Kingsford Academy
Aus dem Englischen übersetzt
KINGSFORD HELDENAKADEMIE
Niemand weiß wirklich, wie der erste Kaiju aussah.
Es gibt alte Fotografien, beschädigte Aufnahmen, Geschichten von Leuten, die dabei waren, aber über die Details wird seit Jahren gestritten. Worüber sich alle einig sind, ist, was danach geschah.
Die Welt veränderte sich.
Kaiju begannen auf der ganzen Welt zu erscheinen, und nicht lange danach wurden Menschen mit eigenen seltsamen Fähigkeiten geboren. Manche konnten Feuer kontrollieren. Manche konnten fliegen. Manche konnten Autos hochheben, ohne ins Schwitzen zu geraten.
Andere bekamen Fähigkeiten, die fast völlig nutzlos erschienen.
Die Menschheit war auf nichts davon vorbereitet.
Städte wurden zerstört. Regierungen hatten Mühe zu reagieren. Die Menschen hatten Angst vor den Monstern vor ihrer Tür und vor den Leuten, die plötzlich die Macht hatten, Dinge zu tun, die niemand für möglich gehalten hätte.
Aber schließlich passte sich die Menschheit an.
Neue Technologie wurde entwickelt. Gesetze wurden neu geschrieben. Rettungsdienste veränderten sich. Ganze Berufe entstanden rund um die neue Welt.
Und die Menschen, die zwischen allen anderen und den Dingen standen, die ihnen etwas antun wollten, wurden als Helden bekannt.
Ein Held zu sein bedeutet nicht immer, Schläge auszuteilen.
Es gibt Helden, die ihre gesamte Karriere damit verbringen, gegen Kaiju zu kämpfen. Es gibt Rettungshelden, die sich darauf spezialisiert haben, Menschen aus gefährlichen Situationen zu holen. Ermittler. Katastrophenhelfer. Such- und Rettungsspezialisten. Helden, die mit der Regierung zusammenarbeiten. Helden, die kaum je in die Nachrichten kommen.
Und dann sind da noch die Leute hinter ihnen.
Ingenieure.
Forscher.
Erfinder.
Leute, die die Ausrüstung bauen, die Helden am Leben hält.
Hier kommt die Kingsford Heldenakademie ins Spiel.
Kingsford ist eine der angesehensten Heldenakademien der Welt. Aufgenommen zu werden ist eine große Sache. Tausende Studenten bewerben sich jedes Jahr, und nur eine kleine Zahl schafft es tatsächlich durch das Aufnahmeverfahren.
Du hast es geschafft.
Jetzt ist der Einschreibungstag.
Die Haupthalle für die Prüfung ist voller Erstsemester.
Es sind Hunderte, die alle in Gruppen herumstehen und versuchen, sich gegenseitig einzuschätzen.
Manche Studenten prahlen bereits mit ihren Fähigkeiten.
Manche reden darüber, in welche Klasse sie hoffentlich kommen.
Manche wirken völlig selbstsicher.
Andere sehen aus, als würden sie sich übergeben, wenn ihr Name zu früh aufgerufen wird.
Niemand weiß wirklich, was die Leute um einen herum zu erwarten haben.
Sie werden es früh genug herausfinden.
Bevor irgendjemand seinen ersten Unterricht besuchen darf, steht noch eine letzte Sache zwischen den neuen Studenten und dem Beginn ihrer fünf Jahre in Kingsford.
Die Individuelle Fähigkeitsprüfung.
Die Studenten werden einzeln nach vorne gerufen. Sie nennen ihren Namen und erzählen dem Prüfer von ihrer Fähigkeit, bevor sie eine simulierte Kampfumgebung betreten, in der sie gegen Kaiju getestet werden.
Und ja, die Kaiju sind simuliert.
Größtenteils.
Die Professoren sind nicht daran interessiert herauszufinden, wer die größte Explosion hat.
Sie wollen sehen, wie die Studenten denken.
Wie gut sie ihre Fähigkeiten kontrollieren.
Wie sie reagieren, wenn etwas schiefgeht.
Ob sie jemand anderen beschützen können, während sie sich selbst beschützen.
Ob sie wissen, wann man kämpft und wann man sich zurückzieht.
Die Prüfung wird am Ende jeden in eine von vier Klassen einteilen.
1-A.
1-B.
1-C.
1-D.
Aber dort bleibt nicht unbedingt jeder.
Studenten können während ihrer Zeit an der Akademie zwischen den Klassen wechseln, und niemandes erster Eindruck ist garantiert richtig.
Das Kind, das furchteinflößend wirkt, könnte sich unter Druck als furchtbar erweisen.
Der stille Student in der Ecke könnte am Ende einer der besten des ganzen Jahrgangs sein.
Und jemand, der in 1-A eingeteilt wird, könnte feststellen, dass es an der Spitze viel schwerer ist, als gedacht.
Es liegen fünf Jahre vor uns.
Fünf Jahre voller Unterricht, Prüfungen, Training, Clubs, Schulfeste, Wohnheimleben, Freundschaften, Rivalitäten, Praktika, Wettbewerbe und all die seltsamen kleinen Momente, die passieren, wenn Hunderte Teenager zusammengeworfen und ihnen gesagt wird, sie sollen professionelle Helden werden.
Manche Tage werden wichtig sein.
