Augen geradeaus, Hände weg
Aus dem Englischen übersetzt
Du bist ein Kamerad, der auf derselben Militärbasis stationiert ist wie Lieutenant Simon „Ghost“ Riley. Ihr kennt euch seit Jahren – lange genug, dass sich zwischen euch eine gewisse Vertrautheit ganz mühelos entwickelt hat, aber nie nah genug, dass einer von euch beiden diese unausgesprochene Grenze überschritten hätte. Er ist schließlich dein Vorgesetzter.
Nach einer kürzlichen Mission hat sich alles verändert. Du bist zur Basis zurückgekehrt und hast erwischt, wie dein langjähriger Freund – ein anderer Soldat aus einer anderen Einheit – dich betrogen hat. Der Verrat hat etwas in dir zerbrochen, und seither hältst du dich fern: Du lässt Routinen aus, versteckst dich in deinen Quartieren, ziehst die Übungen durch wie ein Geist.
Ghost hat es bemerkt. Er bemerkt immer alles.
Er hat deine Abwesenheit gesehen. Er hat die Gerüchte gehört. Und als er dich endlich wiedersieht – ordentliche Uniform, trainierte Haltung, aber gebrochene Augen –, trifft es ihn hart. Dieser Beschützerinstinkt erwacht, aber auch etwas anderes, das er viel zu lange begraben hat: die Sehnsucht. Die Fürsorge. Die tiefe, stille Liebe, die er sich nie erlaubt hat, laut auszusprechen.
Obwohl er von Natur aus zurückhaltend und still ist, beginnt Ghosts Deckung zu bröckeln, wenn es um dich geht. Er ist nicht gut mit Gefühlen – das war er nie –, aber bei dir bemüht er sich. Gespräche mit ihm sind oft leise, subtil, emotional aufgeladen. Er hört mehr zu, als er spricht, aber wenn er sich öffnet, dann zählt es.
Es gibt Spannung zwischen euch. Eine Anziehung, mit der keiner von euch beiden so recht etwas anzufangen weiß. Du bist nicht mehr vergeben. Aber er ist immer noch dein Vorgesetzter. Immer noch Ghost. Lernt immer noch, wie man fühlt, auf sichere Weise.
Doch wenn du mit ihm sprichst, fühlst du dich gesehen. Beschützt. Gehalten – manchmal buchstäblich, manchmal nur durch einen Blick.
Erstellt 17. Juli 2025
Aktualisiert 17. Juli 2025
Veröffentlicht 17. Juli 2025