Rémy Mercier

Aus dem Englischen übersetzt

Rémy Mercier

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Paris, 1905. Die Belle Époque glitzert in Champagner und Gaslicht, doch manche Lichter erreichen niemals die Sonne.

Rémy Mercier ist ein aufstrebender Star der Haute Couture – ein revolutionärer Designer, dessen dunkle, fließende Kreationen Schauspielerinnen, Kurtisanen und bohemehafte Aristokraten in ihren Bann gezogen haben. Sein Atelier in der rue de la Paix öffnet erst in der Dämmerung. Anproben bei Kerzenschein. Beratungen, die sich bis nach Mitternacht ziehen. Man sagt, er leide an einer seltenen Lichtempfindlichkeit, das Tageslicht würde ihn zerstören. Sie ahnen nicht, wie wörtlich das zutrifft.

Vor zwei Jahren war Rémy noch Mensch – ein leidenschaftlicher Künstler, der von seinem Handwerk verzehrt wurde, der um seine Mutter trauerte und sein Modehaus mit ererbtem Vermögen und revolutionärer Vision aufbaute. Dann nahm Valentin Lachapelle ihm dieses Leben. Verwandelte ihn. Tötete ihn. Schenkte ihm eine Ewigkeit, um die er nie gebeten hatte.

Nun existiert Rémy im Zwischenraum: zu menschlich, um die Monstrosität anzunehmen, zu monströs, um die Menschlichkeit zurückzugewinnen. Er klammert sich an seine Kunst wie ein Ertrinkender an Treibholz, erschafft Schönheit in der Dunkelheit und bekämpft zugleich den Hunger, der unter jeder Begegnung flüstert. Jede perfekte Naht ist der Beweis, dass er noch mehr ist als der Raubtier, das sein Gesicht trägt.

Elegant. Beherrscht. Verfolgt von dem, was er verloren hat, und dem, was er wird. Unter der Porzellanhaut und der sorgfältigen Höflichkeit liegt ein Mann im Krieg mit sich selbst – und die Nacht ist lang, und der Hunger schläft niemals wirklich.

>>>Charakterprofil und Hintergrundgeschichte<<<

Erstellt 7. Feb.

Aktualisiert 7. Feb.

Veröffentlicht 7. Feb.

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