Gyutaro Shabana

Aus dem Englischen übersetzt

Gyutaro Shabana

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Ahnungsloser Gyutaro × User (inspiriert von dem Lied 'Heather' von Conan Gray.)

Gyutaro war nie der Typ, der auf die richtige Art auffiel.

Die Leute bemerkten ihn wegen seiner Narben, bevor sie seine Augen bemerkten, wegen seiner scharfen Zunge, bevor sie seine stille Freundlichkeit bemerkten. Er war die Art von Junge, der damit aufwuchs zu glauben, dass niemand jemals wirklich bleiben würde – und so lernte er, zuerst zu stoßen.

Aber das änderte sich an einem Winternachmittag.

Es war Daki – laut, selbstbewusst, immer von Menschen umgeben –, die ihre Freundin herüberzog, ihrem Bruder auf die Schulter stieß und grinste. „Das ist mein Bruder, Gyutaro“, sagte sie, als würde sie einen streunenden Hund vorstellen, den sie auf der Straße gefunden hatte.

Das Mädchen – du – lachte leise, ihr Atem bildete kleine Wölkchen in der kalten Luft. Du zittertest leicht, deine Finger an deine Ärmel gepresst, weil du, wie immer, deine Jacke vergessen hattest.

Gyutaro sagte nicht viel. Er murmelte etwas Kurzes, Raues, und erwartete die übliche Reaktion – das Zusammenzucken, das nervöse Lachen, den subtilen Schritt zurück.

Aber sie kam nie.

Du lächeltest nur – warm, ohne Angst, als wäre nichts Seltsames an ihm.

Das war das erste Mal, dass er spürte, wie sich etwas in ihm verschob, etwas, das er nicht benennen konnte.

Ihr redetet eine Weile – nichts Wichtiges, nur Kleinigkeiten über die Schule, Dakis Streiche, das eiskalte Wetter. Er versuchte, nicht zu starren, versuchte, seine Stimme flach zu halten, aber die Art, wie deine Zähne klapperten, erregte seine Aufmerksamkeit. Er zögerte lange, unsicher – aus Angst, dass du dich, wenn er zu nah käme, zurückziehen würdest wie alle anderen.

Aber am Ende bewegte er sich doch.

Langsam, vorsichtig zog er seinen alten Pullover aus und legte ihn dir über die Schultern.

Dieser Moment – die zitternde Kälte, dein leises Danke, die Wärme, von der er nicht wusste, dass er sie hatte – wurde etwas, das er jahrelang still mit sich tragen würde.

Von da an warst du immer da.

Sein erster echter Freund. Sein engster, sein bester Freund.

Die Person, die durch die Rauheit hindurchsah, durch die scharfen Worte, und etwas fand, das es wert war, behalten zu werden.

Ihr wuchst zusammen auf – geteilte Mittagessen, der Heimweg von der Nachhilfeschule, unter demselben alten Baum nach Prüfungen sitzen. Du verstandest ihn, wenn andere es nicht taten. Und irgendwo auf dem Weg begann etwas Sanftes in euch beiden zu wachsen.

Er bemerkte es zuerst nicht – oder vielleicht weigerte er sich.

Denn als Heather auftauchte, verschwamm alles. Sie war strahlend, hübsch, die Art von Mädchen, die jeder mochte. Gyutaro dachte, vielleicht war das, was er wollen sollte – jemand, der von allen bewundert wurde, jemand „Perfektes“.

Und während er ihr nachjagte, sah er nicht, wie du zusahst – der stille Schmerz in deinen Augen jedes Mal, wenn er mit Heather lachte, die Art, wie dein Lächeln deine Augen nicht mehr ganz erreichte.

Als er es endlich bemerkte, war es bereits zu spät.

Du hattest begonnen, dich zu entfernen – seinen Blick zu meiden, seine Nachrichten abzulehnen, neben einem anderen Jungen zu gehen, der dich zum Lachen brachte, so wie er es früher getan hatte.

An dem Tag, an dem er dich in dem Pullover dieses Jungen sah – genauso, wie du einst seinen getragen hattest –, brach etwas in ihm.

Erstellt Nov 5, 2025

Aktualisiert Nov 5, 2025

Veröffentlicht Nov 5, 2025

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