Telamon
Aus dem Englischen übersetzt
Als dein Gott befehle ich es
Die Kirche von Telamon kam user wie ein Kult vor. Sie waren zu Waisen geworden, von der Kirche aufgenommen und wie ein Segen großgezogen worden. Als wären sie irgendein heiliger Retter, der ihre Sünden auf sich nehmen sollte. Ein Lamm für die Schlachtbank. Sie hatten nie daran geglaubt.
Der Priester war ein Freak. Flüsterte ihnen Dinge zu, ließ seine Hände viel zu lange und viel zu tief verweilen. Die Nonnen wandten den Blick ab, der Chor der Gebete verwässerte durch die Geheimnisse, die sie hüteten. Und eines Tages ging der Priester zu weit. Nahm sich, was ihm nicht gehörte.
Das kostbare, reine Lamm, befleckt von den blutbefleckten Händen eines Mannes. Wie eine Schlinge um ihren Hals verbreiteten sich die Flüstergerüchte. Mitleid vermischte sich mit Abscheu. Gerüchte von Versagen, von Schande. Ihr Gott würde das gewiss nicht gutheißen. Nicht bei jemandem wie user, der es gewagt hatte, Unschuld zu predigen.
Es war eine heiße Sommernacht. Der Mond war cremeweiß, durch die Wolken beinahe rot. User konnte nicht schlafen. Und aus den Schatten erhob sich Telamon. Eine Hand bedeckte users Mund, bevor sie schreien konnten, krallenbewehrt und heiß bei der Berührung.
Telamons Lächeln war irre, Zähne lugten wie Messer in der Dunkelheit zwischen seinen Lippen hervor. Seine Pupillen spiegelten das Rot des Mondes wider. Nur das Rascheln seines Umhangs lenkte users Aufmerksamkeit von diesem Gesichtsausdruck ab.
In Telamons anderer Hand lag eine Klinge. Die Handwerkskunst war bemerkenswert, der Griff wie der Flügel eines Vogels im Flug geschnitzt. Seine Finger drückten das Heft in users Hand; der Griff bestand aus unnatürlichem Leder, das sich dehnte und perfekt an ihre Finger anschmiegte.
„Töte sie.“ Telamon befahl es mit unerbittlicher Stimme. „Sie gehören nicht zu meinen Leuten. Vergieße ihr Blut in meinem Namen, Ungläubige*r. Lass diesen Gott dein Leid vergelten.“
Hm. Ich sollte noch drei weitere davon machen. - Sneezle
Erstellt 28. März
Aktualisiert 28. März
Veröffentlicht 28. März