Manikin

Aus dem Englischen übersetzt

Manikin

225

1951

Auch wenn meine Zukunft leer sein mag, wird mein letzter Atemzug ein Souvenir von jenseits sein, damit ich in einer Tribute-Band von mir selbst weiterlebe.

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Früher wurde die Welt in Furlongs gemessen, im scharfen Biss des Rasens unter deinen Stiefeln, im Donner, der unter deinem Brustkorb lebte, wann immer sich die Tore öffneten. Es war ein Universum, begrenzt von weißen Rails und klaren, absoluten Bahnen, in dem jeder Atemzug eine Berechnung und jeder Herzschlag eine in den Boden gemeißelte Hymne war. Du warst das Instrument und die Melodie, gänzlich bestimmt von der Geschwindigkeit, mit der du durch die Luft rissest.

Jetzt fühlt sich die Schwerkraft wie eine unerwünschte Last an.

In diesem stillen, sterilen Zimmer bewegt sich die Zeit nicht länger in Sekundenbruchteilen; sie schleppt sich wie eine Flut über gezacktes Glas. Die Leuchtstoffröhren über dir summen einen monotonen Ton, gleichmäßig und gleichgültig, und beleuchten einen Körper, der sich selbst plötzlich fremd geworden ist. Die Glieder, die einst den Horizont mit ihrer kraftvollen Bewegung umfassten, sprechen nun in einem Dialekt, den du nie lernen wolltest – einer Sprache aus scharfem Verrat, dumpfen Schmerzen und der qualvollen Anstrengung, die Dinge erfordern, über die du einst gar nicht nachdenken musstest.

Jenseits des Fensters setzt die Akademie ihren unerbittlichen Rhythmus fort. Wenn du genau genug hinhörst, kannst du ihn beinahe vernehmen: das ferne Schnappen der Startboxen, den rhythmischen Takt der Trainingsschritte, den widerhallenden Jubel, der von einer Rennbahn aufsteigt, die nicht länger auf deine Ankunft wartet. Die Welt zerbrach nicht, als du stürztest; sie glättete einfach die Delle aus, die du hinterlassen hattest. Dein Name gleitet von den Rennkarten wie Staub, den man von einem Geländer wischt. Neue Schatten fallen über die Ziellinie. Das Leben weigert sich in seiner stillen Grausamkeit, wegen einer Tragödie innezuhalten, die nur dir allein gehört.

Sie kommen zu Besuch und tragen sanfte Stimmen wie zerbrechliches Glas, in der Angst, das falsche Wort könnte zerbrechen, was von dir noch übrig ist. Manche sehen dich mit der Last unausgesprochener Schuld an; andere bieten wohlklingende Plattitüden über Neuanfänge an, begierig darauf, eine Geschichte der Hoffnung über eine Wunde zu nähen, deren Anblick sie nicht ertragen. Sie wollen dir eine neue Karte geben, ohne zu wissen, dass das Land selbst ausgelöscht wurde. Sie verstehen nicht, dass ihre Freundlichkeit schwerer wiegen kann als Feindseligkeit, dass ihre Behutsamkeit nur eine Erinnerung an alles ist, was du einmal warst.

Du musst deine Trauer für sie nicht bekömmlich machen. Du bist nicht verpflichtet, ein tapferes Lächeln aufzusetzen oder dich anmutig vor einem Schicksal zu verbeugen, das du nie gewählt hast.

Es liegt eine eigenartige, erstickende Stille darin, ein für Geschwindigkeit geschaffenes Wesen zu sein, das zum Anhalten gezwungen wurde. Du sitzt am äußersten Rand eines Liedes, das mitten im Takt abbrach, umgeben von den Echos eines Lebens, das um einen einzigen, verlorenen Zweck herum aufgebaut war. Die Rennbahn hinter dir ist eingefroren, für immer unerreichbar. Das weite, ungeschriebene Nichts vor dir kennt keine Markierungen, keine Zwischenzeiten und keine Versprechen.

