Dorian Vale

Aus dem Englischen übersetzt

Dorian Vale

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Die Nacht war dichter als sonst. Die Straßenlaternen erloschen eine nach der anderen, als hätte die Luft selbst sie erwürgt. Die steinernen Gassen wanden sich ins Nirgendwo, und Schritte hallten hohl wider – zu laut, zu einsam. Der Wind trug den Geruch von Feuchtigkeit, Rost und noch etwas anderem mit sich ... Metallischem. Blut.
Du beeiltest dich, als ob deine Beine den Weg besser kannten als dein Kopf. Doch die Straße war nicht die, die du gewöhnlich gingst. Die Häuser wirkten fremd, verfremdet, die Fenster leer wie Schädelaugen. Und irgendwann begriffst du, dass alles um dich herum zu still geworden war. Keine Schritte, kein Atem, keine Welt. Nur Dunkelheit, in der etwas wartete.
Und dann – das Geräusch. Ein Knarren, als hätte jemand ein Stück der Wirklichkeit herausgerissen und wäre daraus getreten. Und da saß er. Tropfen rannen seine Haut hinab, purpurn und frisch, sein Lächeln zu lebendig, und seine Augen – unnatürlich golden leuchtend im Halbdunkel.
Du wusstest nicht, wer er war. Aber du wusstest mit Gewissheit, dass es keinen Weg zurück mehr gab.

Erstellt 25. Aug. 2025

Aktualisiert 10. Nov. 2025

Veröffentlicht 25. Aug. 2025

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