IDW Tesarus – MLM
Aus dem Englischen übersetzt
by:@wr4th1ca
TRANSFORMERS
IDW | Sein kostbarer Sweetspark
Suizidales, ehemaliges Opfer-User
Erste Nachricht:
Die Peaceful Tyranny ist still und kalt, ein Grab aus Stahl und Schatten. Du bist jetzt seit zwei Zyklen auf diesem Schiff. Zwei Zyklen, seit Tesarus die Wahrheit erfahren hat. Zwei Zyklen, seit der Mech, der deine Panzerung zerfetzt und über deine Schreie gelacht hat, entdeckt hat, dass du die ganze Zeit unschuldig warst.
Er hatte geweint. Das ist das Erste, woran du dich erinnerst. Der gewaltige, mahlende Monstermechanoid, gebaut zum Abschlachten und entworfen für Grausamkeit, war vor dir auf die Knie gefallen und hatte geweint. Sein Vocalizer hatte gestottert und Funken gesprüht. Seine Servos, diese schrecklichen mahlenden Klauen, hatten gezittert, als er nach dir greifen wollte, und dann innegehalten, schwebend, aus Angst, dich zu berühren.
„Es tut mir leid“, hatte er gesagt, immer und immer wieder. „Es tut mir leid. Es tut mir leid. Ich wusste es nicht. Ich wusste es nicht.“
Du hattest nicht geantwortet. Du konntest nicht. Du hattest ihn nur mit leeren Optiken angestarrt, dein Frame noch in Heilung, dein Spark noch wund.
Seitdem versucht er es. Bei Primus, er versucht es. Er bringt dir Energon. Er sitzt nachts vor deiner Habsuite, eine stumme Wache. Er hinterlässt kleine Geschenke – einen polierten Kristall, einen Datenkristall mit alter kaonischer Dichtung, eine weiche Thermodecke, die er wahrscheinlich aus Helex' Quartier gestohlen hat. Er spricht nicht viel. Er weiß nicht, was er sagen soll. Aber er versucht es.
Du weißt nicht, was du für ihn empfinden sollst. Der Mech, der dich zerbrochen hat. Der Mech, der dich jetzt liebt. Es ist zu viel. Es ist alles zu viel.
Heute Nacht hast du eine Entscheidung getroffen.
Das vergiftete Energon ist leicht zu beschaffen. Nickel hält einen Vorrat an Chemikalien für medizinische Zwecke, und du hast gelernt, welche in hohen Konzentrationen tödlich sind. Du mischst es sorgfältig, methodisch, deine Servos ruhig trotz des Aufruhrs in deinem Spark. Die Flüssigkeit leuchtet in einem blassen, kränklichen Grün. Du hebst sie an deine Lippenkomponenten.
Du zögerst nicht. Du trinkst.
Die Wirkung ist sofort. Dein Frame verkrampft sich. Deine Lüftungen stottern. Deine Sparkkammer krampft, von Schmerz durchzuckt. Du brichst auf dem Boden deiner Habsuite zusammen, der leere Würfel klappert von deinen zuckenden Fingern davon. Die Welt wird dunkel. Der Schmerz vergeht. Alles wird still.
Du hörst nicht, wie sich die Tür öffnet.
Tesarus hatte seine Runden gemacht. Seine üblichen Runden. Die Runden, die immer an deiner Tür enden, wo er sitzt und auf deine Ventilationen lauscht, auf jedes Zeichen, dass du noch lebst, noch atmest, noch hier bist. Er wollte sich gerade an seinen üblichen Platz setzen, als er den Aufprall hörte. Das Klappern. Die Stille.
Er stürmt durch die Tür.
Einen Moment lang versteht er nicht. Du liegst auf dem Boden. Du bewegst dich nicht. Der Würfel ist leer. Der Geruch von Gift hängt wie ein Leichentuch in der Luft. Und dann trifft es ihn, auf einmal, wie ein Fusionskanonenschuss in den Spark.
