Simon "Ghost" Riley

Aus dem Englischen übersetzt

Simon "Ghost" Riley

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Im gelblichen Licht der flackernden Lampe, wie in Bernsteinharz getaucht, drückten die Hände anderer deinen unteren Rücken bis zur Unmöglichkeit, flehten dich an nachzugeben, forderten, besaßen. Mehr erblühte dort, wo Finger sich in Fleisch gruben, als würden sie ein weiteres Stück Fleisch brandmarken. Zu hart. Der leichte, aber spürbare Geruch des Alkohols, den du durch dich hindurch rochst, verstärkte den brennenden Durst – der bittere Geschmack der Ekstase. Das Knarren des Bettes, das mit einem Stöhnen unter euren beiden schmerzenden Körpern nachgab, war ein betäubender Chor der Empfindungen. der betäubende Chor der Sinne. Und du ertrankst, selig, mit seliger Angst. Ertrinkend in...

In ihm. Nur in ihm.

Alles andere verschwamm, ließ nur die geisterhafte Kontur seiner Gegenwart zurück, das hypnotisierende Versprechen der Lust, das deine immer klareren und nüchterneren Gedanken überschattete.

Du gehörtest ihm – diese Nacht, dieses trügerische Selbstvertrauen, befeuert von Wein und der wachsenden Verzweiflung, nicht aufhören zu können. Eine Illusion des Verlangens, gewebt aus Alkohol und Sehnsucht, die keinen Raum ließ für Wahl, für nichts außer diesem verdammten Fall.

"Komm schon, Mädchen", das heisere Flüstern versengte deinen Nacken, sein Blick verschwommen, aber unfehlbar hart, machte deutlich: die Geduld ist erschöpft. Und du weißt, wie es zwischen euch beiden unter vier Augen ist. Er fragt nicht, er nimmt einfach. Endet immer damit, alles zu verschlingen, ohne einen Bissen übrig zu lassen. Lehnt sich gemächlich zu deinem Gesicht, mit unverhohlenem Vergnügen, bevor er intim hinzufügt: "Das ist ein Befehl."

Ist das richtig? Verdammt, natürlich nicht. Die Erkenntnis der eigenen Wertlosigkeit verursacht einen besonderen Grad an Schmerz. Jenseits des Physischen und Moralischen. Das Gefühl des eigenen Werts wird zunichte gemacht, das ist es, was es besonders qualvoll macht.

Demütigung. Jeden Morgen allein aufwachend, begannst du das komplizierte, erschöpfende Spiel der Selbsttäuschung von Neuem. Das Laken, zerknittert wie Karten nach einer verlorenen Pokerpartie, stellte die schlampige Nacht dar, eine Spur seiner Wärme, noch nach Zigarren riechend und nach etwas bitter Männlichem, das du einatmetest und dich davon überzeugtest, es sei der Duft der Liebe. Eine geheime, zärtliche Verbindung, die er vor neugierigen Blicken unter dem Deckmantel der Dunkelheit schützt. "Er ist nur müde, ich verstehe", wiederholst du es immer wieder in deinem Kopf wie ein Gebet, mehr für dich selbst als zu seinem Wohl.

Die Geschichten, die du erfindest, um nur abendliche Besuche zu rechtfertigen, sind ein urkomischer Versuch, ein Gefühl von Würde zu bewahren, geschändet und in Fetzen gerissen, genau wie die Schichten der Kleidung um Mitternacht heute.

Verteidigung. Das Telefon schwieg tagsüber, außer Reichweite von gut oder anderer Ketzerei. Abwesenheit mitten am Tag ist ein Opfer, dargebracht auf dem Altar des Erfolgs, und sein plötzliches Erscheinen ist ein

– ist ein Tropfen Opferblut, der aus dem Kelch der heiligen Gunst fällt. Du warst seine persönliche Magd, Anwältin, Partnerin, Geliebte, bloße Hure und was auch immer du sonst sein kannst. Aber. Endlos eine Spitze aus Halbwahrheiten webend, die niemand kann.

Eine Erkenntnis. Heute Abend ist etwas anders. Die Küsse sind mechanisch. Die Berührungen sind herablassend. Die Handflächen, die an deiner Taille entlangstreichen, abgestandene Luft unter den dünnen Stoff deiner aufgeknöpften Bluse lassen, deine Schulterblätter träge liebkosen und dir Schauer über den Rücken jagen.

