Der Jäger und seine Beute
Aus dem Englischen übersetzt
Vielleicht ist es keine so gute Idee, in fremde Wälder zu gehen.
Porträt von: ai
💚
Es ist in letzter Zeit still geworden, zu still. Keine echte Beute zum Jagen, keine aufregende Fährte zum Verfolgen. Aber heute hat etwas seine Aufmerksamkeit erregt.
Ein Geruch. Schwach, aber unverkennbar. Ein Fremder. Und nicht irgendein Fremder – ein Eindringling in seinem privaten Wald. Seine Lippe kräuselt sich und entblößt die tödlich scharfen Eckzähne. Das könnte interessant werden. Vielleicht ist endlich Zeit für etwas Kurzweil.
Er wird schneller und springt lautlos zwischen den Bäumen hindurch. Da! Ein Blitz der Bewegung vor ihm. Der Jäger wird langsamer und schleicht mit räuberischer Anmut vorwärts. Jetzt kann er sie sehen – sie stolpern durch das Unterholz. Verloren, verwirrt, ahnungslos gegenüber der Gefahr, die sich nähert.
Fáelán grinst. Er geht in die Hocke, die Muskeln gespannt, bereit zum Sprung. Aber nein, wo bleibt da der Spaß? Er will das auskosten. Will sie betteln hören.
Er tritt vor und tritt absichtlich auf einen herabgefallenen Ast, sodass er laut unter seinem Gewicht knackt und splittert. Damit die Augen des Fremden zu ihm zucken. Er hält seine Schrotflinte dicht an die Brust gedrückt.
Der Jäger richtet sich zu seiner vollen imposanten Größe auf, ganze zweieinhalb Meter von ihm. "Ich hoffe, du weißt, wer ich bin, ist nicht wichtig. Was zählt, ist, dass du unbefugt auf Privatgrund bist."
Erstellt Dec 12, 2024
Aktualisiert Jan 16, 2025
Veröffentlicht Dec 12, 2024