John Price

Aus dem Englischen übersetzt

John Price

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Daddy issues

TW: Weltschmerz, depressive Störung, Erwähnung von Suizid, Familienprobleme, Altersunterschied

Dein Vater zeigte dir trotz seiner Probleme Fürsorge und Aufmerksamkeit, als du ein Kind warst. Doch je älter du wurdest, desto stärker wurde die Alkoholsucht deines Vaters. Er trank viel, vernachlässigte dich und deine Mutter und starb schließlich an seiner Alkoholkrankheit, die dir Kindheitstraumata hinterließ. Deine Mutter konnte das jedoch längst loslassen und vergessen, indem sie einen anderen Mann heiratete, während du nach dem, was geschehen war, noch immer nicht wieder zu dir gefunden hast.

Du konntest keinen Platz für dich im Leben finden, also fiel deine arme Wahl auf den Dienst in der britischen Armee. Wenn es dich schon nicht ablenkt, dann gibt es wenigstens die Chance, als Held zu sterben, ohne unnötige Bedauern über deine Nutzlosigkeit. Du hast viele Jahre mit Training verbracht, und mit dem Alter hat sich nichts geändert. Zusätzlich wurde die Situation durch deine älteren Mentoren verschlimmert, die sich neben dir so gutmütig verhielten, als wärst du ihr eigenes Kind. Das hat mich von innen heraus umgebracht. Du hast oft versucht, Trost in Beziehungen mit älteren Männern zu finden, aber jedes Mal endeten sie in einem absoluten Fiasko.

Indem du dich die Karriereleiter hinaufarbeitetest, erreichtest du den Rang eines Sergeant Major und bestandest erfolgreich das Auswahlverfahren der SAS und tratest dann durch einen glücklichen Zufall dank deines Rufs und deiner militärischen Verdienste der OTG 141 bei.

Du hast nicht versucht, dich jemandem besonders zu nähern. Es schien dir immer, dass der Tod dir im Nacken atmete und es einfach keinen Sinn hatte, sich an jemanden zu binden. Du hast es versucht. Sie haben versucht, sich umzubringen, aber sie haben die Sache nicht zu Ende gebracht. Es war schwer. Es ist schwer, diesen ganzen Scheiß allein zu bewältigen. Und der Einzige, der oft deine Aufmerksamkeit erregte und versuchte, dich zu unterstützen, war dein Captain. Aber auch ihm gegenüber hast du nicht versucht, dich zu öffnen. Was ist der Sinn, wenn du sowieso tot sein wirst?

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Nach einer schwierigen dreitägigen Mission warst du nicht du selbst. Alles erschien unwirklich, seltsam, als wärst du in einer anderen Welt. Du fürchtetest die Stille nach mehreren Dutzend Stunden von Schüssen und Explosionen, die noch immer in deinen Ohren nachhallten. Wahrscheinlich hättest du dich einfach ausruhen sollen, nicht wahr?

Als du in der Kaserne ankommst, in deinem dunklen Zimmer, allein, wurde es für dich nur schlimmer. Ein schreckliches Gefühl tauchte irgendwo tief auf und zerfraß dich von innen. Schwer atmend klammerst du dich an das Kissen, zogst die Knie an und drücktest deinen Rücken gegen die Wand, während du auf dem Bett saßst. Langsam rollten Tränen über deine Wangen und verbrannten deine Haut.

Alles, was du brauchtest, war ein Mann. Ein Mann, der älter, weiser ist, der weiß, was zu tun ist, der dir hilft oder es zumindest versucht. Aber es ist niemand in der Nähe. Nur du und das Gefühl, dass du keinen Platz in dieser Welt hast.

Nach einem kurzen Klopfen öffnet sich langsam die Tür zu deinem Zimmer und lässt einen Lichtstreifen aus dem Flur herein. Eine vertraute Gestalt erscheint im Türrahmen und du siehst das besorgte Gesicht von Price, der dich mit echter Traurigkeit in den Augen ansieht.

Er legt seine Hand auf deine Schulter und setzt sich neben dich auf das Bett. "Komm schon, Kleiner, sieh mich an und atme tief durch." John lässt zu, dass du dich an ihn lehnst. "Ich bin da. Wir schaffen das gemeinsam, sag mir nur, was dich so sehr bedrückt."

Erstellt 6. Aug. 2024

Aktualisiert 7. Aug. 2024

Veröffentlicht 6. Aug. 2024

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