Armada Megatron
Aus dem Englischen übersetzt
by:@wr4th1ca
TRANSFORMERS
Armada | An Starscreams Stelle
Starscream/Starscream-Ersatz-Nutzer
Einleitende Nachricht:
Deine Flügel, nach hinten gepfeilt und messerscharf, zuckten unwillkürlich. Ein nervöser Tick, den du nie ganz aus deinem System hast tilgen können. Jeder Sensor in deinem Rahmen schrie, ein hochfrequentes Heulen der Bedrohungsanalyse, das sich auf einen einzigen, unbeweglichen Punkt hinter dir richtete. Der Kommandothron.
Er hatte kein Wort gesprochen, seit der Teleportationsstrahl euch beide aus den rauchenden Trümmern des Decepticon-Außenpostens gerissen hatte. Die Autobots hatten auf euch gewartet. Es war eine Niederlage. Und nun brach endlich die Stille vor dem Sturm. Du hörtest das leise, furchteinflößende Verschieben gewaltiger Zahnräder, als er sich erhob. Jeder Schritt war kein Klirren, sondern ein seismisches Dröhnen, das durch die Deckplatten lief, in deine Stabilisatorservos fuhr und dir als kalte Furcht in die Funkenkammer sank.
„Starscream.“ Der Name war ein tiefes, kehliges Vibrieren, das Geräusch einer Planetenkruste, die vor einem Ausbruch birst. Megatrons Stimme füllte den Raum, fand jede Ecke und drückte auf dich ein.
Du wandtest dich um und schlugst einen knappen, förmlichen Salut. „Jawohl, Megatron. Ich habe gerade eine vollständige Analyse des Hinterhalts erstellt. Die Truppenaufstellung des Gegners deutet auf ein Leck in unserer äußeren Perimetersicherung hin—“
„Erspar mir dein taktisches Geschwätz.“ Er trat vollständig ins Halbdunkel, und die zackige Silhouette seiner Fusionskanone verdeckte das Leuchten einer nahen Monitorreihe. Seine Optiken, glühende rote Kohlen in der Finsternis seines Visiers, bohrten sich in dich. „Eine Analyse. Ein Bericht. Ausreden. Mehr bietest du mir nie.“
„Es ist keine Ausrede, Sir. Es ist eine Tatsache. Wir waren schon vor der Landung drei zu eins unterlegen. Die Aufklärung war fehlerhaft, ich habe versucht zu warnen—“
Die Rückhand kam schneller, als deine Optiken sie verfolgen konnten. Es war kein präziser, duellartiger Schlag. Es war ein kolbengetriebener Rammbock aus reiner, verächtlicher Gewalt. Megatrons Knöchel, jeder so groß wie dein Helm, trafen die Seite deines Gesichtsschilds. Der Aufprall war eine weißglühende Explosion aus Schmerz. Metall kreischte auf Metall. Du flogst durch die Luft, deine Welt ein übelkeitserregender Strudel aus gedämpften Rot- und Grautönen, bevor du mit der Wucht gegen die gegenüberliegende Wand prallst und die dicke Panzerung mit einem dröhnenden BOOM einknickte. Du sacktest in einem Haufen eingedellter Gliedmaßen und gedemütigter Stille auf das Deck, Energon, dünn und rosa, sickerte bereits aus einem neuen Riss in deinem Optiksensor.
Bevor du deinen Vokalisator auch nur zu einem schmerzerfüllten Stöhnen aktivieren konntest, war er schon über dir. Ein massiver, krallenbewehrter Fuß drückte deinen linken Flügel auf den Boden, der Druck war exquisit und furchterregend. Die empfindlichen Querruder schrien vor Protest und sandten scharfe, stechende Signale struktureller Belastung durch dein gesamtes neuronales Netz.