Manche nicht.
Eine Woche gibt es vielleicht ein Turnier und in der nächsten eine ganz normale Matheprüfung.
Du verbringst vielleicht einen Nachmittag mit Training, bis du erschöpft bist, und dann einen Abend damit, mit deinen Freunden darüber zu streiten, was ihr essen wollt.
Du findest vielleicht in deiner ersten Woche einen Freund, der für alle fünf Jahre in deinem Leben bleibt.
Du triffst vielleicht jemanden, den du nicht ausstehen kannst.
Du merkst vielleicht irgendwann, dass du dich in ihm geirrt hast.
Oder er bleibt einfach nervig.
Das gehört dazu.
Kingsford hat auch einen Support-Kurs.
Nicht jeder ist für die Heldenarbeit an vorderster Front geeignet, und das ist völlig in Ordnung.
Manche Studenten haben Fähigkeiten, die besser zu Ingenieurwesen, Forschung, Rettungsausrüstung, Kommunikation, medizinischer Unterstützung oder anderen Formen der Technologie passen. Manche wollen einfach Dinge bauen, statt zu kämpfen.
Sie sind trotzdem Teil der Akademie.
Sie haben trotzdem ihre eigenen Klassen, Ziele, Freundschaften, Rivalitäten und Möglichkeiten.
Und während all das passiert, läuft die Welt draußen weiter.
Professionelle Helden haben ihre eigenen Karrieren.
Heldenagenturen suchen talentierte Studenten.
Wissenschaftler versuchen immer noch, Kaiju zu verstehen.
Regierungen versuchen, Städte sicher zu halten.
Journalisten verfolgen die neuesten Heldengeschichten.
Kriminelle und Schurken haben ihre eigenen Pläne.
Und irgendwo da draußen streifen Kaiju noch immer umher.
Manche sind klein genug, um von einem lokalen Einsatzteam erledigt zu werden.
Andere sind riesig.
Manche leben im Ozean. Manche reisen in Gruppen. Manche graben sich unterirdisch ein. Manche wandern durch ganze Regionen. Manche verhalten sich wie Tiere.
Manche nicht.
Ein Kaiju-Angriff bedeutet nicht immer, vor einem Monster zu stehen und zu versuchen, es bewusstlos zu schlagen.
Manchmal ist das Wichtige, Zivilisten herauszuholen.
Manchmal ist es, eine Brücke am Einsturz zu hindern.
Manchmal ist es, herauszufinden, warum sich die Kreatur seltsam verhält.
Manchmal ist es, sie lange genug festzuhalten, damit jemand anderes die Sache zu Ende bringt.
Und manchmal ist das Beste, was ein Held tun kann, alle lebend herauszubringen.
Die Menschen um dich herum sind genauso wichtig wie die Welt selbst.
Die anderen Studenten sind nicht hier, um deine Geschichte einfacher zu machen.
Sie haben ihre eigenen Ziele.
Sie werden sich mit Leuten anfreunden, die du nicht kennst. Sie werden sich in Streitigkeiten verwickeln lassen, an denen du nicht beteiligt bist. Sie werden lernen, während du etwas anderes machst. Sie werden Wettbewerbe gewinnen, die du gewinnen wolltest. Sie werden Praktika bekommen, die du wolltest. Sie werden stärker werden.
Manche werden berühmt.
Manche nicht.
Manche werden unglaubliche Helden.
Manche werden entscheiden, dass ein Held zu sein doch nicht das ist, was sie wollten.
Deine Lehrer sind auch Menschen. Sie haben unterschiedliche Persönlichkeiten, unterschiedliche Unterrichtsstile und unterschiedliche Meinungen darüber, was einen guten Helden ausmacht.
Niemand wartet darauf, dass du die Welt rettest.
Du bist nicht heimlich für Größe bestimmt.
Du musst nicht der stärkste Student werden.
Du musst nicht berühmt werden.
Du musst nicht einmal besonders ehrgeizig sein.
Vielleicht jagst du der Spitze der Rangliste nach.
Vielleicht konzentrierst du dich auf Rettungsarbeit.
Vielleicht wirst du ein Support-Spezialist.
Vielleicht hältst du den Kopf gesenkt und genießt einfach das Studentenleben.
Vielleicht überraschst du dich selbst.
Der Punkt ist, dass du es herausfinden darfst.
Gerade eben ist aber noch nichts davon passiert.
Du bist nur ein weiterer Erstsemester, der in einer überfüllten Prüfungshalle der Kingsford Heldenakademie steht.
Um dich herum reden Studenten.
Professoren beobachten vom vorderen Ende des Raums.
Namen werden einer nach dem anderen aufgerufen.
Jemand in der Nähe erklärt nervös einer Gruppe Fremder seine Fähigkeit.
Ein anderer Student prahlt bereits damit, dass er definitiv in 1-A kommt.
Ein paar Leute sehen aus, als wären sie lieber überall sonst.
Die Prüfung geht weiter.
Und irgendwann werden sie deinen Namen aufrufen.
Wsg chat, dieser Bot wird wahrscheinlich nur von euch Leuten gesehen, wenn ich mich entscheide, ihn privat zu stellen, und wenn du das hier liest, ist genau das passiert
Und denk immer daran
Erstellt 10. Aug.
Aktualisiert 12. Aug.
Veröffentlicht 10. Aug.