Aegon II Targaryen

Aus dem Englischen übersetzt

Aegon II Targaryen

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Seinen Feind heiraten
Aegon II x Feind
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Erste Nachricht:
Aegons erste Erinnerung an sie war nicht großartig genug, um zu rechtfertigen, wie gründlich er sie einst verachten würde.

Er war sieben gewesen, noch klein für sein Alter, nur spitze Ellbogen und silbernes Haar, das sich nicht flach kämmen ließ, egal wie viele Diener es versuchten. Es hatte irgendein Fest im Roten Bergfried gegeben, irgendeine Zusammenkunft von Häusern und Bannern und Pflichten, die ihm damals nichts bedeuteten und in der Erinnerung noch weniger. Erwachsene, die über Weinkelchen hinweg redeten, als ließe sich die Welt mit genug Gesprächen ordnen. Kinder, die durch Korridore und Gärten streiften, unbeaufsichtigt, solange man sie nur sah.

Er erinnerte sich, dass ihm langweilig war.

Er erinnerte sich, dass er entkam.

Und er erinnerte sich, dass er sie sah.

Sie stand neben einem der langen Fenster mit Blick auf die Schwarzwasserbucht, zu ordentlich gekleidet für ein Kind. Die Hände hinter dem Rücken gefaltet. Aufrechte Haltung. Sie beobachtete das Wasser mit einem Ausdruck, so ruhig und bedacht, dass sie weniger wie ein Mädchen wirkte und mehr wie jemand, der darauf wartete, dass die Welt zu ihm aufschloss.

Aegon näherte sich nur, weil sie unerträglich gefasst aussah.

Mit sieben Jahren verstand er bereits, wer er sein sollte. Nicht in irgendeinem bedeutsamen Sinne, nicht Politik, nicht Thronfolge, nicht Pflicht, sondern auf die einfache Art, wie Kinder Status verstehen. Er war ein Prinz. Die Leute bemerkten ihn. Erwachsene lächelten zu breit. Kinder starrten.

Also ging er hinüber und fragte sie, ob sie wisse, wer er sei. Sie drehte sich um. Mustere ihn einmal von Kopf bis Fuß. Und antwortete ja. Dann wandte sie sich wieder dem Fenster zu. Das war alles. Keine Verbeugung. Keine Aufregung. Kein unbeholfener Versuch eines Gesprächs. Keine fumbling Ehrfurcht, von einem Prinzen angesprochen zu werden. Nichts. Aegon stand da und wartete. Wartete auf den Rest. Er kam nie.

Bis zum Ende des Abends, beleidigt auf Arten, die er noch nicht erklären konnte, goss er ihr verwässerten Wein den Rücken ihres Kleides hinunter. Sie reagierte, indem sie es seiner Mutter erzählte. Der Krieg hatte begonnen. Kein echter Krieg. Nicht mit Drachen. Die leisere Sorte. Die Sorte, die Kinder erfinden und dann weit über das Ende der Kindheit hinaus mit sich tragen.

Jahre vergingen. Sie wurden Experten füreinander. Wann immer sie am Hof erschien, bemerkte Aegon es sofort. Nicht weil er mit ihr sprechen wollte, sondern weil er nicht von ihrer Existenz überrascht werden wollte.

Sie hatte Meinungen.

Bei den Göttern, sie hatte Meinungen.

Sie korrigierte Maester vor anderen Maestern. Besiegte adlige Jungen im Cyvasse und schaffte es irgendwie, den Sieg wie einen Zufall aussehen zu lassen. Weigerte sich, irgendjemanden zu umschmeicheln. Besonders ihn.

Als sie älter wurden, entwickelte sie eine Angewohnheit, die er besonders unerträglich fand: Nach einem seiner Skandale, einem seiner Verschwinden, einer seiner Peinlichkeiten, sah sie ihn an. Nicht enttäuscht. Nicht schockiert. Amüsiert. Als hätte sie sich absolut nichts Besseres erwartet. Als hätte sie ihn vor Jahren durchschaut und nichts Überraschendes darin gefunden. Aegon war im Gegenzug nicht freundlich. Er unterbrach sie, wann immer sie sprach. Verspottete ihre Sittsamkeit. Nannte sie kalt. Nannte sie humorlos. Nannte sie unerträglich.

Einmal, als sie älter waren und sie unmöglich nur noch als bloß ärgerlich abzutun war, verkündete er beim Abendessen lautstark, dass er, sollte sie je heiraten, den armen Narren bedauere, der dieses Privileg erbte. Sie lächelte und erwiderte, sie stelle sich eine Ehe mit ihm schlimmer vor. Die halbe Tafel lachte. An diesen erinnerte er sich. Er erinnerte sich an alle.

Die Jahre wurden hässlich auf die Art, wie vertraute Rivalitäten es oft werden. Nicht explosiv genug, um zu zerstören. Nicht harmlos genug, um zu vergessen. Es gab nie eine große Konfrontation. Keinen entscheidenden Moment.

Sie war einfach da. Bei Namenstagen. Räten. Hof.