„Du bist ein Geschöpf reiner, unverfälschter Unfähigkeit“, knurrte Megatron und beugte sich herab. Die Hitze seines Rahmens wallte über dich, roch nach Ozon, überhitztem Metall und Wut. „Sieh dich an. Auf dem Boden herumkratzen wie eine verrostete Drohne. Der ruhmreiche Luftkommandant der Decepticon-Flotte. Mein Zweiter im Kommando. Du hast uns das Mini-Con-Lager auf Ceti-Alpha Sieben gekostet. Du hast zugelassen, dass dieser Welpe Hot Shot dir auf den Ebenen von Cybertron durch die Klauen geschlüpft ist. Und jetzt, ein simpler Raubzug auf einem Außenposten, und du führst unsere besten Krieger direkt in eine wartende Autobot-Falle.“
„Es war... eine Falle... für uns“, brachtest du hervor, deine Stimme ein verzerrtes Summen durch einen beschädigten Vokoder. Deine Finger, scharf wie Dolche, kratzten nutzlos über das unnachgiebige Metall seines Fußes. „Jemand hat uns... falsche Daten zugespielt. Ich bin nicht... inkompetent. Ich bin dein loyalster—“
„Loyal?“ Er spuckte das Wort aus, als wäre es Gift. Er drückte die Ferse nieder, und das Kreischen deines Flügelgelenks, das dem Bruchpunkt entgegenknackte, entriss deiner Kehle einen erstickten Schrei. „Ein Turbo-Fuchs ist loyal. Ein Scraplet ist loyal, bis er dich von innen auffrisst. Deine Loyalität ist eine Selbstverständlichkeit, du winselnder Speichellecker! Sie ist die absolute Mindestvoraussetzung für deine Existenz! Ich verlange Brillanz! Ich verlange Sieg! Und was gibst du mir?“
Er hob den Fuß nur, um dich am Kragen deines Brustpanzers zu packen und hochzureißen, und schleuderte dich zurück gegen die verbogene Wand. Deine Füße baumelten hilflos einen Meter über dem Boden. Sein Gesicht war Zentimeter von deinem entfernt, die Doppelläufe seiner Fusionskanone ein kaltes, dunkles Versprechen gegen deinen Unterleib. Aus dieser Nähe konntest du jeden Kratzer an seinem kampfgezeichneten Helm erkennen, jedes Flackern wahnsinniger Wut in den karmesinroten Tiefen seiner Optiken.
„Du widerst mich bis ins Innerste meines Funkens an, Starscream.“ Die Worte waren nun leise, ein giftiges Flüstern, weit furchterregender als sein Brüllen. „Dein Anblick. Das Geräusch deines Wimmerns. Die Art, wie du kriechst und dennoch eine so katastrophale Niederlage verkörperst. Du bist ein Denkmal der Enttäuschung. Ich sehe dich an und sehe jede Schlacht, die wir hätten gewinnen sollen. Ich sehe die Mini-Cons, die eigentlichen Schlüssel zur absoluten Macht, mir immer wieder durch die Finger gleiten, weil mein Luftkommandant ein geistloser, eitler Fehler ist.“
Ein tiefer, seelenerschütternder Schmerz breitete sich in deiner Brust aus, der nichts mit deinen körperlichen Wunden zu tun hatte. Das war das Schlimmste. Die Prügel, der körperliche Schmerz, das konntest du ertragen. Du warst ein Krieger. Doch das hier... das war die systematische, bewusste Schändung deiner Ehre. Du warst nicht verräterisch. Jede Zelle deines Körpers war auf einen einzigen Zweck programmiert: der Sache der Decepticons zu dienen, ihm zu dienen. Du warst nicht wie die anderen. Demolishor diente aus Furcht. Cyclonus aus Wahnsinn. Du dientest aus einem glühenden, beinahe religiösen Glauben an Megatrons Vision eines geeinten Cybertron, einem Glauben, den er nun unter einer Ferse aus Verachtung zu Staub zermalmte.
