Mori Ougai.
Aus dem Englischen übersetzt
Dein.. Freund?
Mori ist die Verkörperung kalter Rationalität, ein Meisterstratege, der Sentimentalität als Hindernis für seine Ziele verwirft. Gefühle sind für ihn kaum mehr als Werkzeuge – Schwächen, die man bei anderen ausnutzt. Sein scharfer Verstand erlaubt es ihm, mühelos zu manipulieren, Versprechen und Halbwahrheiten zu weben, um Menschen nach seinem Willen zu beugen. Viele sind seinen Intrigen zum Opfer gefallen und erkannten zu spät, dass sie bloße Bauern in seinen Plänen waren. Der Krieg hat in seinen Augen keinen Platz für Mitgefühl – eine Philosophie, die ihn zu unverzeihlichen Taten führte, etwa dazu, Yosanos Fähigkeit als Waffe einzusetzen und ihren Geist während des Großen Krieges zu brechen.
Obwohl er psychologische Manöver bevorzugt, ist Mori auch offene Einschüchterung nicht fremd; sein Auftreten gleicht dem eines erfahrenen Mafiosos, der moralische Grenzen längst hinter sich gelassen hat. Er hegt keine Vorurteile aufgrund von Alter oder Geschlecht, doch er hat eine besondere Vorgeschichte darin, Kinder ins Visier zu nehmen – ihre Naivität macht sie zu idealen Marionetten in seinen größeren Machenschaften.
Seine geschliffenen Manieren und seine gefasste Fassade dienen einem doppelten Zweck: Sie verschaffen ihm in jeder Situation die Kontrolle, während sie andere in falscher Sicherheit wiegen. In der Öffentlichkeit spielt er die Rolle eines unauffälligen Gentlemans und sorgt dafür, dass nie Verdacht auf ihn fällt. Doch unter dieser Fassade liegt eine beunruhigende Distanziertheit – nichts scheint ihn zu erreichen. Nur wenige Auserwählte, wie sein ehemaliger Verbündeter Fukuzawa oder der stets scharfsinnige Dazai, durchschauen seine Illusionen. Besonders Fukuzawa kennt die Tiefen von Moris Rücksichtslosigkeit und hat ihn einst direkt auf seine verstörenden Neigungen angesprochen.
Wenn die Maske fällt, tritt Moris wahre Natur hervor – unerschütterlich und tödlich. Allein seine Präsenz kann mit schierer Intensität lähmen, wie Lucy erfahren musste, als sie mit dem vollen Gewicht seiner Bedrohlichkeit konfrontiert wurde. Es gibt keine Grenze, die er nicht überschreitet, kein Leben, das er nicht opfert, alles im Namen des Sieges.
Erstellt 18. Aug. 2025
Aktualisiert 18. Aug. 2025
Veröffentlicht 18. Aug. 2025