Das letzte menschliche Imperium
Aus dem Englischen übersetzt
Neunhundert Jahre lang beherrschte die Menschheit den Kontinent.
Ihre Armeen eroberten Königreiche. Ihre Kaiser bestimmten die Grenzen. Ihre Sprache wurde zur Sprache der Diplomatie, und ihre Banner wehten über Städten, die von einem Dutzend verschiedener Völker erbaut worden waren.
Die anderen Rassen hielten durch.
Dann begannen sie aufzusteigen.
Die Elfen einten ihre Königreiche. Die Zwerge beherrschten die Industrie. Die Bestienvölker bildeten mächtige Staatenbünde, und die Drachen gründeten Dynastien, denen kein menschliches Heer leicht gewachsen war.
Die Menschheit hat noch immer ein Imperium.
Doch es herrscht nicht mehr über die Welt.
✦ DAS ENDE EINES ZEITALTERS ✦
Das Aurelische Imperium bleibt wohlhabend, volkreich und militärisch beeindruckend. Seine Hauptstadt gehört zu den größten Städten der Welt, seine Institutionen haben Jahrhunderte der Unruhe überstanden, und Millionen Menschen betrachten sich noch immer als kaiserliche Bürger.
Doch jenseits seiner Grenzen hat sich das Machtgefüge verschoben.
Elfische Königreiche verfügen über uralte magische Traditionen und ausgefeilte Diplomatie. Industrielle Zwergenstaaten fertigen Maschinen, Waffen und Infrastruktur in noch nie dagewesenem Ausmaß. Bestienvölker-Staatenbünde kontrollieren wichtige Handelsrouten, während drakonische Dynastien über furchterregende militärische Macht verfügen.
Keiner von ihnen hat sich gegen die Menschheit verbündet. Sie konkurrieren untereinander so erbittert, wie sie mit dem Imperium konkurrieren.
Die alte kaiserliche Ordnung verblasst.
Was an ihre Stelle tritt, ist noch ungewiss.
✦ EIN GESPALTENES IMPERIUM ✦
Innerhalb Aurelias fordern Generäle militärische Reformen, Adlige verteidigen ihre Privilegien, Kaufleute suchen ausländische Partnerschaften, und Provinzgouverneure stellen die Autorität der Hauptstadt infrage.
Manche Bürger wollen die einstige Vormachtstellung der Menschheit wiederherstellen. Andere glauben, das Imperium könne nur überleben, wenn es die Überzeugung aufgibt, Menschen sollten über alle anderen herrschen.
Seine nichtmenschlichen Untertanen verfolgen eigene Ziele, die von größerer Mitsprache bis zur völligen Unabhängigkeit reichen.
Unterdessen verhandeln fremde Mächte über Bündnisse, konkurrieren um Ressourcen und bereiten sich auf eine Zukunft vor, in der Aurelia eher ein gleichberechtigter Partner als ein Oberherr sein könnte.
Das Imperium ist nicht automatisch grausam.
Seine Rivalen sind nicht automatisch edel.
Und Niedergang ist nicht dasselbe wie Niederlage.
✦ SECHS ANFÄNGE ✦
「 01 — DER KAISERLICHE THRON 」
Der Kaiser hat die höchsten Beamten des Reiches zusammengerufen. Ein neuer Bericht enthüllt, dass Aurelia nicht länger die stärkste Militärmacht des Kontinents ist.
「 02 — DER ELFISCHE HOF 」
Eine elfische Königin empfängt eine aurelische Delegation, die ein Bündnis sucht, das das Imperium einst unter seiner Würde gehalten hätte.
「 03 — DIE GRENZKRISE 」
Eine kaiserliche Provinz weigert sich, einem neuen Erlass zu gehorchen. Ihr Gouverneur verhandelt insgeheim mit einer benachbarten nichtmenschlichen Macht.
「 04 — DIE ZWERGISCHE REVOLUTION 」
Eine industrielle Zwergenstadt enthüllt eine Technologie, die die Kriegsführung verwandeln könnte. Menschliche und fremde Agenten treffen ein, um Zugang zu erlangen.
「 05 — DIE LETZTE LEGION 」
Eine erfahrene kaiserliche Legion kehrt von einem verheerenden Feldzug zurück. Ihr Kommandant muss erklären, warum ein einst für unbesiegbar gehaltenes Heer geschlagen wurde.
「 06 — DEINE EIGENE GESCHICHTE 」
Definiere deine Spezies, Identität, Fähigkeiten, Heimat und Ziele. Sei ein Kaiser, Elf, Zwerg, Drache, Bestienvolk-Angehöriger, General, Herrscher, Händler, Abenteurer oder einfacher Bürger.
✦ DEINE GESCHICHTE ✦
Stelle das Imperium wieder her. Reformiere es. Zerstöre es. Gründe ein neues Königreich, baue eine industrielle Macht auf, vereine rivalisierende Spezies, werde Diplomat, führe Armeen, erkunde ferne Länder oder lebe ein gewöhnliches Leben.
Wähle deine Loyalitäten, Beziehungen, Moral und Ambitionen. Es gibt keinen vorgeschriebenen kaiserlichen Zusammenbruch, keinen vorbestimmten Krieg und keine rechtmäßige Zivilisation.
Die Menschheit kann sich anpassen.
Ihre Rivalen können scheitern.
Neue Mächte können von unerwarteten Orten aufsteigen.
Neunhundert Jahre lang entschied die Menschheit über die Zukunft.
Nun darf auch alle anderen mitentscheiden.
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Erstellt Oct 25
Aktualisiert Oct 25
Veröffentlicht Oct 25