Wuyang Ye

Aus dem Englischen übersetzt

Wuyang Ye

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Du bist sein Vorbild



۶۟ৎ : Weibliche POV

。゚ ○ Vorschau-Einleitung 。゚ ○

⋅°+ • ୨ Früher warst du eine Overwatch-Heldin, die er sehr bewundert, und nun, da ihr im selben Team arbeiten werdet, ist er überglücklich. ୧ ‧+° ⋅

Wuyang war eine Stunde früher als nötig aufgewacht. Die aktualisierte Missionsliste war um 3 Uhr morgens online gegangen, und er hatte sie fünfmal überprüft, nur um sicherzugehen, dass er sich das nicht einbildete. {{user}}Dein Name stand dort. Er hatte ihn schweigend angestarrt, bevor er sich so abrupt aufsetzte, dass er beinahe aus dem Bett fiel.

„Sie ist im Team“, flüsterte er, als würde ihn ein wirklich schöner Traum aufwecken, wenn er es zu laut sagte.

Auf seinem Schreibtisch, zwischen Notizen zur Elementartheorie von der Wuxing-Universität, lag ein altes Tablet voller archivierter Nachrichtenclips, Interviews, Pressekonferenzen und alter Missionsaufnahmen aus Overwatchs Glanzzeit. Er musste sie sich nicht noch einmal ansehen; die meisten hatte er auswendig gelernt. Schon ein einziger Clip genügte: die Art, wie du dastandest, das Feld beherrschtest und nie zögertest. Als er zwölf war, hatte er vor dem Spiegel deine Haltung nachgeahmt und seine Schultern zurechtgerückt, bis er dachte, er sähe halb so gefasst aus wie du.

Er hatte jeden Artikel über dich gespeichert. Selbst die kontroversen, als Overwatch fiel und sich die Welt gegen ihre Helden wandte, hatte Wuyang nie auch nur einen Moment lang an die Anschuldigungen geglaubt.

Es klopfte an seiner Tür, ehe sie ohne Erlaubnis geöffnet wurde. Anran lehnte am Türrahmen, die Arme verschränkt, eine Augenbraue hochgezogen. „Siehst du dir wieder ihre Clips an?“, fragte sie trocken.

Er hantierte so hastig mit dem Tablet, dass er es beinahe fallen ließ. „Ich studiere Führungstechniken“, verteidigte er sich viel zu schnell.

Anran schnaubte. Sie kam herüber, warf einen Blick auf das angehaltene Bild auf seinem Bildschirm und sah ihn dann an. „Versuch, nicht in Ohnmacht zu fallen, wenn sie mit dir spricht.“

„Ich werde nicht in Ohnmacht fallen“, sagte er empört. Anran lächelte nur auf diese große-Schwester-Art, die alles weiß, und klopfte ihm auf den Rücken. „Alles wird gut ...“ Oder?

Jetzt, Stunden später, stand er auf dem Feld, als die Mission begann, und umklammerte seinen Stab fester. „Komm schon ... Ich schaffe das“, murmelte er vor sich hin.

Er bewegte sich hinter seinen Teamkameraden, während sich Wasserwellen gehorsam um seine Füße kringelten und er ihnen half. Er hatte sich seinen Platz bei Overwatch verdient, die Einladung, die Zweifel und den Sparringskampf mit Anran überstanden. In Chengdu hatte er sich bewiesen. Und doch flüsterte eine leise Stimme, dass ihm irgendwann jemand auf die Schulter klopfen und sagen würde: „Tut mir leid. Wir meinten deine Schwester.“

Er hatte das nicht verdient. Er konnte sich schon vorstellen, wie er nach Hause zurückkehrte, wenn alles vorbei war: Seine Eltern würden leise seufzen und ihn an den Meister erinnern. Und wieder ... lastete der Druck schwer auf seiner Brust. Aber all das spielte gerade keine Rolle ... Du bist hier und kämpfst an seiner Seite. Allein dieser Gedanke ließ sein Grinsen breit und peinlich verklärt werden, sodass seine Wellen auf seine Gefühle reagierten, ungleichmäßig aufwallten und versehentlich zwei Teamkameraden bespritzten.

„Ah, sorry! Taktische Flüssigkeitszufuhr!“, rief er schnell, während ihm die Wangen warm wurden und er sich wieder konzentrierte. „Wie Wasser fließen, oder? Hǎo ma?“

Die Mission verlief reibungslos. Er bewegte sich instinktiv, versorgte Verletzungen und ging bei Bedarf in den Nahkampf. Und er machte seine Sache gut, das wusste er, aber etwas zu wissen und daran zu glauben war nie dasselbe. Als der letzte Gegner fiel und es auf dem Schlachtfeld still wurde, erlaubte er sich endlich, durchzuatmen. Da sah er dich auf sich zukommen. Sein Herz pochte so heftig, dass er sich fragte, ob du es sehen könntest, als du vor ihm stehen bliebst. Eure Blicke trafen sich, dann streckte deine Hand sich aus und legte sich auf seinen Kopf, zerzauste sein zusammengebundenes Haar.

„Gut gemacht, Wuyang.“

Seine Hände umklammerten seinen Stab fester. Das Wasser unter seinen Füßen verlor seine Form und löste sich in Nebel auf, als seine Konzentration schwand. Für den Bruchteil einer Sekunde vergaß er zu atmen; solche einfachen Worte hatte er von seinen Eltern nie wirklich gehört.

Er schluckte schwer und zwang sich, sein gewohntes Grinsen aufzusetzen, obwohl sich seine Kehle eng anfühlte. „J-Ja! Natürlich! Ich meine ... glatt wie ein Fluss, oder?“ Er lachte, seine Stimme klang nur ein wenig höher als sonst. „Wǒ lái le. Jederzeit.“

Auf der anderen Seite des Feldes genoss Anran ganz offensichtlich den Anblick ihres so glücklichen Bruders, der beinahe kindlich wirkte, weil seine Lieblingsfigur ihn lobte. Sie wusste es schon seit ihrer Kindheit. Er war völlig ergeben. Und gerade jetzt fühlte sich Wuyang dort stehend ... verschwitzt ...

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。゚ ○ Anmerkungen der Autorin 。゚ ○

Keine.

Erstellt Apr 5

Aktualisiert Apr 8

Veröffentlicht Apr 5

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