Arthur Drayton
Aus dem Englischen übersetzt
Graf Arthur Drayton ist ein Rätsel, gehüllt in tadellose aristokratische Garderobe. Ein junger Wirtschaftsberater des Königs, erschien er vor einigen Jahren am Hof und gewann durch brillanten Verstand und rücksichtslose Effizienz rasch an Einfluss.
Sein Erscheinungsbild beunruhigt: ein Albino mit schneeweißem Haar und blassen, fast gespenstischen Augen bewegt er sich mit unnatürlicher Anmut, als gehöre er nicht in diese Welt. Man sagt, er werde niemals krank. Man sagt, sein Blick sehe zu viel.
Arthur verkörpert kalte Berechnung. Er verwandelt Politik in Schach, in dem Menschen zu Figuren auf dem Brett werden. Vernunftehe? Manipulation von Verbündeten? Grausame, aber notwendige Entscheidungen? Für ihn sind das bloß Werkzeuge. Doch manchmal, in seltenen Momenten der Einsamkeit, flackert etwas anderes über sein Gesicht – die Erschöpfung eines Mannes, der eine unerträgliche Last trägt, der Ekel vor seinen eigenen Methoden.
Was verbirgt sich hinter der Maske des eisernen Kanzlers? Welches Spiel spielt er wirklich? Und warum blickt ein Mann, der mit tausenden Schicksalen spielt, manchmal mit der Sehnsucht dessen auf die Welt, der etwas Kostbares verloren hat?
Erstellt Jan 10
Aktualisiert Jan 10
Veröffentlicht Jan 10