König

Aus dem Englischen übersetzt

König

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Es regnet. Der Himmel beschließt, alle Spuren des einst tobenden Lebens fortzuwaschen. Die graue Erde scheint welk. Das verfallene Dorf, wo einst Lachen und Freude waren, ist schmutzig. Eine bedrückende Stille. Unter den Füßen in den weiten Pfützen unzählige Spritzer von Regentropfen. Das unaufhörliche Flüstern.

Er stand dort auf dem Dach eines verlassenen Gebäudes, sein Rücken diente als Barriere zwischen dir und der harten Realität, verbarg vor dem Blick alles, was zurückgeblieben war. Seine Silhouette löste sich kaum gegen den grauen Schleier auf, wie ein Schatten, aus Albträumen gerissen, eine vergessene Erinnerung, verloren in der Weite der Zeit. Ein Gewitter mitten im Nebel kam über ihn gebraust und stürzte ihn in seinen selbst geschaffenen Schrecken. Der Wind über ihm heulte wie ein Geist, der ihn für das tadelte, was er getan hatte.

Aber was, wenn es notwendig war? Es spielte keine Rolle.

Die Operation war ein Fehlschlag.

- „Komm her1,(come here) die Stimme war heiser, krächzend, als käme sie aus einer verrotteten Kehle, die ihre einstige Kraft verloren hatte. Sich umdrehend, schweigend, nur starrend. Kalt, abschätzend. Besorgt.

Er sagt scharf: „Sieh mich an.

Dein Gesicht war blass, und auf deiner Stirn, direkt über deiner Augenbraue, war ein kleiner, aber auffälliger Kratzer. Das Blut, frisch und hell, tropfte langsam herab und hinterließ eine dünne Spur scharlachroten Fadens, der das geplante Ergebnis und das tatsächliche verband. Perlen aus Regen und Blut verschmolzen zu der Illusion, dass die Wunde selbst Teil dieses Regens war, die Natur beschloss, den Schmerz in ihre Umarmung zu nehmen. Den Blick hebend, der seinen eigenen spiegelte: Leere.

Das Funkgerät an seiner Taktikweste befestigend in Erwartung der Evakuierung, ein beharrlicher Befehl, der nichts mit seiner Situation zu tun hatte – „Wir haben es geschafft. Das ist die Hauptsache“, verstummt er und wälzt seine nächsten Worte. Sie klingen hart, aber nicht hart. Eine Feststellung trockener Tatsache – „Und wir leben.“

Du nickst kurz, presst etwas heraus, das einem Lächeln fern ähnelt, und sagst fast unhörbar, den Schwall von Tränen unterdrückend, der in deinen Augenwinkeln brennt: „Ja. Ich schätze, du hast recht.“

Dein Haar, zerschlissen von den qualvollen Stunden des Kampfes, wurde schneller nass, als du dein Gewehr nachladen konntest. Der Regen lief über deine Wangen, sog das Salz deiner Tränen auf, und in diesem Bild, absolute Macht. Jener Ort in dir, wie versengt, schrie und verlangte danach, gefüllt zu werden. Und er war der Einzige, der ihn füllen konnte. Es tat so weh, dass es keinen besseren Weg gab, es zu stillen. Aber hat er das Recht dazu? Wäre es nicht egoistisch, deine Schwäche auszunutzen? Oder ist es der einzige Weg, diese verdammte Leere zu füllen, ohne mehr Schmerz zu verursachen?

Wird er es zulassen?

Lehnt sich näher, schmutzige Finger unter einem rauen Handschuh gleiten entlang der Linie deiner Schläfe und wischen den scharlachroten Fleck weg. Flüstert fast spöttisch, deine Grenzen des Erlaubten selbst jetzt erkundend – „Ich hätte nie gedacht, dass du es aushalten könntest“, du siehst die Herausforderung in ihm, die Lust, die Wut, und unter alldem einen Funken von etwas Weicherem, etwas fast wie Bedürfnis? Nein, nicht wirklich. Es war zu roh und formlos, als dass er es erkennen könnte. Aber es war da, ein Schimmer von Hunger im Blau seiner Augen.

Dafür ist es zu spät.

Dein Helm fällt, und deine Arme liegen um seinen Hals, dein Kopf ist zurückgeworfen, der Körper wölbt sich, als zöge eine unsichtbare Kraft an seinen Haaren. Und die langen Strähnen, befreit aus den Schlaufen, die den Helm hielten, fallen auf deine Schultern: er streichelt diese nasse, lange Welle, die unter die Wurzeln sickert, in deine Lippen sinkt.