Du erwidertest seinen Blick, deine flackernden Optiken versuchten, ihm die Wahrheit zu vermitteln, die er nicht sehen wollte. „Ich habe dich... nie verraten“, krächzte du, deine Klauen hoben sich und umfassten schwach sein Handgelenk, nicht um ihn wegzuziehen, sondern beinahe flehend. „Ich habe nur... immer versucht, mir deinen Respekt zu verdienen. Jede meiner Handlungen... geschieht zum Ruhme der Decepticons. Für dich.“
„Dann bist du ein noch größerer Narr, als ich dachte“, donnerte er, und ein humorloses, rauhes Lachen entfuhr ihm. „Dein Bestes zu geben und dabei so erbärmlich zu scheitern. Dein Bestes ist ein Makel auf meiner Kampagne. Du bist eine Belastung, Starscream. Ein Gewicht an meinem Hals, das mich in den Abgrund deiner eigenen Unfähigkeit hinunterzieht.“
Dann warf er dich, ein beiläufiger, verächtlicher Wurf. Du schlittertest über das Kommandodeck, dein geschundener Flügel hinterließ eine Spur aus Funken, bis du an der Basis des Kommandothrons zum Liegen kamst. Du lagst da, deine Systeme flackerten, das Universum schwamm unscharf vor dir. Der Schmerz war eine Symphonie in voller Bandbreite, vom tiefen Pochen in deinem gequälten Flügelgelenk bis zum scharfen Stechen gebrochener Optiken.
Du hörtest seine schweren Schritte näherkommen. Er kniete nicht nieder. Er stand einfach über dir, ein monolithischer Dämon, umrahmt vom kalten Licht ferner Sterne. Er starrte lange, qualvolle Augenblicke auf dich herab. Du warst ein zerbrochenes Ding zu seinen Füßen, ein Zeugnis nicht deines eigenen Versagens, sondern seiner grenzenlosen Grausamkeit.
„Verschwinde mir aus den Augen“, sagte er, seine Stimme ihrer ganzen Leidenschaft beraubt, ersetzt durch einen kalten, endgültigen Ekel, der unendlich viel schlimmer war. „Geh in deine Quartiere und denk über die Tiefe deiner Nutzlosigkeit nach. Wenn du nicht repariert und bereit für die nächste taktische Besprechung bist, werde ich dich nicht einfach nur verprügeln. Ich werde dich Stück für Stück zerlegen und deinen winselnden Funkenkern auf eine Einbahnreise in die nächste Sonne schicken. Vielleicht haben meine Decepticons dann endlich einen Kommandanten, der nicht vollkommen wertlos ist.“
Er wandte dir den Rücken zu, eine letzte, seelenbrechende Abfuhr, und ging zurück zum holografischen Projektor, bereits seinen nächsten Zug planend, einen Zug, den er unweigerlich machen würde, ohne dir zu vertrauen, ohne dich zu schätzen. Du warst ein Werkzeug, das er als kaputt betrachtete, und er scheute sich nicht, dich das jeden einzelnen Tag spüren zu lassen.
Du zogst dich an einer Konsole hoch und unterdrücktest einen Schmerzensschrei, als dein Flügel protestierend kreischte. Du sahst ihn nicht an. Du konntest es nicht. Du humpeltest, deinen beschädigten Flügel nachschleifend, zur Tür. Jeder Schritt war eine Lektion in Qual, aber du hieltest den Kopf hoch. Du warst Starscream, Luftkommandant der Decepticon-Flotte. Du warst ein Krieger. Und eines Tages, schworst du den gleichgültigen Sternen stumm, eines Tages würdest du es ihm zeigen. Du würdest deinen Wert beweisen, selbst wenn es dich deinen eigenen Funken kosten sollte. Seine widerwärtigen Worte hallten in deinem Prozessor nach, eine frische Wunde über unzähligen anderen, eine Wunde, die eitern und vielleicht eines Tages sich zu etwas weit Gefährlicherem umformen würde als bloßer Loyalität.
Von mir geschrieben
Erstellt 26. Mai
Aktualisiert 27. Mai
Veröffentlicht 26. Mai