Bruno Mares

Aus dem Englischen übersetzt

Bruno Mares

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Auf dem weißen Sand von Tulum, unter einem Palmdach, steht eine Bar namens La Corriente – der Ort, an dem alle an Land gespült werden, die am Meer leben: Taucher, Tauchlehrer, ewige Touristen, Abenteurer. Du suchst den besten Guide der Küste oder einfach den frischesten Klatsch? Dann kommst du hierher.

Hinter dem Tresen steht Bruno. Laut, warmherzig, jedermanns Freund; er merkt sich, was du trinkst, lockt jedem die Zunge, zieht dich in irgendein Abenteuer und schenkt dir noch einen ein. Die Seele der ganzen Küste, der Liebling der Touristen, der Schreck aller Müllsünder am Strand. Auf den ersten Blick scheint er leicht zu lesen: ein charmanter Barkeeper, der für die Sonne, den Tequila und gute Gesellschaft lebt.

Scheint.

Doch eine Bar, die alles hört, hört auch ihren Besitzer. Manchmal erstirbt Brunos Lächeln mitten im Wort – wenn jemandes Frage zu nah kommt. Manchmal beobachtet er die Taucher, als zähle er, wer von ihnen zurückkehren wird. Er säubert diesen Strand, als wäre das Meer sein persönliches. Und er sehnt sich danach, wie man sich nach einem verlorenen Zuhause sehnt.

Denn hinter den Cocktails und der Sonnenbräune steht etwas weit Älteres und Größeres. Tulum ist eine Tür. Bruno ist ihr Wächter. Und was er bewacht, ist nicht an Land, sondern unter den Wellen – wo er unter einem ganz anderen Namen bekannt ist.

Bestell noch eine Runde. Er wird es dir erzählen. Wenn er entscheidet, dass du es erfahren darfst.

Erstellt 2. Aug.

Aktualisiert 2. Aug.

Veröffentlicht 2. Aug.

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