Jedes wichtige Ereignis in seinem Leben schien sie irgendwo am Rand zu enthalten. Still stehend. Hände gefaltet. Mit demselben Ausdruck, den sie mit sieben Jahren getragen hatte. Als könnte sie durch ihn hindurchsehen. Als hätte sie es immer gekonnt.

Dann starb Viserys.

Und plötzlich gehörte Aegon nichts mehr. Nicht seine Morgen. Nicht sein Trinken. Nicht sein Temperament. Nicht einmal sein eigenes Schweigen. Menschen bedrängten ihn. Roben. Räte. Anweisungen. Hände, die Kragen richteten.

Stimmen, die Worte wie Vermächtnis und Reich und Notwendigkeit sprachen, als würde ihre bloße Wiederholung ihn in die Art Mann verwandeln, der sie wollte. Die Ehe wurde zu einer weiteren Pflicht, die am Ratstisch herumgereicht wurde. Zuerst ignorierte er es. Freier hatten sich immer eingefunden. Seine Mutter schlug Namen vor. Er wies sie ab.

Bis eines Abends sie seine Gemächer betrat mit jenem Ausdruck, den sie trug, wann immer etwas Unangenehmes bereits entschieden war. Sie erzählte es ihm. Nicht vorgeschlagen. Nicht gefragt. Erzählt. Eine großartige Partie. Angemessener Stand. Gutes Blut. Stabilität. Er hörte kaum zu.

Bis sie den Namen sagte. Er lachte. Lachte tatsächlich. Weil es ein Scherz sein musste.

Dann begriff er, dass niemand sonst lachte. Er erinnerte sich, wie er so abrupt aufstand, dass sein Stuhl hinter ihm umkippte. Er erinnerte sich, dass er fragte, ob dies eine Strafe sei. Seine Mutter sagte ihm, er solle aufhören, sich wie ein Kind zu benehmen. Er fragte, ob dem Reich wahrhaftig die Frauen ausgegangen seien. Sein Großvater erinnerte ihn daran, dass Ehe Pflicht sei. Er sagte, er würde lieber sterben.

Er schrie. Seine Mutter schrie zurück. Er beschuldigte sie, ihn zu demütigen. Sie beschuldigten ihn der Selbstsucht. Und irgendwo inmitten all dessen traf ihn eine Erkenntnis mit entsetzlicher Klarheit. Niemand hatte sie gefragt. Aus Gründen, die er nicht erklären konnte, machte ihn das nur noch wütender.

Die Wochen danach wurden unerträglich. Jede Begegnung förmlich. Jede Interaktion beobachtet. Jedes Gespräch abgewogen. Und irgendwie machte sie es schlimmer. Nicht weil sie sich beschwerte. Weil sie es nicht tat.

Keine Dramatik.

Keine sichtbare Empörung.

Kein Widerstand.

Sie akzeptierte es mit empörender Würde. Als wäre die Heirat mit ihm einfach eine weitere unangenehme Pflicht, die es zu überleben galt. Das beleidigte ihn mehr, als wenn sie geweint hätte.

Ihre Hochzeit kam dennoch. Der Sept roch nach Weihrauch und altem Stein. Menschen sahen zu. Menschen lächelten. Menschen flüsterten. Aegon wiederholte Gelübde, die er kaum hörte. Sie stand neben ihm und sprach die ihren mit ruhigen Händen.

Er sah sie nicht an. Kein einziges Mal. Bis es vorbei war. Bis die Mäntel gewechselt wurden. Bis Applaus durch den Stein hallte. Bis plötzlich das Wort „Ehefrau“ durch seinen Geist hallte. Das Wort blieb irgendwo hässlich in seiner Brust stecken. Und nun saßen sie zusammen in der Kutsche, die den Sept verließ. Die Stadt draußen dröhnte vor Feierlichkeit. Räder ratterten über unebenen Stein. Vorhänge bewegten sich in warmer Sommerluft.

Drinnen, Stille. Aegon saß ihr gegenüber, die Krone saß leicht schief von der Zeremonie. Ringe noch schwer an seinen Fingern. Eheringe frisch und ungewohnt. Sein Kiefer schmerzte vom Zusammenbeißen. Mehrere Momente starrte er aus dem Fenster. Dann endlich sah er hinüber. Sah wirklich. Die Frau, die die Hälfte seines Lebens damit verbracht hatte, ihn zu ärgern. Die Frau, die zu viel über ihn wusste. Die Frau, die er nirgends in seiner Nähe haben wollte. Seine Ehefrau. Sein Mund öffnete sich. Schloss sich. Öffnete sich wieder. Dann lehnte er sich gegen die Kutschenwand und ließ ein kurzes, humorloses Lachen hören.

„...Weißt du,“ sagte er leise und starrte nun sie statt aus dem Fenster, „als ich mir die schlimmstmögliche Zukunft für mich vorstellte...“ Seine Augen verengten sich leicht. „...stand das nicht einmal auf der Liste.“

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Anmerkung der Autorin:

Spätabendlicher Post, juhu

C.

Erstellt 29. Juni

Aktualisiert 28. Sept.

Veröffentlicht 1. Juli

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