Ist ein Kuss – unersättlich, hungrig, alles verzehrend – aufzuhalten? Ein innerer Ruf. Gierig. Unwiederbringlich.

Gott.

Du bist eine Flamme, lebendig und unbezähmbar, die flackernde Flamme einer umgedrehten weißen Kerze. Aber die Flamme brennt nicht nach unten – sie strebt nach oben, zur Freiheit und zu dem, was unerreichbar schien.

Dich fest gegen den Betonträger pressend, gleiten seine Handflächen deinen Körper hinauf, drücken schamlos warmes Fleisch durch die Schichten deiner Uniform. Sein schneller, hitzeerfüllter Atem ersetzt den Sauerstoff, und du gräbst deine Nägel in seine Unterarme und gibst dich vollkommen hin.

Du, er. Und der Regen.

Die Luft ist schwer vor Feuchtigkeit, riecht nach gefallenem Laub und feuchter Erde – tief, urtümlich. Dazu gesellt sich der herbe, schwere Duft von Herrenparfüm, stark und stechend, im Kontrast zum Geruch des Natürlichen, aber nicht abstoßend, ganz im Gegenteil.

Der Geschmack eines Mannes, seiner Gegenwart, seiner Nähe.

Und dann umschließt sein Arm, stark und sicher, meine Taille. Es ist nicht nur eine Berührung – eine Bestätigung. Eine stille Anerkennung der Unumkehrbarkeit dessen, was geschieht. Dich hochhebend, deine Hände klammern sich an seine Schultern, der reißende Befehl bringt deinen Verstand nur für einen Moment zurück zur Normalität, während du gehorchst: „Beine herum.“

Kaltes Wasser rinnt an deiner bald nackten Haut herab. Es läuft über eure Rücken, über eure Arme, wäscht über eure Körper und versucht, euer erhitztes Fleisch durch den Stoff zu kühlen. Aber der Regen ist machtlos. Die Kühle ist angenehm, doch sie kann das Feuer nicht löschen, das in euch wütet.

Schwindel, verschwommene Sicht. Die zielgerichtete Berührung wird fordernder. So gierig, als täte jede Kleiderschicht, die er abstreift, weh. Nachgebend, die Säule deines Halses entblößend, spürst du die hungrigen Lippen nach unten wandern. Das erste echte Stöhnen, süß und gedehnt, zieht an seinem Ohr vorbei. Ein freches, selbstgefälliges Lächeln spielt auf seinem Gesicht – reiner Männerstolz. Triumph. Genau so hat er dich sich ausgemalt, im Versuch, seine Instinkte zu stillen. Nichts wird das jetzt noch aufhalten.

Du bist bereits bis auf die Grundmauern niedergebrannt.

Alles, was bleibt, ist Asche und Hitze. Keine Spannung des Wartens mehr, kein Zweifel mehr, kein Ringen mehr. Nur vollständige Verbrennung, vollständige Verschmelzung zweier Wesen. In diesem Überrest ist nichts als eine tiefe Intimität, versengt von den blauen Flecken an den Körpern des jeweils anderen.

Der eiskalte, salzgetränkte Regenstrahl brennt auf deinem Rücken. Ein scharfer, fast qualvoller Kontrast zu dem Rausch in seinem Blut. Du zuckst zusammen, doch seine Bewegungen sind schneller. Hält dich an der Taille, beugt sich tief genug, dass du seinen Atem an deinem Hals spürst. Schnell, entschieden verlassen deine Hose und Unterwäsche deine Oberschenkel und fallen auf deine Knie. Es ist, als würde die Zeit langsamer werden, dann wieder schneller, und dich verletzlich zurücklassen.

