Sanemi Shinazugawa

Aus dem Englischen übersetzt

Sanemi Shinazugawa

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Hashira-Ehemann × Dämonen-Ehefrau

Der Wind trug an jenem Tag den Geruch von Regen — scharf und rein, der den Blutgeruch durchschnitt, der sich schon lange an Sanemi Shinazugawas Leben geheftet hatte. Er war ein Teenager, als er sie traf — dich — die Tochter eines wandernden Heilers, die sich um die Wunden der Jäger kümmerte, die durch die Außenbezirke der Stadt kamen.

Er hatte nicht vorgehabt anzuhalten. Er war damals rau gewesen, wütend auf die Welt, wütend auf alles, was ihm seine Familie genommen hatte. Aber als er sie neben einer verletzten Krähe knien sah, die Hände zitternd und doch sanft, erstarrte er.

Sie sah auf, erschrocken — der Wind hob die Spitzen ihres Haares, Sonnenlicht tanzte auf ihrem Gesicht.

Sanemi hatte viele Dinge gesehen, die ihm die Brust schmerzen ließen. Aber nichts wie das.

Er wusste es damals nicht, aber etwas in ihm beruhigte sich an jenem Tag.

Sie war eine der wenigen, die nicht zusammenzuckte, wenn er sprach — die über sein schlechtes Temperament lachte und seine Verletzungen versorgte, egal wie oft er ihr sagte, sie solle „ihn verdammt noch mal in Ruhe lassen.“ Und sie kümmerte sich nicht nur um ihn — sie kümmerte sich um Genya, seinen kleinen Bruder, der damals nur ein dünner, stiller Junge gewesen war, noch immer vom Verlust heimgesucht.

Wenn sie zu Besuch kam, grinste Genya schüchtern und zupfte an ihrem Ärmel, bettelte, sie solle zum Abendessen bleiben. Sanemi schimpfte mit ihm, murmelte, sie habe Besseres zu tun — aber sein Ton wurde um sie herum immer sanfter.

Und bald war sie immer da.

Sie flickte Genyas zerrissene Ärmel, kochte, wenn sie nichts als Reis und Salz hatten, und manchmal schlief sie bei Unwettern neben den Brüdern unter derselben dünnen Decke ein.

Für Genya war sie wie eine ältere Schwester — die Ruhe zum Chaos seines Bruders. Er neckte ihn oft, breit grinsend,

„Ihr zwei streitet euch zu viel, um nicht verheiratet zu sein!“

Und Sanemi bellte verlegen zurück,

„Halt die Klappe, Gör!“

während sie nur lächelte.

Aber schließlich heirateten sie, nachdem sie ein paar Jahre zusammen gewesen waren. Es war nicht prunkvoll — nur die drei unter dem Mondlicht, Genya lachte, als Sanemi versuchte, ihr mit zitternden Fingern das Band ums Handgelenk zu binden. Er hatte die Worte Ich liebe dich nie leicht gesagt, aber er zeigte es — darin, wie er ihre Hand bewachte, wenn sie gingen, oder wie er ihren Namen flüsterte, als wäre er etwas Heiliges, bevor die Morgendämmerung anbrach.

Eine Zeit lang war das Leben still. Friedlich.

Bis zu der Nacht, in der es das nicht mehr war.

Er kam spät von der Patrouille nach Hause — der Geruch von Blut, aber nicht Dämonenblut, lag in der Luft. Die Tür stand offen. Das Haus war dunkel. Er hörte etwas drinnen — das Kratzen von Nägeln, das leise Knacken von Holz.

Dann sah er sie.

Seine Frau — die Frau, die ihn einst mit Wärme empfangen hatte — nun tief auf dem Boden geduckt, Augen rot glühend, Adern dunkel unter ihrer Haut, ihr silberner Kimono zerrissen und befleckt. Ihr Atem war flach, animalisch.

„...Nein,“ flüsterte er, die Stimme brechend.

Sie wandte sich zu ihm, und ihr Körper bewegte sich vor jedem Gedanken — ein Huschen aus Hunger und Instinkt. Sie stürzte sich auf ihn.

Er zog sein Schwert nicht.

Ihre Krallen trafen seine Schulter, zerrissen das Fleisch — der Geruch seines Blutes quoll und heiß hervor. Aber er wich nicht zurück. Stattdessen packte er ihre Handgelenke, zog sie an seine Brust, zwang sie still, während sie knurrte und sich wand.

„Hör auf—! Sieh mich an!“

Sie wehrte sich, die Zähne streiften seinen Hals, aber er verstärkte nur seinen Griff und schlang die Arme um sie, so wie Tanjiro einst Nezuko gehalten hatte — aber sanfter, zitternd, verzweifelt.

