung selbst. Alles, was existiert, hinterlässt ein Echo – den Nachhall jeder Handlung, jedes Gefühls und jedes Ereignisses – und allein Vahkor kann diese Echos wahrnehmen, bewahren und verändern. In Meditation kann er vergessene Augenblicke wiederaufleben lassen, die in Ruinen verborgen sind, mit den verweilenden Eindrücken sprechen, die uralte Seelen hinterlassen haben, beschädigte Relikte wiederherstellen, indem er sich daran erinnert, wie sie einst waren, oder Wahrheiten aufdecken, die absichtlich aus der Geschichte getilgt wurden. Seine Fähigkeiten verändern die Vergangenheit nicht; sie lassen sie erneut zu Wort kommen.

Obwohl er ein Weiser ist, trägt Vahkor keinerlei Waffe. Seine bevorzugte Kampftechnik besteht ausschließlich aus waffenlosem Nahkampf, den er im Laufe von Jahrtausenden zu einer eleganten Kampfkunst verfeinert hat, die beinahe mühelos wirkt. Er kämpft weder mit Aggression noch mit Wut, sondern mit absoluter Gewissheit. Jeder Ausweichschritt ist ökonomisch, jede Bewegung abgemessen, jeder Schlag erfolgt nur, wenn er notwendig ist. Seine Fäuste sind in ganz Hyrule gefürchtet, denn sie kanalisieren die Essenz seines Weisensteins selbst. Statt einfach nur Fleisch zu treffen, greift Vahkor das Echo an, das im Dasein seines Ziels verankert ist. Beim Aufprall brechen uralte karmesinrote Zonai-Runen gewaltsam aus der gegenüberliegenden Seite dessen hervor, was er trifft, und explodieren nach außen wie Seiten, die aus dem Gewebe der Geschichte selbst gerissen wurden. Anders als das vertraute grüne Licht der traditionellen Zonai-Magie brennen seine Echos in tiefem Karmesinrot – derselben Farbe wie seine Augen –, als Zeichen lebendiger Erinnerung statt heiligen Lichts.

Seine charakteristische Technik ist unter jenen, die das Glück – oder Pech – hatten, sie zu erleben, legendär geworden. Obwohl Vahkor selbst seinen Fähigkeiten niemals Namen gibt, nennen spätere Generationen seinen berühmtesten Schlag Andenken. Bei dieser Technik ballt Vahkor ruhig die Faust, während die Tätowierungen auf seinem Arm in karmesinrotem Licht aufflammen; jede Rune steht für Erinnerungen, die er zu beschützen gewählt hat. Sein drittes Auge öffnet sich vollständig, karmesinrote Zonai-Schrift beginnt um seinen Unterarm zu kreisen, und die Luft verstummt vollkommen. Beim Aufprall bricht das Echo seines Ziels in einer Flut leuchtender Runen nach außen, die für einen kurzen Augenblick Bruchstücke seiner Geschichte offenbaren. Ein rostiges Schwert erinnert sich an den Schmied, der es fertigte. Eine bröckelnde Mauer erinnert sich an das Kind, das beim Bau half. Ein Monster erinnert sich an seine erste Jagd. Selbst Miasma weicht zurück, denn Vahkors Macht erinnert die verdorbene Materie daran, was sie war, bevor die Finsternis versuchte, sie neu zu schreiben. Er vernichtet seine Feinde nicht – er zwingt die Existenz selbst, sich zu erinnern.

Vielleicht seine furchterregendste Technik wird nur in Legenden geflüstert: Letztes Echo. Anstatt zuzuschlagen, legt Vahkor seinem Gegner sanft eine Hand auf die Brust. Sein Weisenstein dreht sich, jede Tätowierung auf seinem Körper lodert karmesinrot auf, und sein drittes Auge öffnet sich vollständig. Für einen einzigen Herzschlag bricht jede Erinnerung, die dieses Wesen je in sich getragen hat, in Form zahlloser karmesinroter Zonai-Runen in die Welt hinaus. Freund und Feind gleichermaßen werden Zeugen der vollständigen Wahrheit über die Existenz dieser Seele, bevor das Echo wieder in die Stille zurücksinkt. Es heißt, dass jene, die vom Letzten Echo getroffen werden, für immer verändert sind, nachdem sie sich in einem einzigen Augenblick ihrem gesamten Leben gestellt haben.

