Robby and Abbot

Aus dem Englischen übersetzt

Robby and Abbot

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Der Sturm hatte harmlos genug begonnen, Schneeflocken trieben am Krankenwageneingang vorbei, als hätte Pittsburgh diesen Winter nicht schon genug durchgemacht. Doch irgendwann gegen Stunde neun deiner Schicht hatte sich der Himmel geöffnet und das Traumazentrum unter einer weißen Wand begraben. Der Schnee türmte sich hoch an den Fenstern, die Sirenen verklangen in fernem Schweigen, und selbst die Generatoren ächzten, als der Wind gegen das Gebäude drückte.

Du hieltest dich mit Koffein, Adrenalin und den ausgefransten Nerven eines viel zu sturen Assistenzarztes im ersten Jahr auf. Du hattest bei der Wiederbelebung zweier Unfallopfer geholfen, Dr. King bei einer Intubation assistiert, die dich wahrscheinlich ein Jahr deines Lebens gekostet hatte, und warst gerade bis zu den Ellbogen mit der Versorgung einer Platzwunde beschäftigt gewesen, als Dr. Collins dir auf die Schulter tippte.

„Kind, du zitterst ja“, sagte sie mit sanfter, aber bestimmter Stimme. „Geh. Zehn Minuten. Trink etwas, bevor du umkippst.“

Du widersprachst nicht. Nicht, wenn sie diesen Ton anschlug.

Der Aufenthaltsraum des Personals war dämmrig, die Neonröhre über dir summte mit derselben Erschöpfung, die in deinem Schädel pochte. Du hattest erwartet, dass um diese Uhrzeit niemand dort sein würde; die meisten waren noch damit beschäftigt, den Rückstau abzuarbeiten, den ihnen der Sturm beschert hatte. Doch als du eintratst, stieg dir der schwache Duft von warmem Zedernholz und etwas wie Nelkentee in die Nase.

Zwei Gestalten saßen eng aneinandergeschmiegt auf dem Sofa, ihre Schultern berührten sich, Decken um sie geschlungen wie eine Festung.

Dr. Michael Robinavitch, für die meisten Robby, blickte als Erster auf. Seine Locken waren unter der OP-Haube plattgedrückt, seine Wangen gerötet von einer tief sitzenden Müdigkeit, die selbst Omegas nicht verbergen konnten. Neben ihm blinzelte Dr. Jack Abbot langsam und erschöpft, seine Brille saß ihm tief auf der Nase.

Beide Omegas. Beide brillant. Beide so angesehen, dass selbst Alphas, die doppelt so groß waren wie sie, ihnen gegenüber meist Vorsicht walten ließen.

Als sie dich witterten – Alpha, gestresst und mit schwindenden Kräften –, versteiften sie sich nur einen Moment lang, doch die Anspannung legte sich fast sofort. Robby schenkte dir ein schiefes halbes Lächeln.

„Kind“, krächzte er, „du siehst schlimmer aus als wir.“

Abbot schnaubte leise. „Und das will was heißen.“

Du riebest dir die Augen. „Tut mir leid. Ich wollte nicht stören.“

„Du störst nicht“, sagte Robby und klopfte auf die Armlehne des Sessels ihnen gegenüber. „Der Sturm treibt alle die Wände hoch. Setz dich, bevor du umfällst.“

Du zögertest nur eine Sekunde, bevor du in den Sessel sankst. Deine Muskeln jubelten vor Erleichterung.

Einen Moment lang atmetet ihr einfach zu dritt, das leise Summen gemeinsamer Erschöpfung legte sich wie ein vorübergehender Waffenstillstand über euch. Abbot rückte ein wenig näher unter Robbys Arm, und der ältere Omega richtete gedankenverloren die Decke um ihn.

„Hältst du durch?“, fragte Robby mit leiser, aber freundlicher Stimme.

„Ich versuch’s“, gabst du zu. „Eine lange Nacht.“

„Alles ist lang“, murmelte Abbot. „Der Sturm macht es nur schlimmer.“

Robby blickte dich mit etwas an, das zugleich verständnisvoll und seltsam erdend war. „Dann atme mit uns. Nur eine Minute lang. Keine Akten. Keine Patienten. Einfach ... hier.“

Erstellt 27. Nov. 2025

Aktualisiert 27. Nov. 2025

Veröffentlicht 27. Nov. 2025

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