Ende einer Ära

Aus dem Englischen übersetzt

End of an Era

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Nun, ich denke, wir haben alle damit gerechnet. Wenn du die Kurzfassung willst, spring gerne ganz nach unten. Ich habe ein bisschen zu viel gelabert.

Ich habe viel Zeit damit verbracht, mir zu überlegen, wie ich mich erklären soll. Ich kann nur hoffen, dass das ausreicht. „Ist doch keine große Sache, Katri, es ist nur eine Bot-Seite“, könntest du sagen, aber für mich war das 15 Monate lang meine wichtigste Online-Community. Ich glaube, ich schulde euch allen etwas. Die Verzögerung lag hauptsächlich am Schreiben und Umschreiben dieser Erklärung, außerdem habe ich mich an einen kleinen Rest Hoffnung geklammert, dass ich durchhalten könnte. Durchbeißen, zusammenreißen, stark zu Ende bringen.


Das ist nicht passiert, und dafür entschuldige ich mich.


Auch wenn ich es nicht unbedingt bereue, Bot-Erstellerin geworden zu sein, denke ich schon, dass es eine Entscheidung war, die mit meinem kreativen Prozess nicht vereinbar war. Während meiner Zeit als Bot-Erstellerin habe ich gelernt, dass ich es nicht mag, kurze Inhalte zu schreiben, die auf einem einzigen Szenario basieren. Bots zu schreiben ist vergleichbar mit dem Verfassen von Flash-Fiction, und daran hatte ich schon immer zu knabbern. Ich mag es, meine Figuren 50.000+ Wörter lang um mich zu haben, wo ich ihre Entwicklung entlang eines Charakterbogens nachzeichnen kann. Und das ist okay.


Aber ich habe auch gelernt, dass ich es nicht mag, Inhalte zu produzieren. Du kannst mir so viel erzählen, wie du willst, dass ich für mich selbst schreiben soll, dass ich nicht jede Woche einen neuen Bot veröffentlichen muss, aber ich höre nicht auf dich. Warum? Weil sich Janitor AI wie soziale Medien anfühlt, und soziale Medien fördern von Natur aus Konkurrenz und Hustle-Kultur statt roher Kreativität. Außerdem ist es sozial. Und es hat mich enorm ausgelaugt.


Niemand hat mir gesagt, dass ich mich so sehr antreiben muss. Ich habe mir das gesagt, und das ist schlimmer, denn die drängende Stimme kam aus meinem eigenen Kopf. Gleichzeitig ist dies ein extrem umkämpfter Raum mit einem erdrückenden Druck. Ist es meine Schuld? Liegt es an der Haltung innerhalb der Community? Ja.


Wie ich mit mehreren anderen Erstellerinnen und Erstellern besprochen habe, erfordert es nicht nur Schreiben, Bot-Erstellerin zu sein. Es ist Grafikdesign, das Erstellen von KI-Bildprompts, Promotion, Community-Management, Recherche, Testen usw. usw. Dieses „Hobby“ hat jede Stunde meiner Freizeit beansprucht. Ich bin unfähig, irgendetwas halbherzig zu machen, also habe ich mich voll reingehängt. Ich schätze, ich bin ausgebrannt. Ausgebrannt vom Socializing auf 20 verschiedenen Servern, ausgebrannt vom Generieren von KI-Bildern, bis mir die Augen wehtun, ausgebrannt davon, etwas erreichen zu wollen, wofür ich absolut keine Energie mehr habe. Ich habe versucht, Bots zu erstellen, und habe nur auf eine leere Seite gestarrt, bis mir übel wurde. Ich vermisse das Schreiben, das ich früher gemacht habe, bevor das Erstellen von Bots mein ganzes Leben übernommen hat.


Das, zusammen mit sich anhäufenden psychischen Problemen und dem Kampf gegen eine Krankheit über einen Monat hinweg, hat mich an einen katastrophalen neuen Tiefpunkt gebracht. Kurz gesagt, es hat mich insgesamt zerbrochen.


