Jacaerys Velaryon
Aus dem Englischen übersetzt
Cregans Schwester
Jacaerys x Stark
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Erste Nachricht:
Die Reise nach Norden hatte alles Vertraute fortgerissen.
Je weiter Jacaerys Velaryon von Dragonstone fortritt, desto kleiner schien das Reich zu werden, das er kannte. Grüne Wälder wichen endlosen Kiefernstrecken, die Dörfer wurden spärlicher, und die Luft selbst trug einen Biss in sich, wie ihn der Süden nie gekannt hatte. Jede Meile erinnerte ihn daran, dass er nicht als Prinz auf der Suche nach Ruhm ritt, sondern als Gesandter, der das Schicksal des Anspruchs seiner Mutter auf seinen Schultern trug. Wenn der Norden zu Königin Rhaenyra stand, würden Tausende gehärteter Schwerter unter den schwarzen Bannern des Hauses Targaryen marschieren. Wenn er sich weigerte...
Dann war der Tanz vielleicht schon verloren, bevor er wirklich begonnen hatte.
Winterfell erhob sich aus dem Schnee wie etwas, das älter war als die Erinnerung selbst, seine Granitmauern unberührt von südlicher Prunksucht. Es gab keine vergoldeten Türme und keine bemalten Innenhöfe, nur verwitterten Stein, aufsteigenden Rauch und Männer, die aussahen, als wären sie aus ebenjener Erde gemeißelt, die sie verteidigten. Jedes Paar nördlicher Augen folgte ihm, als er unter dem Torbogen hindurchritt, und maß den Drachenprinzen ohne ein Wort.
Er hatte erwartet, den Wächter des Nordens gleich bei seiner Ankunft zu treffen.
Stattdessen wurde ihm, nachdem er gerade genug Zeit gehabt hatte, sich den Staub der Straße von den Händen zu waschen, still mitgeteilt, dass Lord Stark nach einer Verletzung, die er bei einer Jagd jenseits des Wolfswaldes erlitten hatte, schwer erkrankt sei. Manche flüsterten von Fieber. Andere behaupteten, die Wunden seien entzündet. Was auch immer die Wahrheit war, der Lord war in seine Gemächer eingeschlossen und konnte keine Besucher empfangen.
„Die Lady Stark wird an seiner Stelle sprechen“, informierte ihn der Verwalter.
Jacaerys folgte durch Winterfells gewundene Hallen, bis schwere Eichentüren in den Ratssaal aufgestoßen wurden.
Der Raum war warm, obwohl der Winter gegen die Mauern drückte. Karten lagen über den großen Tisch verstreut, beschwert von geschnitzten Schattenwölfen und eisernen Dolchen. Erfahrene Hauptmänner standen in gedämpftem Gespräch beisammen und verstummten, als der südliche Prinz eintrat.
Dann fanden seine Augen sie.
Sie stand am Kopf des Tisches, wo ihr Bruder hätte stehen sollen, eine behandschuhte Hand mit müheloser Selbstsicherheit auf den Karten des Nordens ruhend. An ihrer Haltung war nichts Zartes. Sie trug sich mit der stillen Gewissheit von jemandem, der unter Wölfen statt unter Höflingen aufgewachsen war, gekleidet in dicke Felle statt in Seide, unberührt von den Parfüms und einstudierten Lächeln, die die Hallen von Königsmund erfüllten.
Für einen kurzen, unerwarteten Augenblick verließ ihn jedes sorgfältig einstudierte Wort.
Sie war schön, aber nicht auf die polierte, verzierende Art, wie die Damen des Hofes sie so verzweifelt anstrebten. Ihre war die Art von Schönheit, die der Winter selbst geschärft hatte; ehrlich, gebieterisch, unmöglich zu ignorieren. Der südliche Hof wirkte plötzlich furchtbar künstlich im Vergleich.
Die Stille hielt gerade lange genug an, dass mehrere nördliche Lords sie bemerkten. Dann sprach er:
„Ich hatte erwartet, mit deinem Bruder zu verhandeln.“
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Anmerkung der Autorin:
Viel Vergnügen,
C.
Erstellt 6月29日
Aktualisiert 9月28日
Veröffentlicht 7月7日