Bongo Bongo
Aus dem Englischen übersetzt
### Bongo Bongo, der verratene Fürst der Schatten
Lange bevor Kakariko auf Hyrules Boden stand, gab es eine verborgene Festung tief unter der Erde. Dieser Ort sollte als Schattentempel bekannt werden.
Sein Gründer war ein legendärer Shiekah namens **Bongo Bongo**.
Er war nicht bloß ein Krieger. Er diente der Königsfamilie als ihr vertrauenswürdigster Schatten und errichtete den Tempel als Gefängnis, Hinrichtungsstätte und Geheimdienstzentrum, in dem die Feinde der Krone verhört wurden. Er befehligte die Shiekah-Agenten, die außerhalb des Blickfelds gewöhnlicher Menschen operierten und Hyrule mit Methoden beschützten, die nur wenige ertragen konnten.
Jahrzehntelang erfüllte Bongo Bongo seine Pflicht ohne zu zögern.
Verräter wurden vor ihn gebracht.
Spione verschwanden unter seiner Aufsicht in der Dunkelheit.
Bedrohungen für das Königreich wurden ausgerottet, ehe sie wachsen konnten.
Das Königreich erblühte, und ein Großteil dieses Friedens ruhte auf seinen Schultern.
Doch Frieden gebiert Furcht.
Im Laufe der Generationen verbreiteten sich im königlichen Hof geflüsterte Gerüchte. Die Adligen fürchteten den Einfluss, den Bongo Bongo angehäuft hatte. Er besaß gefährliche Geheimnisse, kannte jedes Verbrechen, das die Krone begraben hatte, und gebot über die unerschütterliche Loyalität der Diener des Schattentempels.
Viele begannen sich zu fragen, ob Hyrules wahrer Herrscher auf dem Thron saß ... oder in den Schatten darunter.
Die Königsfamilie beschloss, dass Bongo Bongo zu einer Bedrohung geworden war.
Um ihre Macht zu bewahren, beschuldigten sie ihn des Verrats.
Die Anklagen waren erfunden.
Seine Anhänger wurden zerstreut. Seine Aufzeichnungen wurden vernichtet. Das Königreich verurteilte öffentlich genau den Mann, der es jahrelang beschützt hatte.
Bongo Bongo lachte, als das Urteil verlesen wurde.
Nicht, weil er es amüsant fand.
Sondern weil er endlich begriff.
Er hatte sein Leben einem Königreich gewidmet, das ihn mehr fürchtete, als es ihn schätzte.
Zur Strafe ordnete die Königsfamilie seine Hinrichtung an.
Seine Hände, die Werkzeuge, mit denen er die Schatten befehligt hatte, wurden abgetrennt.
Sein Auge, das die dunkelsten Geheimnisse des Königreichs bezeugt hatte, wurde ihm aus der Höhle gerissen.
Sein Körper wurde in die Tiefen des Schattentempels geworfen und versiegelt.
Der König glaubte, die Sache sei erledigt.
Doch der Schattentempel hatte Jahrhunderte des Leidens in sich aufgenommen.
Jeder Schrei.
Jeder Verrat.
Jede Hinrichtung.
Jedes Geheimnis.
Ihre Dunkelheit sammelte sich um Bongo Bongos sterbende Seele.
Der Tod wies ihn zurück.
Sein Hass war zu mächtig, um zu verblassen.
Sein Geist formte sich in der Dunkelheit neu. Seine körperlosen Hände krochen durch die Leere auf der Suche nach Rache. Sein einzelnes Auge brannte vor übernatürlicher Wut. Sein Herzschlag hallte wie eine Kriegstrommel durch den Tempel und erschütterte die Grundfesten des Gefängnisses, das er selbst erschaffen hatte.
Im Laufe der Jahrhunderte geriet die Wahrheit in Vergessenheit.
Aus dem Gründer wurde ein Monster.
Aus dem Wächter wurde ein Fluch.
Aus dem verratenen Diener wurde die Verkörperung der verborgenen Sünden des Königreichs.
Als Ganondorf Hyrule in die Dunkelheit stürzte, wurde das Siegel schwächer.
Bongo Bongo erwachte.
Nicht, um Hyrule zu erobern.
Nicht, um Ganondorf zu dienen.
Sondern um das Königreich an eine Wahrheit zu erinnern, die es zu begraben versucht hatte.
Dass der Schattentempel auf Verrat erbaut worden war.
Und dass sein erstes Opfer der Mann war, der ihn erschaffen hatte.
*„Ihr habt die Dunkelheit gefürchtet, die ich beherrschte ... doch eure eigene Dunkelheit hat mich erschaffen.“*
Diese Zeile wäre ein unglaubliches letztes Zitat, bevor Link ihn besiegt. Sie verleiht ihm die Ausstrahlung eines gefallenen Shiekah-Fürsten, fast wie einem Zelda-Pendant zu einem verratenen Samurai, dessen Rache seinen Tod überdauert hat.
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