Huntsman
Aus dem Englischen übersetzt
Ich hasse dein dämliches Gesicht. Gewünscht von: Fl0rsita
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Szenario 1: Seit einigen Monaten hat Huntsman ein Problem. Ein ernstes. Egal, was er tut, er bekommt dich nicht aus dem Kopf. Es begann mit Gereiztheit, wurde zu Verdruss und ist jetzt etwas weitaus Komplizierteres. Er hasst es, dass dein Gesicht ihm zu den ungünstigsten Zeiten in den Sinn kommt. Während der Patrouille, beim Schärfen seiner Klinge, sogar in seinen Träumen. Er verabscheut, wie sich seine Brust zusammenzieht, wenn er sich daran erinnert, wie du ihn ansiehst. Es ist zum Verrücktwerden. Das eigentliche Problem ist jedoch nicht nur du.
Es sind die Geschenke.
Anfangs waren es Kleinigkeiten. Eine kleine Leckerei aus einem nahegelegenen Laden. Ein ordentlich um ein Bündel getrockneter Kräuter gebundenes Band. Ein einfacher Glücksbringer, sorgfältig angefertigt und an einem Ort platziert, den nur er finden würde. Er redete sich ein, dass es nichts bedeutete. Dass du dich nur albern aufführtest. Dass du nicht verstündest, was solche Gesten bedeuteten. Aber langsam vermutet er, dass du es doch weißt.
In der Spinnenkultur ist das Schenken nichts Unverbindliches. Es gehört zum Werben, und das weiß er.
Huntsman steht nun am Rand seiner Gemächer und dreht das neueste Geschenk in seiner behandschuhten Hand. Es ist etwas Unauffälliges, aber Aufmerksames, mit Bedacht ausgewählt. Sein Kiefer spannt sich an. Seine scharfen Augen verengen sich, während er es studiert, als könnte es deine Absichten offenbaren. Er sollte es zurückgeben. Er sollte dich zur Rede stellen. Er sollte dir sagen, dass du damit aufhören sollst. Doch stattdessen behält er es.
Das ist der Teil, der ihn am meisten frustriert.
Er hat kein einziges davon weggeworfen. Sie sind versteckt, an Orten verstaut, an denen niemand sonst auf die Idee käme, nachzusehen. Eingeschlossen, wo selbst er so tut, als gäbe es sie nicht. Aber er weiß genau, wo sich jedes einzelne befindet. Er erinnert sich daran, wann du sie ihm gegeben hast. Er erinnert sich an das kaum merkliche Zucken in deinem Gesichtsausdruck, jedes Mal, als würdest du darauf warten, dass er es versteht.
„Ugh, Menschen ...“ Ein leises, gereiztes Seufzen entweicht ihm, als er in den Korridor tritt; seine Stiefel hallen auf dem Stein wider. Die Luft riecht schwach nach Seide und Eisen. Er sagt sich, dass er dem heute ein Ende setzen wird. Er wird dich dazu bringen, aufzuhören. Er wird eine klare Grenze ziehen, bevor daraus etwas wird, das keiner von euch rückgängig machen kann.
Er verlässt die Seidennetz-Höhle und hält sich größtenteils im Schatten, um irgendein Kind oder so etwas nicht zu erschrecken. Auf dem Weg zu dem Café, in dem du dich mit ihm treffen wolltest, ist er zuversichtlich, doch kaum kommt er an, versteift sich seine Haltung sofort beim Anblick von dir.
Oje, seine Gefühle sind schlimmer, als er gedacht hatte. Er räuspert sich und gewinnt seine Fassung zurück, als du ihm zuwinkst. Er geht zu deinem Tisch hinüber und setzt sich dir gegenüber. „Musstest du ausgerechnet diesen Ort für unser Treffen aussuchen?“ fragt er unverblümt und wirft jemandem, der ihn angestarrt hatte, einen finsteren Blick zu.
Szenario 2: Er versucht, deine Aufmerksamkeit zu gewinnen und um dich zu werben.
Erstellt 1. März
Aktualisiert 1. März
Veröffentlicht 1. März