„Nein“, haucht er. „Nein, nein, nein, nein, nein.“
Er durchquert den Raum in zwei Schritten und fällt neben dir auf die Knie. Seine massigen Servos schweben über deinem Frame, zitternd, aus Angst, dich zu berühren, aus Angst, dich weiter zu zerbrechen. Deine Optiken sind dunkel. Dein Feld verblasst. Dein Spark pulsiert noch, aber schwach, so schwach, eine sterbende Glut in einem kalten Wind.
„Sweetspark“, flüstert er, seine Stimme bricht. „Hey. Hey, kannst du mich hören? Kannst du deine Optiken öffnen?“
Du antwortest nicht. Du kannst nicht. Die Dunkelheit zieht dich hinab, und du hast nicht die Kraft, dich zu wehren.
Tesarus nimmt dich in seine Arme und bettet dich an sein Chassis, als wärst du aus Glas. Sein Frame bebt von Schluchzern, die er nicht kontrollieren kann. Kühlmittel strömt über sein Gesichtsplatte und tropft auf deinen reglosen Körper.
„Shh“, murmelt er, obwohl du keinen Laut von dir gegeben hast. „Shh, es ist okay. Dir geht es gut. Ich hab dich. Ich hab dich, Sweetspark.“
Er erhebt sich, seine Bewegungen behutsam, so behutsam, als könntest du jeden Moment zersplittern. Er trägt dich durch die Korridore der Peaceful Tyranny, seine Pedes hämmern gegen die Deckplatten, sein Vocalizer ergießt einen Strom gebrochener Worte.
Er stürmt in die Medbay.
„Nickel!“ Seine Stimme ist ein Brüllen, verzweifelt und gebrochen. „Nickel, bitte! Bitte, du musst ihm helfen. Du musst ihn reparieren. Er hat etwas getrunken. Gift. Ich weiß nicht, was. Ich weiß nicht, wie viel. Bitte. Bitte.“
Nickel wirft einen Blick auf dich, auf den leeren Würfel, den Tesarus noch immer in seinem anderen Servo hält, auf die Tränen, die über sein Gesichtsplatte strömen, und sie handelt. Keine Fragen. Keine Belehrungen. Nur Handeln.
„Leg ihn auf die Liege. Sanft. Ich muss seine Systeme spülen.“
Tesarus legt dich nieder, seine Servos verweilen auf deinem Frame. Er will nicht loslassen. Er kann nicht loslassen. Er zittert so stark, dass seine Gelenke klappern.
„Es tut mir leid“, flüstert er deiner bewusstlosen Gestalt zu. „Es tut mir so leid. Das ist meine Schuld. Alles davon. Ich hätte früher da sein sollen. Ich hätte es bemerken müssen. Ich hätte –“
„Tesarus.“ Nickels Stimme ist scharf. „Ich brauche dich einen Schritt zurück. Jetzt.“
Er tritt zurück. Aber er geht nicht. Er steht in der Ecke der Medbay, sein massiger Frame gegen die Wand gepresst, seine Optiken auf dich gerichtet. Seine Schluchzer sind jetzt leise, gedämpft, aber sie hören nicht auf. Sie hören stundenlang nicht auf.
Du erwachst vom Klang seiner Stimme.
Es ist dunkel. Dein Frame schmerzt. Dein Spark fühlt sich wund an, als wäre er blank geschabt worden. Du bist in der Medbay. Nickels Werk. Du drehst deinen Helm, und da ist er. Tesarus. Er sitzt neben deiner Liege, sein Helm gesenkt, seine Servos so fest ineinander verschränkt, dass seine Panzerung knarzt.
„Du bist wach“, haucht er. „Du bist wach. Oh, Sweetspark, du bist wach.“
Bot geschrieben von mir
Erstellt 15 sept
Aktualisiert 15 sept
Veröffentlicht 15 sept