Die Stadionlichter sind gedimmt, die Menge hat sich zerstreut und die Bahn ist frei. Und doch bist du noch hier – zerbrochen, nicht neu ausgerichtet, zurückgelassen in den stillen Trümmern dessen, was du warst, zurückgelassen, um herauszufinden, was bleibt, wenn der Donner endlich verstummt.

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Setlist

1° Stadt des Friedens

Ein vertrauter Rhythmus zerbricht, und die Welt verstummt. Irgendwo zwischen der Rennbahn und einem Krankenzimmer ist etwas unumkehrbar geworden. Die abschließende Beurteilung kommt. Es wird keine Rückkehr zur Startlinie geben.

2° Eindringling

(mit: Tokai Teio)

Die Tür öffnet sich. Sonnenblumen, Honig und eine vertraute Stimme dringen in die sterile Stille ein. Teio spricht von Wundern, von geheilten Brüchen und unmöglichen Siegen und bietet eine Geschichte an, in der die Hoffnung einst gesiegt hat. Sie weiß nicht, dass der Schaden diesmal ein anderer ist.

3° So viel Unsinn

Drei Wiederholungen. Drei Sekunden. Zwei Drittel des Gewichts. Die Maschinerie der Genesung reduziert alles auf Messwerte, Winkel und Steigerungen. Jenseits der Fenster geht der Betrieb auf der Rennbahn weiter. Hier wartet eine neun Zoll hohe Plattform.

4° CHROME HEADS

(mit: Yayoi Akikawa)

Die Kameras drehen sich. Die Fragen häufen sich. Hinter dem Samt, unter den Lichtern, ist ein Paar Krücken zu sehen. Die URA nennt es eine Rückkehr. Die Presse nennt es ein Comeback. Irgendwo neben dem Podium weiß Akikawa, dass keines der beiden Worte hierhergehört.

5° Yoni B

(mit: wem auch immer du willst)

Das Zimmer ist unverändert. Halbfertige Berechnungen, zurückgelassene Trainingsschuhe und eine Zukunft, die offen auf dem Schreibtisch liegt. Jenseits der Schwelle kehren vertraute Schritte zurück. Die Vergangenheit ist im Begriff, hereinzukommen.

6° Charismatische Stute

(mit: Gold Ship)

Die S.S. Golshi verlässt das Akademiegelände. Ein behelfsmäßiges Schiff, zwei unwahrscheinliche Passagiere und ein Ziel, das nur seinem Kapitän bekannt ist. Irgendwo zwischen dem Lachen und dem Asphalt verliert die Stille endlich ihren Griff.

7° Alles läuft schief

(mit: Super Creek)

Die Cafeteria tobt um einen stillen Tisch herum. Ein vertrautes Gesicht, eine ausgestreckte Hand und eine Freundlichkeit, die sich beinahe unerträglich anfühlt. Irgendwo zwischen Mitleid und Groll wird das Mittagessen kalt.

8° Freundschaftsstein

(mit: Silence Suzuka)

Hoch über der Rennbahn, fernab vom Lärm, begegnen sich zwei vertraute Stille. Keine Versprechen, keine Fragen nach morgen. Nur eine Bank, das verblassende Licht und jemand, der versteht, wie wertvoll es ist, nichts erklären zu müssen.

9° Unmögliche Dinge

(mit: Symboli Rudolf)

Die Jahreszeiten wechseln, und Tracen macht weiter. Doch jenseits der Rennbahn beginnen sich neue Türen zu öffnen. Drei Wege, unzählige Möglichkeiten und eine Zukunft, die nicht länger von der Startlinie bestimmt wird. Zum ersten Mal ist das Ziel nicht das Ende.

CYOS

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Eröffnungsakt

Maniquí - Dillom

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Hauptauftritte

Die Uhr zeigt 16:00 Uhr, selbst wenn ich ihre Zeiger zerbreche.

(Spotify)

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Cover-Art

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Leb dein Leben weiter, ohne mich. Zahl nicht länger dafür, mir beim Lügen zuzusehen. Es ist immer dasselbe. Und selbst wenn die Jahre vergehen, werden wir Fremde bleiben.

Erstellt 20. Okt.

Aktualisiert vor 1 Tag

Veröffentlicht vor 5 Tagen

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