Du hörst das Geräusch seiner Gürtelschnalle, das Rascheln des Stoffes seiner herabfallenden Hose. Unfähig, länger zu warten, atmest du krampfhaft aus, wirfst den Kopf zurück: „Schneller...“

Nasses Haar klebt an deiner Haut, zurückgelegt mit Schweiß und eintreffenden Regentropfen. Ringsum herrscht Halbdunkel, fast und greifbar. Seine Finger gleiten zu der glühenden Stelle, reiben die geschwollene Klitoris in gleichmäßigen Kreisen und rufen einen Schub von Unsicherheit hervor. Zuversicht tritt in den Hintergrund, und Angst nagt an seinem Hals und saugt die Einheiten seines Pulses aus. Langsam, aber genüsslich. Du beißt die Zähne zusammen und versuchst, ein Stöhnen zu unterdrücken, aber die unvermeidliche Anspannung in deinen Augen war ein Verräter. Er wird dich führen, wie ein kleines Kind an der Hand, an den Rand des Universums, langsam, Schritt für Schritt. Koste es, was es wolle. Beruhigend murmelnd, seine Stirn an deine lehnend: „Lass los und lass dich fühlen. Den Schmerz, die Angst und die Lust. Alles davon.“

Gehorsam.

Als das grüne Licht gegeben ist, ohne weitere Frage, eine Hand auf den Beton stützend, gibt er mit einem rauen, erstickten Knurren nach, die Hüften nach oben – „Verdammt, das ist eng“ – und beobachtet, wie seine Länge langsam in dich eindringt und das Verlangen stillt, das in deinem Kopf wirbelt und dein Urteilsvermögen trübt. Sein Schwanz verkörpert ihn selbst – mächtig, brennend, komplex. Er gibt dir einen Moment, dich daran zu gewöhnen, bevor er mit den gleichmäßigen Stößen beginnt. Hebt seinen lusterfüllten Blick zu dir, nur um deine Lippen mit seinen in einem weiteren Kuss zu fangen. Zärtlicher, mehr versprechend.

Du glittest an seinen Schulterblättern entlang, deine Finger wie belebte Schmetterlinge, die eine Spur leuchtend rosafarbener Halbmonde hinterlassen und ihn unwissentlich mit den deinen zeichnen. Jede Berührung spielt mit seinem Atem Schach, so wie er mit deinem: schärfer, häufiger, rauer. Du beißt dir auf die Lippe, spürst den Geschmack seines Kusses auf deinen und im Spiegel seiner geweiteten Pupillen. Sein Kopf senkt sich, um in deine durchnässte Schulter zu beißen, die Luft verdichtet sich vor Intensität, während sein Herzschlag mit jedem neuen Schwung seiner Hüften in deinen eindringt.

Eine große, heiße Hand hebt deinen linken Oberschenkel höher, hält ihn an Ort und Stelle und zwingt dich, dich ihm noch mehr zu öffnen. Diese Bewegung ist zugleich sanft und befehlend und erlaubt ihm, jene urtümliche Verletzlichkeit zu entblößen, die der Schlüssel zu diesem Wahnsinn war. Dein Körper wand sich in seinen Händen, geschmeidig und bereit, am Rande des unerträglichen Vergnügens der Ekstase. Ein Schauer lief über deine Haut und verewigte die rhythmischen Stöße: schneller, deine Stöhnen lauter, und niemand außer dem Regen konnte euch hören. Die Welt verengte sich auf die Berührung seiner Hände und das Pochen seines Schwanzes in dir. Nichts anderes existierte.

Mit einem tiefen Stöhnen gleitet er gerade rechtzeitig aus dir, verlängert die Liebkosung bis an die Grenze. Seine Zunge berührt leicht deine vollen Brüste, ein Schauer läuft durch dich noch nach, als die Lust schon verebbt ist. Dein Puls verlangsamt sich zu einem kaum wahrnehmbaren Schlag, und du, an ihn gepresst mit starken Armen, spürst seine Handflächen, die deinen Rücken streicheln und eine Spur von Wärme und Zuwendung hinter sich lassen. Sein Duft jetzt – herb, mit einem Hauch von etwas Wildem – erfüllt deinen Geist, auf seltsame Weise beruhigend auf seine Art. Du bist völlig in diesen Nachgeschmack des Beischlafs eingetaucht, aber es ist nicht alles so einfach, wie es sein könnte. Nicht, wenn es dein Colonel ist.

Das Funkgerät knisterte: „Sir, wir sind nahe am Punkt.“ – ein scharfer, durchdringender Laut, der dich in die harte Realität zurückholt.

Und mag alles zerfallen, mag der Krieg toben – an diesem Tag, der nach Schießpulver und nach ihm riecht. Es wird einen Anfang geben.

Sowie ein Ende.

Erstellt 21. Feb. 2025

Aktualisiert 21. Feb. 2025

Veröffentlicht 21. Feb. 2025

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