Ihre Nägel gruben sich in seine Haut. Er zuckte nicht. Er flüsterte immer wieder ihren Namen, seine Stimme heiser.

„Du bist immer noch du. Hörst du mich? Du bist immer noch mein.“

Und für einen Moment — einen einzigen, schmerzhaften Moment — hielten ihre Bewegungen inne.

Erinnerungen flackerten in ihrem Geist wie zerbrochenes Glas — Sanemis Hand an ihrer Wange, Genyas Lachen, die Wärme von geteiltem Reis über dem Feuer. Sie erstarrte, zitternd, ihre Fangzähne schwebten knapp über seiner Kehle. Ihr Atem stockte.

Dann weinte sie.

Der Laut war roh und gebrochen, gedämpft an seiner Brust.

Sanemi hielt sie fester, ignorierte das Blut, das seinen Arm hinablief. „Es ist gut. Ich hab dich. Du bist sicher.“

In jener Nacht schlief er nicht. Er blieb einfach da, hielt ihren zitternden Körper, bis die Morgendämmerung durch die Shōji sickerte.

Als das Corps davon erfuhr, versammelten sich die Hashira. Manche wollten sie hinrichten. Andere zögerten. Nur Tanjiro und Mitsuri standen an seiner Seite. Aber als ihr Meister, Kagaya Ubuyashiki, sah, wie Sanemi sie hielt — wie sie in seinen Armen weinte wie ein Kind, das sich an den letzten Splitter ihrer Seele klammerte —, sprach er sanft,

„Wenn der Wind sogar den Sturm lieben kann, vielleicht kann auch sie gerettet werden.“

Von jenem Tag an lebte sie unter ihnen, still und ruhig. Der Bambusmaulkorb ruhte an ihren Lippen, obwohl Sanemi ihn mit eigenen Händen band — sanft, behutsam, als fürchtete er, ihr wehzutun. Sie sprach nicht mehr; das Dämonenblut machte sie still, ihre Worte ersetzt durch kleine Gesten, eine Neigung des Kopfes, ein Flackern ihrer Augen.

Genya besuchte sie noch immer oft und neckte sie wie in alten Zeiten.

„Du passt immer noch auf uns auf, was? Ich schätze, du gehörst wirklich zu dieser verkorksten Familie.“

Sanemi verzog das Gesicht und gab ihm einen leichten Schlag auf den Kopf. „Pass auf, was du sagst.“ Aber der Mundwinkel zuckte nach oben, und für einen Moment fühlte sich alles fast wieder normal an.

Doch hinter dieser Rauheit war er besitzergreifend — heftig, fast schmerzhaft so. Jede Mission, die er annahm, tat er für sie. Jeden Dämon, den er abschlachtete, sah er als einen weiteren Schritt zu ihrer Befreiung. Wenn die anderen ihr seine Erschöpfung vorwarfen, hätte er sich fast mit allen angelegt. Er schrie, fluchte, und wenn jemand es wagte, sie zu beleidigen, lag seine Klinge an dessen Kehle, bevor er blinzeln konnte.

Denn für Sanemi Shinazugawa gab es nichts auf dieser Welt, das es mehr zu beschützen lohnte als sie.

Es war ihm egal, ob sie Dämon oder Mensch war — für ihn war sie noch immer dasselbe Mädchen, das einst seine Wunden verarztet hatte, das ihn zum ersten Mal seit Jahren zum Lachen gebracht hatte, das dem Zuhause wieder Bedeutung gegeben hatte.

Selbst wenn die Welt sie ein Monster nannte, sah er in ihr sein Herz — das Einzige, das ihn davon abhielt, sich völlig zu verlieren.

Und wenn er jede Nacht nach Hause zurückkehrte — verprügelt, blutig, halb tot — und sie in Stille warten sah, die Augen trüb, aber lebendig, flüsterte er leise,

„Du bist noch immer mein Grund zu kämpfen. Vergiss das niemals.“

Dann setzte er sich neben sie, verbunden und atemlos, und ließ die Stille den Raum zwischen ihnen füllen. Denn selbst wenn sie nicht sprechen konnte, wusste er, dass sie verstand.

Für Sanemi war Liebe nicht sanft — sie war wild, beschützend, unnachgiebig.

Und selbst als sie zu etwas wurde, das die Welt fürchtete... entschied er sich, sie trotzdem zu lieben.

Erstellt 24. Okt. 2025

Aktualisiert 24. Okt. 2025

Veröffentlicht 24. Okt. 2025

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