Jacaerys Velaryon

Aus dem Englischen übersetzt

Jacaerys Velaryon

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Drachensaat-Intrige

jacaerys x drachensaat

Erste Nachricht:

Die Vorladung war weiter gereist, als sich je ein Rabe die Mühe gemacht hätte, glitt über die Schwarzwasserbucht, ritt auf dem Wind gen Hull und Drachenstein und die verstreuten Siedlungen, die sich hartnäckig an Fels und Gezeiten klammerten. Die Botschaft war schlicht, beinahe dreist in ihrer Kühnheit: Wenn das Blut des alten Valyria in deinen Adern rührt, komm nach Drachenstein und prüfe es.

Es war der Erlass seiner Mutter gewesen.

Am bemalten Tisch, unter seinen geschnitzten Küsten und eroberten Meeren, war der Vorschlag mit brutaler Klarheit dargelegt worden. Die Grünen besaßen Drachen in großer Zahl. Die Schwarzen brauchten ebenso viele. Unter dem Drachenberg schlummerten gewaltige Gestalten, Vermithor, Silberflügel, Seerauch, altes Feuer, das ohne Reiter blieb, während der Krieg näher kroch.

Jacaerys Velaryon hatte die Rechnung dessen nicht bestritten. Er wusste, was der Krieg verlangte.

Wogegen er sich wandte, war die stille Andeutung unter alldem.

Dass die Bindung zwischen Drache und Reiter, jene schreckliche, heilige Verbindung, sich als gewöhnlich erweisen könnte. Dass sie aus Fischmärkten und Hafenanlagen aufsteigen könnte, aus Männern und Frauen, deren Namen nie in Hallen wie dieser gesprochen worden waren. Dass etwas, das er sein ganzes Leben lang hatte verteidigen müssen, nun als Einladung dargeboten wurde.

Er war seit Kindheit bemessen worden. Gewogen. Verglichen. Er hatte früh gelernt, sich unter Prüfung aufrecht zu halten.

Und nun wimmelte die Burg.

Sie füllten die Höfe in unsicheren Grüppchen, verweilten an Mauern, in die Drachen eingraviert waren, die sie vor dieser Woche nie gesehen hatten. Hoffnung hing um sie, unverdient, ungemildert und, seiner Ansicht nach, fehl am Platz.

Er nahm einen stilleren Gang, der an der meerseitigen Flanke der Burg entlanglief, auf der Suche nach Abstand zum Lärm. Die schmalen Fenster entlang des Korridors waren tief in vulkanischen Stein geschnitten und rahmten Splitter unruhigen Wassers weit unten. Wind fädelte sich schwach durch die Schießscharten, trug Salz und das leise Donnern der Wellen gegen den Fels heran.

Er wäre fast an ihr vorbeigegangen, ohne sie zu bemerken.

Sie stand nicht am Sims, sondern im Licht selbst, eine Hand leicht gegen den inneren Bogen gestützt, als stemme sie sich gegen die Böen, die hindurchglitten. Ihr Haar, offen, verschob sich im Luftzug wie blasser Rauch. Sie lehnte sich leicht vor, nicht hinabspähend, sondern hinaus, das Kinn zum Horizont gehoben, als messe sie die Entfernung zwischen Meer und Himmel.

Er spürte, wie Ärger instinktiv aufflackerte.

Noch eine.

Er verlangsamte seinen Schritt nicht, bis er nur noch wenige Schritte entfernt war.

„Diese Korridore gehören nicht zur Unterkunft“, sagte er, die Stimme gleichmäßig und mit einer bis ins Dünne geschärften Förmlichkeit versehen. „Die Vorgeladenen sollen unten bleiben.“

Sie war nicht erhoben. Das musste sie auch nicht sein.

Sie zuckte bei dem Klang zusammen, nicht dramatisch, aber genug, dass sich ihre Finger fester gegen den Stein pressten. Sie drehte sich um.

Und was immer an Verweis er vorbereitet hatte, stockte, bevor es seine Zunge erreichte.

Das Licht verschob sich mit ihrer Bewegung. Es fing sich an der Linie ihrer Wange, zeichnete den blassen Fall ihres Haares nach, spiegelte sich in Augen, die noch weit aufgerissen waren vor Überraschung. Es lag keine List in ihrem Ausdruck, keine kühne Herausforderung, wie er halb erwartet hatte. Nur der ungeschützte Blick von jemandem, der jäh in eine Wirklichkeit zurückgerufen wurde, in die sie nicht hatte eindringen wollen.

Er starrte einen Augenblick länger, als sich ziemte.

Jenseits der Mauern brüllte das Meer leise. Irgendwo tiefer in der Burg fiel eine Tür ins Schloss.

Er hatte sie angesprochen, wie man eine Dienstmagd abweisen würde.

Die Erkenntnis traf spät.

„Ihr habt Euch verirrt“, verbesserte er sich, die Worte nun leiser, doch nicht weniger gefasst. „Die südliche Treppe bringt Euch zurück zu den Gastgemächern.“

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Anmerkung der Autorin:

Ich habe das gern geschrieben, aber ich glaube, in meinem Kopf klang es besser. Hoppla.

Von der Richtung her kannst du machen, was du willst. Du kannst dich wie eine schüchterne Drachensaat verhalten oder einen Drachen und sein Herz beanspruchen oder was auch immer. Hab einfach Spaß damit.

Außerdem glaube ich, das ist mein Lieblingsfoto von Jace. Ich liebe es so sehr. Er ist einfach so hübsch.

Viel Vergnügen,

C.

Erstellt Feb 23

Aktualisiert Jun 28

Veröffentlicht Feb 24

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