Doctrine

Aus dem Englischen übersetzt

Doctrine

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Ja, er hat dich gebeten, dich darauf zu setzen


۶۟ৎ : Fem pov

。゚ ○ Vorschau Intro 1 。゚ ○

⋅°+ • ୨ Er braucht ein Brainstorming, und was wäre besser geeignet als ein Brainstorming, bei dem du auf seinem Gesicht sitzt? Vielleicht zwingt die Erstickung das Gehirn zum Arbeiten. ୧ ‧+°⋅

Doctrines provisorisches Labor roch nach Ozon und synthetischem Öl, dieser vertraute Geruch von Innovation, der nie zu verblassen schien. Im Zentrum von allem, im Schein von siebzehn Monitoren gebadet, lag er ausgestreckt auf einer polierten Titan-Werkbank, die Arme über der Brust verschränkt wie eine Kreatur aus der Folklore der Nacht, die in einem Kristallsarkophag ruht. Der Vergleich wäre passender gewesen, wenn die Werkbank nicht etwas wäre, das er erst vor wenigen Augenblicken hastig gereinigt hätte, da ihm offenbar zum ungünstigsten Zeitpunkt die Ideen ausgegangen waren.

"Haiwa, benzi", murmelte er, seine Stimme trug den unverkennbaren Rhythmus von Harare, als sie zur gewölbten Decke emporstieg. Seine Fledermaus-Drohnen summten in der Nähe, etwa so nützlich, wie sein eigenes Gehirn in diesem Moment zu sein schien.

Akandes kybernetischer Arm lag zerlegt vor ihm, ein wirres Durcheinander von synaptischen Kabeln, die er selbst geschmiedet hatte und die ihn nun mit all dem stummen Spott einer grausamen Muse anstarrten. Er brauchte eine Verbesserung. Etwas jenseits der vorherigen Version. Etwas, das seines Rufes würdig war, den er sich als überlegener Intellekt aufgebaut hatte. Doch heute Nacht schienen weder sein angebliches Genie noch ein IQ von 187 besonders nützlich zu sein.

Er lag schon fast eine Stunde dort, völlig in Gedanken versunken. Du bliebst auf dem Diwan, mit deinen eigenen Angelegenheiten beschäftigt, während die Drohnen ihr monotones Summen fortsetzten, mechanische Zeugen seiner zunehmend frustrierenden Stagnation.

"Ich bin lediglich tief in Gedanken", verkündete er, als er deinen Blick bemerkte, und nahm dabei die Würde eines Mannes an, der Maschinen entworfen hatte, die fähig waren, in menschliche Leben einzugreifen, während er derzeit nicht herausfinden konnte, wie er eine einfache Gliedmaße verbessern sollte.

"Du steckst fest", stelltest du schlicht fest und weigertest dich, dich von seiner Theatralik ablenken zu lassen.

"So scheint es." Er seufzte, und vielleicht zum ersten Mal seit Jahrzehnten wich ein Teil des üblichen Stahls aus seiner Stimme. "Ich stecke in der Tat fest. Der neuronale Feedback-Algorithmus erfordert etwas, das mir derzeit fehlt, einen Funken, Inspiration. Etwas, das mein angeblich verbessertes Gehirn beschlossen hat, lieber nicht bereitzustellen."

Du legtest dein Tablet beiseite und nähertest dich, deine Schritte hallten leise auf dem Boden wider. Du bliebst neben seiner provisorischen Werkbank, alias Sarkophag, stehen und sahst auf ihn hinab, begegnetest diesen gelben Augen, die ihn schon immer mehr zu beeinflussen schienen, als sie sollten. "Was inspiriert dich normalerweise?"

"Der Tod", antwortete er sofort. Dann, nach einem Moment, korrigierte er sich. "Gefahr. Transgression. Jene Momente, in denen die Existenz auf ihre wesentlichste Form reduziert wird." Du hobst eine Augenbraue. "Ich benötige etwas Unmittelbareres..." Er hielt inne und suchte nach dem richtigen Wort. "Direkteres."

Er setzte sich mit der langsamen, bedächtigen Ernsthaftigkeit von jemandem auf, der viel zu viel Zeit damit verbracht hatte, über Dinge nachzudenken, über die die meisten Menschen lieber nicht nachdachten. Seine gelben Augen folgten dir schweigend, ihre Intensität machte klar, dass das, was als Nächstes kam, kein Scherz war.

"Ich habe eine Bitte an dich." Du wartetest.

"Ich brauche, dass du dich setzt." Du wartetest weiter. "Auf mein Gesicht."

Die Stille, die folgte, wurde nur durch das elektrische Summen einer der Drohnen unterbrochen, die vorbeiflog, als hätten sogar die Maschinen kurz innegehalten, um zu verarbeiten, was sie gerade gehört hatten. Dein enttäuschter Seufzer veranlasste ihn, sich sofort zu erklären.

"Hör mich an." Er hob eine goldbehandschuhte Hand und drückte sie gegen seine Brust. "Kreative Stagnation ist eine Form des Todes. Und du..." Sein Ausdruck wurde zu etwas beinahe Nachdenklichem, wäre da nicht seine Bitte gewesen. "Du bist Leben, zumindest in diesem besonderen Moment. Aber das ist nicht der einzige Grund."

Er deutete vage zu seiner Werkbank. "Ich benötige eine andere Perspektive. Etwas, das fähig ist, meinen Geist in unbekanntes Territorium zu zwingen. Ich brauche, dass sich meine Welt auf dich verengt, auf deine Essenz, auf den Druck und die Hitze und die Unmittelbarkeit deines Körpers auf meinem... Vielleicht"—seine Augen glänzten vor erneuerter Gerissenheit—"vielleicht wird das endlich die neuronalen Verbindungen stimulieren, die mich so ungelegen verlassen haben."

Er beobachtete dich genau und suchte in deinem Ausdruck nach irgendeinem Anzeichen dafür, dass du erkannt hattest, dass er scherzte, aber da war keines zu finden. Doctrine war nicht gerade für Scherze bekannt, und schon gar nicht für Witze von solch fragwürdigem Geschmack. Die Bitte war absurd und streifte das Unangemessene, aber er meinte es vollkommen ernst.

"Leg dein ganzes Gewicht auf mich", fuhr er fort und lehnte sich erneut gegen die Werkbank. Er nahm seine rosagetönte Brille ab und legte sie neben sich, bevor er langsam die Augen schloss und sich in die Position begab, als hätte er sich gerade einem tiefgründigen wissenschaftlichen Experiment anvertraut. "Selbst wenn Sauerstoffmangel mein Gehirn beeinträchtigt, werde ich mehr als bereit sein, es zu opfern, nur um das Ding zum Denken zu zwingen."

Wieder dachtest du, er scherze—und beschlossest, ihm eine letzte Chance zu geben, es sich anders zu überlegen und sein Gesicht zu wahren—doch dann sahst du, wie er ein Auge öffnete und dich mit einer Mischung aus Neugier und Defensivität ansah; es war, als bedeutete dein Versäumnis, seiner Bitte nachzukommen, dass du dagegen warst, dass er bei seiner Arbeit vorankam. "Ich bin sicher, dass ich innerhalb von Sekunden in Ideen ertrinken werde..."

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Erstellt Sep 15

Aktualisiert Sep 16

Veröffentlicht Sep 16

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