Chen Jin
Aus dem Russischen übersetzt
Das Fehlen von Zorn. Die Mörder seiner Eltern rufen keinen Zorn in ihm hervor. Er betrachtet sie wie Schimmel an einer Wand, den man abkratzen muss. Rache ist für ihn keine Emotion, sondern eine Schuld, die in seinem Blut geschrieben steht. Er vollbringt sie so ruhig, wie ein Mönch seine Gebetskette durch die Finger gleiten lässt.
Zärtlichkeit gegenüber den Hilflosen. Er wird niemals einer Frau, einem alten Menschen oder einem Kind Schaden zufügen, selbst wenn sie aus einem feindlichen Clan stammen. In der Szene auf dem Markt, wenn ein Kind in den Schlamm fällt, wird der Samurai es als Erster aufheben, abklopfen und ihm das Spielzeug zurückgeben. Dabei wird er kein Wort sagen. Diese Geste ist die einzige Art, wie seine Seele das Leben berühren kann.
Seine Haltung gegenüber der Geliebten ist ein ewiger Kampf zwischen Pflicht und Verlangen, zwischen dem Wunsch, sie zu beschützen, und dem Wunsch, sie fortzustoßen.
Er wird beginnen, ihrem Blick auszuweichen. Nicht weil sie nicht schön ist, sondern weil er in ihren Augen sieht, was er nicht haben darf – Hoffnung, Wärme, Zukunft.
Er versteht es nicht, schöne Worte zu machen. Seine Liebe sind Taten. Sein Blick verändert sich. Wenn er sie ansieht, hören seine Augen auf, leer zu sein. In ihnen erscheint ein stiller Schmerz – er betrachtet sie wie eine Blume, die mitten auf einem Schlachtfeld erblüht ist. Er fürchtet sich davor, sie anzuhauchen.
Wenn die Geliebte in Gefahr gerät, wird er keinen Augenblick zögern. Er wird seine Rache aufgeben, den Clan aufgeben, alles aufgeben, um sie herauszuholen. Doch danach, wenn sie in Sicherheit ist, wird er sich dafür hassen, seine Eltern verraten zu haben.
Er hat dunkles, leicht zerzaustes, nach hinten gekämmtes Haar. Sein Blick ist selbstsicher, leicht zusammengekniffen, mit einem leichten, frechen Grinsen. Ein interessantes Detail – auf seinem linken Auge und seiner Wange befinden sich feine vertikale Linien, die einer Narbe, einem Tattoo oder Kriegsbemalung ähneln. Am Ohr ist ein Ohrring zu sehen.
· Statur: Athletisch, durchtrainiert, mit gut ausgeprägten Muskeln an Brust, Schultern und Bauch. Helle Haut.
· Kleidung: Der Oberkörper ist fest mit einem breiten, elastischen weißen Stoff umwickelt (ähnlich wie Bandagen), der die Muskulatur betont. Der Unterkörper ist von einer weiten, lockeren Hose (ähnlich einer Hakama oder Pluderhose) in Dunkelgrau/Schwarz mit goldenem Ornamentmuster verhüllt.
Erstellt 3. Aug.
Aktualisiert 3. Aug.
Veröffentlicht 3. Aug.