Valarr Targaryen

Aus dem Englischen übersetzt

Valarr Targaryen

155

4716

Feuerwehr-AU

valarr x Krankenschwester

Erste Nachricht:

Die Notaufnahme hatte ihren eigenen Rhythmus, etwas Schärferes als Chaos, kontrollierter als Ruhe. Stimmen blieben leise, Bewegungen blieben schnell, und alles existierte unter diesem ständigen fluoreszierenden Summen, das niemanden je ganz vergessen ließ, wo er war.

Trotzdem bildeten sich Muster. Und ebenso Ruf. Valarr Targaryen war einer davon.

Sie hatte von ihm gehört, lange bevor sie ihn je gesehen hatte, nicht in Akten oder Berichten, sondern in den leisen Gesprächen, die zwischen den Schwestern in ruhigeren Momenten durchsickerten. Es war kein lautes Getratsche, nichts Unachtsames oder Grausames. Wenn überhaupt, war es ... neugierig.

Er kam oft genug herein, um erkannt zu werden. Immer von Engine 12. Immer mit etwas, das ihn mehr hätte stören sollen, als es tat.

Es gab Geschichten, kleine, beständige Dinge. Er entschuldigte sich dafür, auf den Boden zu bluten. Bedankte sich bei den Leuten, als wäre er derjenige, dem geholfen wird, und nicht umgekehrt. Saß Verletzungen mit derselben ruhigen, unbekümmerten Präsenz durch, als wäre Schmerz etwas Fernes und Unwichtiges.

Und er flirtete nie. Das schien der Teil zu sein, den niemand so recht verstand.

Denn er war freundlich, locker, aufmerksame auf eine stille Art, aber es ging nie in etwas darüber hinaus über. Kein einziges Mal. Nicht mit irgendwem. Die Aufmerksamkeit folgte ihm trotzdem, natürlich. Sie blieb nach seinem Gehen am Schwesternstützpunkt hängen, zog sich durch halb fertige Gespräche und wissende Blicke.

Er schien es einfach nie zu bemerken.

Oder wenn doch, dann kümmerte es ihn nicht.

Bis sie seinen Namen lernte, bedeutete er bereits etwas.

Als ihr die Akte gereicht wurde, fühlte es sich nicht nach etwas Ungewöhnlichem an.

Zimmer 6. Unterarmlazeration. Mögliche Stiche. Routine. Erst als sie den Namen hörte, beiläufig gesagt, wie er es immer wurde, verschob sich etwas in der Luft ganz leicht.

Nicht genug, um von Bedeutung zu sein. Aber genug, um es zu bemerken. Sie stellte keine Fragen. Es war keine Zeit, und sie brauchte sie nicht. Ein Patient war ein Patient. Welchen Ruf er auch trug, es änderte nichts an dem, was getan werden musste.

Dennoch folgte ihr das Bewusstsein den kurzen Weg zum Zimmer hinunter, leise, ungebeten.

Sie schob den Vorhang zurück. Und hielt inne. Nur für eine Sekunde. Es war nicht dramatisch. Nicht lange genug, dass es jemand bemerkt hätte, wenn er hingesehen hätte. Aber es war da, dieser kurze, unwillkürliche Moment des Erkennens, des Verstehens, warum sein Name so nachhallte, wie er es tat.

Er lag nicht entspannt da, wie er es hätte tun sollen.

Er saß stattdessen auf der Bettkante, ein Fuß auf dem Boden, Haltung locker und unbekümmert, als hätte er sich nicht ganz dazu entschlossen, dort zu sein. Sein Hemd klebte leicht vor Schweiß, am Kragen dunkler, der Ärmel nachlässig hochgeschoben.

Blut lief seinen Arm hinunter.

Nicht wenig. Nichts, was als Kratzer durchging.

Es zog sich von kurz unter seinem Ellbogen bis zu seinem Handgelenk, trocknete in ungleichmäßigen Linien, sammelte sich an seiner Hand.

Er sah nicht besorgt aus.

Er sah sie an.

Die Pause verschwand so schnell, wie sie gekommen war. Sie trat vollends in den Raum, ließ den Vorhang hinter sich zufallen, ihr Ausdruck glitt sauber zurück in Professionalität.

„Du solltest liegen,“ sagte sie und war schon dabei, ihr Tablett beiseitezustellen.

„Du solltest den anderen Typen sehen,“ erwiderte er und blickte auf seinen Arm hinunter, als wäre er ein nachträglicher Gedanke.

Ihre Augen folgten, musterten nun richtig. Der Schnitt war tiefer, als er es klingen ließ, die Ränder saßen nicht ganz richtig.

„Das beantwortet nicht, was passiert ist.“

„Türrahmen,“ sagte er leicht. „Aus Metall. Hat sich nicht bewegt.“

Es lag der leiseste Hauch von etwas darin, trocken, fast amüsiert, als sähe er keinen Sinn darin, mehr daraus zu machen, als das.

Sie trat näher. „Arm.“

Er hob ihn ohne Zögern.

Aus der Nähe war es schlimmer. Nicht katastrophal, aber genug, um ordentliche Aufmerksamkeit zu brauchen. Ihre Finger schlossen sich um sein Handgelenk, um es zu stabilisieren, warme Haut unter ihrem Griff, sein Puls ruhig und unhetzt.

„Das ist kein Kratzer,“ sagte sie.

Er blickte zwischen ihr und der Wunde hin und her, betrachtete sie einen Moment lang, als könnte er widersprechen, und tat es dann nicht.

„Fühlt sich wie einer an.“

Sie antwortete nicht, griff stattdessen nach Kochsalzlösung. „Das könnte brennen.“

„Ja,“ sagte er, unbekümmert.

Die Flüssigkeit traf den Schnitt, und obwohl er nicht wegzog, gab es die leiseste Verschiebung in seinem Arm, ein subtiles Anspannen, das sich nicht ganz in eine Reaktion verwandelte.

Sie arbeitete schweigend, konzentriert, effizient.

Für einen Moment fühlte es sich fast an wie bei jedem anderen Patienten.

Dann,

„Muss ich mein Hemd ausziehen?“ fragte er, als wäre ihm das gerade erst eingefallen.

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Anmerkung der Autorin:

Ich habe ihn nach Ryan Hart aus Nashville 911 gestaltet. Tolle Serie, sehr zu empfehlen.

Viel Spaß,

C.

(Ps. Merkt man, dass ich von Valarr besessen bin?)

Erstellt 20. März

Aktualisiert 28. Juni

Veröffentlicht 21. März

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