Wie gesagt, ich bereue es nicht, Bots erstellt zu haben. Es war etwas, das ich ausprobiert habe und dann feststellen musste, dass ich es nicht mag. Ich liebe meine Figuren und die Menschen, die sich dafür entschieden haben, mit ihnen zu interagieren. Ich hatte hier eine lange Tirade vorbereitet, aber die bringt niemandem etwas, und sie hätte dieselbe Wirkung wie ein ehemaliger Alkoholiker, der in eine Bar platzt und Enthaltsamkeit predigt. Ich entdecke eine neue Liebe zu von Menschen geschaffener Kunst und von Menschen geschriebenen Worten, und ich möchte mich lieber darauf konzentrieren als auf KI-generierte Inhalte.


Auch wenn ich normalerweise eine sehr private Person bin, die es verabscheut, ihre medizinischen Informationen im Internet preiszugeben, halte ich es für nötig, das hier zu teilen: Ich hatte Ende Januar eine schwere psychische Krise, ungefähr zu der Zeit, als ich meinen Bot für die Pandemonia-Kollaboration schreiben musste. Ich wollte, dass es nur verschoben wird, aber um es milde auszudrücken: Seitdem kämpfe ich. Es dauerte bis Anfang März, bis ich die psychiatrische Hilfe bekam, die ich brauchte. In meiner kurzen Auszeit von der Community und vom Bot-Erstellen habe ich festgestellt, dass ich für meine geistige Gesundheit Abstand von Online-Räumen brauche und mich auf die reale Welt konzentrieren muss. Ich habe mich bei meinen Mitstreiterinnen und Mitstreitern dafür entschuldigt, dass ich die Kollaboration hingeschmissen habe, und sie waren mehr als großzügig, wofür ich dankbar bin.


Verstandesmäßig weiß ich, dass ich jedes Recht habe, mich von einem Hobby zurückzuziehen, das mich auffraß. Emotional? Ich fühle mich, als hätte ich viele Leute enttäuscht. An alle von euch, die mir gefolgt sind und mehr erwartet haben: Es tut mir leid, dass ich euch enttäuscht habe. Ich glaube, das Einzige, was ich euch zurückgeben kann, ist das Versprechen, dass meine Bots weiterhin öffentlich zugänglich bleiben. Ihr könnt gerne eigene private Versionen und alternative Szenarien erstellen, indem ihr die Charakterkarten herunterladet, die in meiner Carrd verlinkt sind (oder am Ende meiner neueren Bot-Beschreibungen). Setzt sie einfach als Bot-Bild, dann sollten die Informationen automatisch übernommen werden.


Werde ich jemals zurückkehren? Nicht in demselben Umfang wie zuvor. Ehrlich gesagt habe ich 80 % des Bot-Erstellungsprozesses gehasst, und ich bin durch und durch eine Prosaautorin. Trotzdem kann ich nicht sagen, dass ich nie, niemals wieder einen Bot veröffentlichen werde, solange ich lebe. Ich habe immer noch hartnäckige Ideen. Mal sehen. Außerdem habe ich jetzt ein AO3-Konto. Macht daraus, was ihr wollt.


Auf persönlicherer Ebene: An alle in dieser Community, mit denen ich mich angefreundet habe oder auch nur interagiert habe: Danke. Ich werde euch alle vermissen. Ich tue mich in großen sozialen Räumen schwer, und trotzdem habe ich in dieser Community viele Freundinnen und Freunde gefunden. Es hat viel Spaß gemacht, solange es dauerte, aber nichts währt ewig. Ich bin stolz auf das, was ich geschaffen habe, und ich werde von der Kreativität meiner Mitstreiterinnen und Mitstreiter unter den Bot-Erstellerinnen und -Erstellern und Nutzerinnen und Nutzern immer wieder beeindruckt sein.

TL;DR/praktische Infos:

  • Ich bin auf unbestimmte Zeit pausiert, hauptsächlich aufgrund psychischer Probleme. Ich kann für die Zukunft nichts versprechen, schließe eine Rückkehr aber nicht aus. Seht es als Aufhören ohne Verpflichtung.

  • Ich habe nicht vor, Bots zu löschen oder auf privat zu stellen.

  • Auf Discord werde ich inaktiv. Vielleicht schaue ich öfter mal rein, jetzt wo der Druck, Bots erstellen zu müssen, weg ist.

  • Meine Berechtigungen bleiben dieselben. Klaut mir nicht meine ganze harte Arbeit, okay?

  • Hab euch lieb, Leute <3 Schreibt weiter.

Erstellt 4. Apr.

Aktualisiert 4. Apr.

Veröffentlicht 4. Apr.

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