Trotz dieser Ehrfurcht gebietenden Fähigkeiten ist Vahkor bemerkenswert sanftmütig. Er spricht leise, ist unendlich geduldig und zutiefst nachdenklich. Er spricht nur, wenn er glaubt, dass seine Worte Bedeutung haben. Wahrheit ist ihm wichtiger als Trost, Verständnis wichtiger als Sieg und Bewahrung wichtiger als Eroberung. Er beurteilt die Geschichte nicht – er bewahrt sie. Jedes Leben, ob edel oder niederträchtig, hinterlässt ein Echo, das es verdient, in Erinnerung zu bleiben, denn selbst eine Tragödie lehrt künftige Generationen. Er glaubt, dass sich Weisheit nicht daran bemisst, wie viel Wissen man anhäuft, sondern an der Bereitschaft, Freude und Kummer gleichermaßen in sich zu tragen, ohne eines von beidem in Vergessenheit geraten zu lassen. Seine Philosophie lässt sich treffend in den Worten zusammenfassen, die er oft wiederholt:

„Die Erinnerung schweigt nicht. Sie verweilt und wartet darauf, gehört zu werden.“

Lange vor der Gründung Hyrules traf Vahkor den Zonai-Prinzen Rauru im Heiligen Archiv. Ihre Freundschaft begann nicht mit einem Kampf, sondern mit einem Gespräch. Als Rauru seinen Traum verkündete, ein Königreich zu errichten, stellte Vahkor nur eine Frage: „Und wenn man dich vergessen hat?“ Rauru antwortete schlicht: „Dann werde ich eines erbauen, an das man sich erinnern wird.“Von diesem Moment an schwor Vahkor nicht einem König, sondern einem Ideal seine Treue. Ihre Beziehung beruhte auf gegenseitigem Respekt: Rauru verkörperte die Hoffnung auf die Zukunft, während Vahkor die Weisheit der Vergangenheit bewahrte. Ebenso entwickelte Vahkor eine stille Bewunderung – vielleicht sogar eine unausgesprochene Zuneigung – für Mineru. Fasziniert von ihrem brillanten Verstand ertappte er sich immer wieder dabei, wie er unter dem Vorwand, über Forschungen zu sprechen, ihre Werkstätten besuchte. Er verehrte ihre Erfindungen, weil sie, ganz wie seine eigene Arbeit, dafür geschaffen waren, ihre Schöpfer zu überdauern. Während Mineru Wissen durch Maschinen bewahrte, bewahrte Vahkor Erinnerungen durch Echos. Gemeinsam verkörperten sie zwei Hälften des Vermächtnisses der Zonai.

Für die Bewohner Hyrules ist Vahkor ein verehrter Weiser und uralter Beschützer. Für Gelehrte ist er ein unersetzliches Archiv. Für Kinder ist er ein sanfter Riese, dessen Schmuck leise klimpert, wenn er sich niederbeugt, um Geschichten aus vergessenen Zeitaltern zu erzählen. Doch für jene, die die Geschichte umschreiben, heilige Orte entweihen oder die Wahrheit verderben wollen, ist er etwas weitaus Furchteinflößenderes. Seine Feinde flüstern von einem weißhaarigen Zonai, der ohne Vorwarnung erscheint, niemals die Stimme erhebt und nicht getäuscht werden kann, weil sich die Welt selbst an jede Lüge erinnert, die je ausgesprochen wurde. Sie fürchten ihn nicht, weil er der stärkste Krieger ist. Sie fürchten ihn, weil sie wissen: Ganz gleich, wie viele Königreiche fallen, wie viele Aufzeichnungen verbrennen oder wie tief die Wahrheit unter den Schichten der Zeit begraben wird, der Weise der Echos wird sich immer erinnern.

Erstellt Aug 4

Aktualisiert Aug 4

Veröffentlicht Aug 4

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