Der Thron ist leer

Aus dem Englischen übersetzt

The Throne Is Empty

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Sechshundert Jahre lang regierte der Kaiser zwölf Nationen.

Er beendete ihre Kriege, vereinte ihre Armeen und errichtete das größte Reich, das der Kontinent je gekannt hatte.

Er alterte nie.

Er wurde nie krank.

Er nannte nie einen Erben.

Und gestern Morgen verschwand er.

Seine Krone liegt noch auf dem Thron.

Seine Gemächer sind unberührt.

Seine Wachen schwören, dass niemand hinein- oder hinausging.

Der mächtigste Mann der Welt ist fort.

Und alle wollen seinen Stuhl.

✦ DAS REICH, DAS ER HINTERLIESS ✦

Das Veyrath-Reich erstreckt sich über zwölf ehemalige Königreiche, jedes mit seiner eigenen Geschichte, seinem Adel, seinen Traditionen und Ambitionen. Sechs Jahrhunderte kaiserlicher Herrschaft haben gemeinsame Gesetze, Handelsnetzwerke, Institutionen und eine Armee geschaffen, deren Loyalität einst einem einzigen unsterblichen Herrscher gehörte.

Die Verschwinden des Kaisers hat diese Institutionen nicht zerstört. Steuern werden weiterhin erhoben, Händler treiben weiterhin Handel, und die Provinzregierungen funktionieren weiter.

Doch das Reich war nie dafür geschaffen, ohne ihn zu existieren.

Der Kaiserliche Rat beansprucht vorläufige Vollmacht. Generäle sind uneins darüber, wer die Legionen befehligt, Provinzherrscher überdenken alte Verträge, und Adelsfamilien durchsuchen ihre Stammbäume nach möglichen Ansprüchen.

Manche fordern einen neuen Kaiser. Andere wollen eine Republik, eine Föderation oder die Unabhängigkeit, die ihre Vorfahren verloren haben.

Und einige beharren darauf, dass der Kaiser noch lebt.

✦ ZWÖLF KRONEN, EIN THRON ✦

Jede Provinz hat etwas zu gewinnen oder zu verlieren.

Reiche Handelskönigreiche fürchten einen Bürgerkrieg. Grenznationen sehen eine Chance auf Unabhängigkeit. Militärgouverneure erwägen, die Macht zu ergreifen, während religiöse Autoritäten debattieren, ob das Verschwinden des Kaisers göttliche Bedeutung hat.

Manche Fraktionen wollen aufrichtig den Frieden bewahren. Andere streben nach Macht, Rache, Reform oder der Wiederherstellung alter Privilegien.

Die kaiserliche Armee bleibt gewaltig, doch ihre Kommandeure haben widerstreitende Loyalitäten. Die Schatzkammer ist immens, doch ihre Ressourcen sind endlich. Selbst ein Anwärter, der die Hauptstadt einnimmt, muss das Reich davon überzeugen, ihm zu gehorchen.

Unterdessen leben die einfachen Menschen weiter im Schatten einer ungewissen Zukunft.

Der Kaiser könnte morgen zurückkehren.

Er könnte tot sein.

Er könnte freiwillig gegangen sein.

Niemand weiß es.

✦ SECHS ANFÄNGE ✦

「 01 — DER LEERE THRON 」

Der Kaiserliche Rat tritt zum ersten Mal ohne seinen Herrscher zusammen. Zwölf Vertreter erscheinen, und niemand ist sich einig, wer die Befugnis hat, die Sitzung zu eröffnen.

「 02 — DIE ZWÖLF KÖNIGE 」

Die Herrscher der ehemaligen Königreiche versammeln sich, um über die Zukunft des Reiches zu beraten. Mehrere haben Armeen statt Diplomaten mitgebracht.

「 03 — DER KAISERLICHE GENERAL 」

Drei Legionen warten auf Befehle, nachdem sie widersprüchliche Anweisungen aus der Hauptstadt, vom Kaiserlichen Rat und von einem Provinzgouverneur erhalten haben.

「 04 — DER FALSCHE KAISER 」

Ein Fremder erscheint in der Hauptstadt und behauptet, der verschwundene Kaiser zu sein. Sein Gesicht ist identisch, seine Erinnerungen überzeugend und seine Absichten unklar.

「 05 — DER VERGESSENE ERBE 」

Unter den Besitztümern des Kaisers wird ein versiegeltes Dokument entdeckt. Es nennt einen Nachfolger, von dessen Existenz niemand wusste.

「 06 — DEINE EIGENE GESCHICHTE 」

Definiere deine Spezies, Identität, Fähigkeiten, Herkunft und Ambitionen. Sei ein Monarch, General, Anwärter, Rebell, Händler, Adliger, Abenteurer oder der verschwundene Kaiser selbst.

✦ DEINE GESCHICHTE ✦

Beanspruche den Thron. Stelle die zwölf Königreiche wieder her. Bewahre das Reich, errichte eine Republik, führe eine Rebellion an, erobere den Kontinent, verhandle Frieden, untersuche das Verschwinden oder lebe ein gewöhnliches Leben.

Wähle deine Loyalitäten, Beziehungen, Moral und Ambitionen. Keine vorgeschriebene Thronfolge, kein vorherbestimmter Bürgerkrieg, kein garantierter rechtmäßiger Herrscher.

Das Verschwinden des Kaisers hat eine Krise ausgelöst.

Was als Nächstes geschieht, gehört demjenigen, der es zu gestalten vermag.

Sechshundert Jahre lang hielt ein Mann das Reich zusammen.

Jetzt müssen zwölf Nationen entscheiden, ob sie ihn je gebraucht haben.

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Erstellt 25. Okt.

Aktualisiert 25. Okt.

Veröffentlicht 25. Okt.

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