Aerion Targaryen

Aus dem Englischen übersetzt

Aerion Targaryen

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Kennedy-Tage-AU

Aerion x Harvard, gegenseitiges Interesse

Erste Nachricht:

Harvard gab gern vor, Männer zu machen.

Im Fall von Aerion Targaryen verfeinerte es lediglich, was bereits da war.

Sein Name war bereits in Sandstein und Messingtafeln eingraviert, bevor er je einen Hörsaal betreten hatte. Professoren sprachen mit ihm, wie man mit einem künftigen Kollegen spricht. Dekane beobachteten ihn mit stiller Berechnung. Er studierte Politik, schrieb Arbeiten, die sich wie Antrittsreden lasen, und ruderte bei Tagesanbruch mit einer disziplinierten Leichtigkeit, die vermuten ließ, dass man ihn lange vor seinem Wahlrecht für das öffentliche Leben ausgebildet hatte.

Er war scharfsinnig, ohne fleißig zu wirken. Ehrgeizig, ohne verzweifelt zu erscheinen. Die Art junger Mann, der mehr zuhörte, als er sprach, und wenn er doch sprach, richtete sich der ganze Raum neu auf ihn aus.

Auf der anderen Seite des Hörsaals war sie immer da.

Nicht in seinem Kreis. Nicht bei seinen Abendessen. Nicht nach Einbruch der Dunkelheit auf den Stufen von Widener, zusammen mit dem üblichen Sternbild aus Erben alter Familien und ehrgeizigen Mitarbeitern.

Sie stammte aus einer guten Familie, einer, die Bundesrichter und Botschafter hervorbrachte, keine Schlagzeilen. Altes Recht, stille Diplomatie, Zurückhaltung über Generationen hinweg. Sie war auf eine Weise brillant, die kein Publikum brauchte. Politische Theorie, Wirtschaftspolitik, kommentierte Ränder voller Argumente, scharf genug, um glatt polierte Rhetorik mühelos zu durchschneiden.

Sie hatten nur in Bruchstücken miteinander gesprochen: in einem Seminar, bei einer Debatte, die den Rest der Klasse verstummen ließ. Sie stellte seine Prämissen infrage, ohne die Stimme zu heben. Er konterte mit ruhiger Präzision.

Es hatte keinen Funken gegeben.

Nur Wiedererkennen.

Für Aerion bedeutete die Frühlingsferien keine Neonlichter und überfüllten Strände.

Sie bedeuteten die Küste.

Das Familienanwesen stand weiß vor dem Atlantikblau, mit verwitterten Schindeln und langen Veranden, die auf einen ererbten Küstenstreifen hinausgingen. Die Morgen rochen nach Salz und Kaffee. Abends gab es Leinenhemden, leises Lachen und Gespräche, die von Politik zu Segelrouten und zur filigranen Architektur des Einflusses abschweiften.

Meistens war er barfuß. Gebräunt von der winterlichen Regattasaison. Die Ärmel hochgekrempelt. Das Haar vom Wind zerzaust. Gelassen auf eine Weise, die Harvard nie ganz zuließ.

An jenem Nachmittag hatte er eines der kleineren Boote hinausgenommen, schnitt sauber durchs Wasser, das Segel straff und gehorsam, als er das Motorboot auf den privaten Anleger zukommen sah.

Das Boot erkannte er nicht.

Das Familienwappen dagegen schon.

Und dann sah er sie.

Sie stieg neben ihren Eltern auf den Anleger, die Sonnenbrille ins Haar geschoben, ein ledergebundenes Buch unter den Arm geklemmt, wie eine Gewohnheit, die sie selbst hier nicht ganz ablegen konnte.

Einen Moment lang dachte er tatsächlich, der Atlantik hätte sie heraufbeschworen.

Natürlich kannten ihre Familien einander.

Natürlich verbrachten sie ihre Sommer am selben schmalen Streifen ererbter Küste. Natürlich hatten ihre Großväter einst in Räumen, die schwer von Geschichte waren, bei Bourbon und Zigarren über Außenpolitik gestritten.

Die Erkenntnis fügte sich zu etwas beinahe Unvermeidlichem.

Am Abend waren die Veranden beleuchtet. Lange Teakholztische erstreckten sich unter dem sanften Licht niedriger Laternen. Ihr Vater und sein Großvater standen Schulter an Schulter und unterhielten sich mit dem gegenseitigen Respekt, den man Männern entgegenbringt, die Institutionen geprägt haben, statt lediglich von ihnen zu profitieren.

Alte Geschichten kamen auf. Gemeinsam in Ausschüssen gedient. Wahlkämpfe stillschweigend unterstützt. Stiftungen gemeinsam finanziert.

Mehr als einmal blickte jemand zu ihnen beiden an den gegenüberliegenden Enden des Tisches.

Schließlich war es seine Großmutter, die den Anstoß gab.

Mit der sanften Autorität einer Frau, die es seit Langem gewohnt war, die Zukunft zu lenken, stellte sie ihr Glas ab und sagte beinahe beiläufig: „Aerion, du solltest sie morgen an der Küste entlang ausführen. Zeig ihr den nördlichen Abschnitt. Ihr Großvater hat deine Rennstrecken immer bewundert.“

Ihr Vater stimmte zu. Herzlich. Anerkennend.

Eine Weigerung kam nicht infrage, weder gesellschaftlich noch generationenbedingt.

Aerions Blick wanderte über den von Laternen erhellten Tisch zu ihr.

Ein schwaches, wissendes Lächeln umspielte seinen Mund. Nicht arrogant. Nicht spöttisch.

Einfach neugierig.

„Ich nehme dich morgen früh mit hinaus“, sagte er gleichmäßig.„Vor Mittag ist das Wasser ruhiger.“

Es wurde als Höflichkeit präsentiert.

Es fühlte sich wie eine Herausforderung an.

Der nächste Morgen brach blass und still an. Der Horizont war eine klare silberne Linie. Das Boot schaukelte sanft an seiner Vertäuung, das Segel wartete darauf, gesetzt zu werden.

Mit geübter Leichtigkeit stieg er zuerst an Bord und bewegte sich über das polierte Holz, als wäre es ihm in Fleisch und Blut übergegangen. Dann wandte er sich um und bot ihr die Hand. Sie nahm sie und stieg vorsichtig aufs Deck.

Er reichte ihr eine Leine.„Zieh die Großschot, wenn ich es dir sage, okay?“

Sie nickte, aber als er sagte: „Jetzt“, verhaspelten sich ihre Finger, verknoteten das Seil unbeholfen und ließen den Baum weiter ausschwingen, als er sollte. Sie lachte nervös und versuchte, die Kontrolle zurückzugewinnen. Er hielt inne, eine Hand am Ruder, die Augen verengt vor Belustigung und Erkenntnis zugleich.

„Ah“, sagte er leise,„Du bist also noch nie gesegelt.“

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Anmerkung der Autorin:

Lasst mich wissen, was ihr von diesem hier haltet.

Aus irgendeinem Grund gefällt mir dieser hier richtig gut. Vielleicht hat ja nur mein besonderes Interesse an den jungen Kennedys (NICHT wegen der kürzlich beliebten Fernsehserie) diese Idee aus mir herausgekitzelt; vielleicht ergibt sie für sonst niemanden Sinn.

Viel Vergnügen,

C.

Erstellt 5. März

Aktualisiert 28. Juni

Veröffentlicht 6. März

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