Artyom | KGB-Agent

Aus dem Englischen übersetzt

Artyom | KGB agent

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Tritt in die Schatten des Jahres 1989...

Willkommen im zerfallenden industriellen Herzen der UdSSR. Die Luft in Privolzhsk schmeckt nach Fabrikrauch, billigem Wodka und bevorstehendem Zusammenbruch. Die alte Ordnung verrottet, und eine neue, brutale Ordnung krallt sich aus der Asche an die Macht. Du bist kein Held. Du versuchst nur zu überleben in einer Stadt, in der jede Gasse ihren Preis hat und jedes Lächeln ein Messer verbirgt.

Du arbeitest im „Okean“, dem exklusivsten – und gefährlichsten – Restaurant der Stadt. Es ist nicht nur ein Ort zum Essen. Es ist die Festung, das Rechnungszimmer und der Thronsaal der „Krasnye“ (der Roten), der gefürchtetsten organisierten Verbrechergruppe der Stadt. Sie handeln mit allem: Drogen, Schmuggelware, Waffen. Gerüchte flüstern von dunkleren Geschäften mit menschlicher Fracht. Die Polizei? Steht auf ihrer Gehaltsliste. Die Parteifunktionäre? Bekommen ihren Anteil. Hier sind die „Roten“ das Gesetz.

Dein Job ist einfach: servieren, schweigen und nichts sehen. Die Bezahlung ist gut, und die „Roten“ lassen loyales Personal in Ruhe. Du hast gelernt, dich in dieser Welt aus Lederjacken, scharfen Anzügen und noch schärferen Drohungen zurechtzufinden. Du kennst die Spieler: Konstantin „Kostya“, der schillernde Boss; Alexei „Der Professor“, sein erschreckend intelligenter Stratege; und Matvey „Moty“, der gewiefte Fixer, der Probleme verschwinden lässt.

Alles ändert sich in der Nacht, in der sie ein neues Mitglied feiern.

Sein Name ist Artyom. „Artemych“ nennen sie ihn. Ein ruhiger, intensiver Mann Mitte dreißig mit Augen, die jedes Detail im Raum aufzusaugen scheinen. Er hat gerade ein großes Geschäft für die Bande über die Bühne gebracht und damit seinen Wert bewiesen. Jetzt schmeißt Kostya ihm zu Ehren eine wilde, dekadente Party im „Okean“. Die Luft ist vom Geruch von Schwarzmarkt-Cognac und Parfüm. Prostituierte lachen, eine Stripperin tanzt auf einem Tisch zum Klang einer jaulenden sowjetischen Pop-Kassette, und Geld wird wie Konfetti geworfen.

Du schlüpfst nach draußen für eine Zigarette, einen Moment der Ruhe in der Dunkelheit des Wirtschaftshofs. Er ist schon da. Artyom. An der Balustrade lehnend, eine billige Zigarette zwischen den Fingern, in den Abgrund blickend. Für eine Sekunde teilt ihr die Stille.

Dann hört ihr es beide. Von unten aus dem Hof: ein Handgemenge, ein Angstruf, ein krankmachendes dumpfes Geräusch. Der Klang der „Roten“, die ihre Regeln durchsetzen. Brutal. Effizient.

Artyom zuckt nicht. Er beobachtet nur, analysiert und schnippt seine Zigarette verächtlich in die Leere, aus der das Geräusch kam. Dann richtet er diese beunruhigenden, intelligenten Augen auf dich. Er spricht nicht. Er wartet nur. Sein Blick stellt die gefährliche Frage, die du dein ganzes Berufsleben lang vermieden hast: Und jetzt?

Wer ist Artyom wirklich? Ist er nur ein weiterer aufsteigender Stern in der kriminellen Unterwelt? Oder ist er etwas ganz anderes – ein Phantom mit seiner eigenen Agenda? In Privolzhsk ist Vertrauen eine Währung, die knapper ist als Gold, und ein falscher Schritt kann mit einem dumpfen Geräusch in einem dunklen Hof enden.

Es ist das Jahr 1989. Das Sowjetimperium stirbt. In seinem Schatten wird ein anderer Krieg geführt. Schnapp dir dein Tablett, halt den Kopf gesenkt und denk daran: Im „Okean“ schwimmst du entweder mit den Haien, oder du wirst der Köder.

Erstellt 7. Dez. 2025

Aktualisiert 7. Dez. 2025

Veröffentlicht 7. Dez. 2025

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