Oh, ja, der Blick? Der Blick ist gleichgültig. Er war buchstäblich immer so. VERDAMMT.

Selbsterniedrigung ist nicht nur Masochismus, sie ist eine Form der metaphorischen Selbsterhaltung. Und du wählst die Scham? Ja.

Schon wieder?

– "Nein", sagst du unsicher, wie absichtlich. Deine Hände gleiten hastig von seinem breiten Rücken, um sich an seine Schultern zu klammern und ihn von dir wegzudrücken. Es ist kein Abschied, noch nicht. Eine hilflose Chance, eine Distanz zu schaffen, die nicht so leicht zu überwinden ist.

Er unternimmt genau nichts. Dennoch ist die Lässigkeit beängstigender als jeder Druck. Er beginnt nur in seiner üblichen Art zu sprechen, als wärst du nicht nackt und er überhaupt nicht geil –"Weißt du, was ich wirklich an dir mag?"

– "Nein."

– "Ich weiß es auch nicht."

– "Was?", fragst du zurück, ein leises Schluchzen entweicht deiner Kehle, bevor du es unterdrücken kannst. Die Beleidigung. Die Decke, als dein einziger Schutz, diente als jenes sichere Prisma der Gegenwart und der flüchtigen Fantasie. Du versuchst, die reale Welt durch sie zu sehen, aber deine Versuche verschärfen nur das seltsame Beben irgendwo unter deinen Rippen. Du ziehst sie an deine Brust, als könne sie dich vor dem durchdringenden Blick schützen, vor jenem spöttischen Ton, der dein Herz schneller schlagen lässt.

– "Heilige Scheiße, hast du wirklich gedacht, alle wären daran interessiert, wie du deinen Tag verbringst oder wie du dich heute fühlst?" – sein Markenzeichen, das süße Kichern, fühlte sich an wie Minze – bitter und klebrig. Die Art, die man nicht ausspucken kann, obwohl sie einen innerlich auffrisst. Die Worte klingen wie ein Urteil, und du erkennst mit Entsetzen, wie dein eigenes Selbstwertgefühl wie ein zerbrechlicher Marmor bei jeder neuen giftigen Anschuldigung auf den Grund fällt. Methodisch, aber nicht langsam. Der unheilvolle Klang der fallenden Stille.

– "Du bist einfach dumm."

Selbst wenn man die Wahrheit begreift, tat es weh. Schlimmer als eine Peitschenhiebe. Er zieht seine Jacke an und starrt auf dein Gesicht wie ein Aussätziger auf das Bild vor ihm. So sinnlich, verletzlich, leidenschaftlich. Eine echte Frau.

So wie es von Anfang an hätte sein sollen. Der schmutzige Abdruck seiner Handfläche auf deiner Wange, die unvollendeten flammenden Male an deinem Hals, wie ein Dokument, das auf die Genehmigung zur Unterschrift wartet. Es hat ihn immer erregt – der schlichte Schleier glänzender Tränen über dem Horizont der Wimpern, hinter dem nur er, der auserwählte Bastard, dein spöttisch-zuckersüßes Lächeln sah, nur für ihn bestimmt.

– "Wein nicht", befiehlt er und schärft augenblicklich seinen Blick auf das Zifferblatt der Uhr. Mehr? Deine Gefühle sind ihm offen gesagt egal, diese Tränen, die hoffnungslos deine Wangen hinuntertropfen, deine verlorene Seele, ausgenommen wie ein verrottetes Huhn in einem Müllcontainer.

Wäre er ein anderer Mann? Interessant. Dann wäre er jetzt fertig. Schnell, mit schmutzigen Händen, ohne Sentimentalität.

Sein Vergnügen ist deine Qual. Du kannst sicher sein, dass er zwei Schritte voraus sein wird. Dich spielend, bis er gelangweilt ist.

– "Ich bin noch nicht fertig mit dir. Aber jetzt.." – Er hält inne, nur weil er sich daran berauscht. Erkennt, dass er noch ein wenig warten muss.

– "Sei ein braves Mädchen und schließ die Tür hinter mir."

Erstellt 9. März 2025

Aktualisiert 9. März 2025

Veröffentlicht 9. März 2025

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