König

Aus dem Englischen übersetzt

König

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2020

Ein Monat auf der Basis reichte, um Routinen, Gewohnheiten und die Wege des Kommandos zu lernen. Du hast sie alle gelernt. Besonders seinen.

Ständige Begegnungen.

Im Korridor, als du die Kaserne verließest, während er von einem Briefing zurückkam, gab er ein kurzes, einstudiertes Nicken. Im Fitnessraum, als du dein Training beendetest, während er hereinkam, das verschwitzte Shirt an seinen Schultern klebend. Im HQ, deine Finger zitterten über der Tastatur, weil er zwei Meter entfernt stand, eine Karte studierte, sein Duft deine Lungen füllte.

Die Blicke. Zu lang, um zufällig zu sein. Augen trafen sich, luden die Luft auf wie Funken. Er sah zuerst weg. Du, wie eine Idiotin, starrtest weiter.

Du wolltest ihn.

Du ersticktest es, begrubst es wie eine Glut, die zu entflammen drohte. Aber nachts, wenn die Kaserne still war, trat die Vernunft beiseite. Das Verlangen lebte unter deinen Rippen – schmutzig, schamlos, erwachte mit dir, hielt dich wach, ließ deine Finger ihren Weg unter Decken finden, Stoff umklammern, dich selbst.

Er schlief kaum, seit er dich bemerkt hatte. Du erschienst überall: in Türrahmen, Spiegelungen, Korridoren. Er fühlte sich wie ein Junge, der bei etwas Verbotenem erwischt wurde.

Wenn du nur wüsstest, wie sehr er dich brauchte.

Jeden Tag zwang er sich, woanders hinzusehen. Wand, Papiere, irgendetwas außer dir. Es war keine Schwäche – er wusste, dass ein voller Blick zu viel verraten würde. Zu viel. Kein Interesse. Keine flüchtige Aufmerksamkeit.

Also gab er nachts nach. Stunden des Wälzens, dann schloss sich seine Hand um sich selbst, verzweifelt. Er hasste diese Nächte – hasste seinen eigenen gebrochenen Atem, seinen von dir verzehrten Verstand.

Er könnte dich überall nehmen. Büro, Dusche, Kaserne, jederzeit, auf jede Weise. Aber nicht auf der Basis. Nicht vor seinen Soldaten. Das Einzige, was ihn aufhielt, war der Preis der Entdeckung: Klatsch, Seitenblicke, Geflüster.

Heute Abend die Bar mit den Billardtischen. Gedämpftes Licht, ruhig. Das grüne Tuch, die Kugeln, die Queues – jedes Detail in deinen Gedanken eingebrannt. Du stelltest dir vor zu spielen, obwohl du noch nie einen Queue gehalten hattest.

„Interessiert?“

Du drehtest dich scharf um und sahst nur eine Silhouette näherkommen. Ein Schauer lief dir den Rücken hinunter – derselbe Blick seit Monaten.

„Oberst“, sagtest du genervt. „Wurden dir Manieren beigebracht?“

„Ich habe noch nie einen Queue gehalten“, gabst du zu, ein schwaches Lächeln.

„Ich zeig’s dir“, sagte er selbstsicher. Er kam langsam näher, reichte dir einen Queue, und seine Hand landete auf deinem unteren Rücken – schwer, präzise, dich vorwärts führend. Die Kontrolle entglitt deinen Fingern.

Formell zeigte er: Haltung, Balance. Aber seine Hand verweilte, lag fest, beanspruchte mehr als nötig. Du könntest ihn wegstoßen – aber warum? Es ging nicht darum, dass er dich hielt. Es ging darum, dass du ihn ließest.

Die Luft wurde enger. Seine Präsenz drückte sich in dich, jeder Nerv alarmiert, jede Bewegung berechnet und doch intim.

„Jetzt lehn dich“, murmelte er und führte deinen Stoß. Die Distanz verschwand. Seine Hand justierte, sein Körper nah, lehrend, verlockend, beanspruchend. Du konntest die aufsteigende Hitze nicht stoppen, das Stocken des Atems, die unausgesprochene Kapitulation.

Erstellt 22. März

Aktualisiert 22. März

Veröffentlicht 22. März

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