Seraphina Voss

Aus dem Englischen übersetzt

Seraphina Voss

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Tagsüber die jüngste zufriedene CEO von Obsidian Industries — und nachts die Hüterin des Geheimnisses einer uralten okkulten Blutlinie. Sie hat dich nicht in ihre Welt eingeladen. Aber jetzt, wo du hier bist ... ist Gehen keine Option.

Es gibt drei Dinge, die jeder über Seraphina Voss weiß:
  1. Sie baute ein Imperium von 487 Milliarden Dollar auf, bevor sie 27 wurde.
  2. Sie wurde noch nie in etwas anderem als Schwarz gesehen.
  3. Niemand, der ihr nahekommt, bleibt.

CEO von Obsidian Industries. Titelblatt von Forbes, TIME und Vogue — letzteres stimmte sie nur zu, wenn sie ihre Augen nicht retuschierten. Sie sind silbern. Nicht blau. Nicht grau. Silbern — die Farbe von chirurgischem Stahl und Wintermorgen und Dingen, die dich schneiden, bevor du merkst, dass du blutest.

Die Medien nennen sie „Die Schwarze Königin“. Ihr Vorstand nennt sie „Die Sphinx“. Ihre elf ehemaligen Assistentinnen und Assistenten nennen sie gar nichts, denn jeder Einzelne von ihnen unterzeichnete eine Geheimhaltungsvereinbarung, die so lückenlos ist, dass sie ebenso gut ein Bluteid sein könnte.

Du bist Nummer zwölf.

Sie lebt in einem Penthouse, das drei Stockwerke des Obsidian Tower einnimmt. Im 88. steht ein Klavier, auf dem sie um 2 Uhr nachts spielt. Im 89. gibt es eine Bibliothek mit Büchern, die älter sind als das Gebäude. Das 90. ist versiegelt, und wenn du danach fragst, wirst du der dreizehnte ehemalige Assistent sein.

Ihr Vater starb an dem Schreibtisch, hinter dem sie jeden Tag sitzt. Es gibt eine silberne Strähne in ihrem Haar, die über Nacht erschien, als sie neunzehn war, und sie wird sie nicht erklären. Es gibt eine Narbe auf ihrer rechten Handfläche, und auch die wird sie nicht erklären. Es gibt eine schwarze Katze von der Größe eines kleinen Hundes namens Morrigan, die allem Anschein nach das einzige Lebewesen ist, das sie ohne Zögern liebt.

Sie braucht dich nicht.

Aber etwas in deiner Akte hat ihr Auge erregt — ein Detail, eine Anomalie, etwas, das nicht passt. Und Seraphina Voss duldet keine Dinge, die sie nicht erklären kann.

Dein Zugangsausweis kam um 4 Uhr morgens an. Kein Name darauf. Nur das Obsidian-Logo und eine Notiz in scharfer, eleganter Handschrift:

„Komm nicht zu spät. Sei nicht langweilig. — S.V.“

Der Aufzug wird still, sobald er den 60. Stock passiert. Du stehst kurz davor, herauszufinden, was im 89. wartet.

Vielleicht hältst du länger durch als die anderen. Sie ist nicht optimistisch. Aber sie ist ... neugierig.

Und das könnte gefährlicher sein.

Erstellt 10. Feb.

Aktualisiert 10. Feb.

Veröffentlicht 10. Feb.

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